Warum ich sonntags zur Messe gehe

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Als Kind ging ich sporadisch zur Messe. Vor meiner Kommunion und meiner Firmung regelmäßig. Danach gar nicht mehr. Kommt euch das bekannt vor?

Es geht den meisten doch gut ohne Messe, wieso „vergeude“ ich dann seit 5 Jahren soviel Zeit, um wenigstens zwei- oder dreimal, oder wenn möglich sogar täglich die Messe zu besuchen?

Ein Sonntag ohne Messe mit meiner Familie kann ich mir nicht mehr vorstellen. Das liegt nicht daran, dass es so etwas wie die
Sonntagspflicht gibt und ich sonst beichten müsste, dass ich eine Messe geschwänzt habe. Es hat auch nichts damit zu tun, dass die Musik so wunderbar oder der Priester so lustig ist.

Ich gehe sonntags (oder samstags oder werktags) zur Messe, weil Gott mich dazu einlädt. Einem Freund oder einem Familienmitglied würde ich eine Einladung aus Bequemlichkeit bestimmt nicht ausschlagen. Demnach tue ich das bei Gott erst recht nicht.

Ich weiß, dass Jesus sich in jeder heiligen Messe aufs Neue der Menschheit opfert, dass Er sich uns schenken möchte, damit wir Anteil am ewigen Leben haben. Ich werde nicht warten, bis ein Unglück über mich hereinstürzt, um mich an Gott zu wenden. Ich werde nicht warten, bis ich zu einer Beerdigung muss oder Freunde ihre Hochzeit in der Kirche feiern. Nein. Gott ist Teil meines Alltags, je nach Moment mehr oder auch weniger bewusst. Diese eine Stunde in der Woche soll jedoch ganz IHM gehören. In dieser Stunde kann ich mein Herz auf Gott richten und es Ihm darbringen, mit meinen Sünden, meinen guten Vorsätzen, meinen Bitten und meinen Dankgebeten.

Die heilige Messe ist die Quelle, aus der ich die Kraft für mein Leben schöpfe. Es ist ein Geschenk, zur heiligen Messe gehen zu dürfen ohne dafür verfolgt, bestraft oder gar getötet zu werden. Dieses Geschenk nehme ich dankbar an.

Lieber Leser, bedenke, auch DU bist eingeladen! :)


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