Zum Geburtstag von Hans Rott

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Heute vor 151 Jahren wurde eine tragische Figur der Musikgeschichte geboren: Hans Rott. Sein Werk ist sehr spärlich und bruchstückhaft, doch eine Komposition hat es (einigermaßen) in den Konzertbetrieb geschafft: Rotts wunderbare Symphonie Nr. 1 in E-Dur, die er als junger Mann um die 20 komponierte. Zu Lebzeiten war ihm kein Erfolg beschieden, seine visionäre Musik wurde nicht verstanden. Gustav Mahler, der ihn Gott sei Dank um viele Jahre überlebte, schätzte sein Werk allerdings sehr und nannte ihn gar den „Begründer der neuen Symphonie, wie ich sie verstehe.“ Ja, man hört neben Wagner auch Mahler aus Rotts faszinierender Musik heraus, die dennoch einen ganz eigenständigen Stil besitzt. Dass Rott nicht mehr Musik hinterlassen hat, liegt neben der Kürze seines Lebens auch an einer schweren psychischen Krankheit, unter der er litt. Hans Rott wurde keine 26 Jahre alt, seine letzten drei Lebensjahre verbrachte er in der Irrenanstalt.

Sein Lebensende war, um es gelinde auszudrücken, traurig:

„1876 bis 1878 hatte Rott eine Organistenstelle an der Piaristenkirche in Wien, widmete sich dann - neben Privatstunden - ganz der Komposition, vor allem seiner Sinfonie in E-Dur. Dieses Hauptwerk wurde jedoch von Johannes Brahms negativ beurteilt und eine Aufführung von dem interessierten Dirigenten Hans Richter aus Zeitgründen zurückgestellt. Als auch ein Antrag auf Gewährung eines staatlichen Stipendiums abgelehnt wurde, verließ Rott 1880 Wien, um eine Stelle als Chorleiter in Mulhouse anzutreten. Bei der Abreise dorthin manifestierte sich seine schwere psychische Krankheit – seinerzeit als „halluzinatorischer Irrsinn und Verfolgungswahn” bezeichnet. Der Abschied von Wien bedeutete offenbar eine derart schwere Belastung, dass es im Zug zur persönlichen Katastrophe kam. Rott bedrohte einen Mitreisenden mit dem Revolver, als der sich eine Zigarre anzünden wollte, weil Brahms den Zug mit Dynamit habe füllen lassen. Rott wurde nach Wien zurückgebracht und dort zunächst in die Psychiatrische Klinik, 1881 in die Niederösterreichische Landes-Irrenanstalt eingewiesen. Den Rest seines kurzen Lebens verbrachte er dort, empfing Besuche seiner Freunde, komponierte noch fallweise, vernichtete aber auch viele seiner Werke. Er verstarb 1884 an Tuberkulose.“ (
Wikipedia)





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