Hörtipp: Himmel auf Erden
„Die Kirche betrachtet den gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren heiligen Handlungen den ersten Platz einnehmen“: so die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils. Seitdem ist die Gregorianik aus dem Leben der allermeisten Pfarreien annähernd verschwunden. Ein Refugium fand sie seit Ende des 20. Jahrhunderts dagegen in den CD-Charts - jüngst wieder durch die singenden Zisterzienser von Heiligenkreuz. Unterdessen hat Papst Benedikt XVI. mit einem Motu proprio den überlieferten Römischen Ritus der katholischen Kirche wieder zugelassen, dessen liturgische Kernsubstanz - wie der Choral - auf die Zeit Gregor des Großen zurückgeht, bis ins 6. Jahrhundert. Ob und wie sich der traditionelle Ritus und der Choral gegenseitig befruchten werden, ist eine der spannendsten Zukunftsfragen der katholischen Kirchenmusik.
Klingt spannend!
[via Pro Missa Tridentina]
Don Johannes' neuer Film zum Priesterjahr
Mehr Infos gibt’s auf www.adsum2010.org, wo man den Film auch vorbestellen kann. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die (neue?) Homepage des Vereins kathmedia hinweisen, der die Geniestreiche des Kaplans vom Triesenberg herausgibt.
The Butterfly Circus
Ein wunderbarer Kurzfilm über die Hoffnung, den man gesehen haben sollte. Mehr Infos gibt’s in der Internet Movie Database. Die Homepage des Hauptdarstellers Nick Vujicic findet ihr hier.
Links im katholischen Internet
- Interview mit Monika Rheinschmitt: Heute Abend (29. November) um 19.00 Uhr strahlt Radio Horeb in der Sendung „Treffpunkt“ mit dem Titel „Generation Benedikt und kathnews.de auf Sendung bei Radio Horeb“ ein Interview mit Frau Monika Rheinschmitt, der Vorsitzenden von Pro Missa Tridentina, aus. Ich hoffe, dass Radio Horeb die neue monatliche Sendereihe der Generation Benedikt und kathnews.de auch als Podcast anbieten wird! (via kathnews.de)
- Videos aus Vietnam: Die beiden Missio-Mitarbeiter Martin Minkowitsch und Andreas Thonhauser waren vor einem guten Monat in Vietnam, um den Opfern des Taifun Ketsana Hilfe vor Ort zu leisten. Auf den Blog hatte ich damals hingewiesen. Auf missio.at kann man sich auch einige Videos anschauen, die auf ihrer Reise entstanden ist. Sehr bewegend!
- Videos und Vorträge aus Heiligenkreuz: P. Karl Wallner hat auf der Heiligenkreuzer Homepage auf die vielfältigen Angebote von Heiligenkreuzer Mönchen im Internet hingewiesen.
- Podcasts aus Stiepel: Das Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel stellt viele hervorragende Vorträge und Predigten auf ihrer Podcast-Seite zum Anhören und Downloaden zur Verfügung.
- Kathwahrheit.de: Eine unerschöpfliche Fundgrube an Information zum katholischen Glauben. Ob Sakramente, Heilige, Zeugnisse, Abtreibung, so ziemlich alles wird hier im Licht der katholischen Wahrheit beleuchtet.
- Evangelisation heute: Eine fantastische Initiative von Familie Winter aus Annweiler, zu Recht von kath.net zur Webseite des Monats im Juni 2009 gekürt! In einem meiner nächsten Beiträge werde ich das wunderbare Büchlein „Handkommunion oder Mundkommunion“, das soeben im fe-Verlag erschienen ist, vorstellen. Ich möchte auch auf den Gebetstag für die Ungeborenen am 9. Dezember hinweisen.
Hochinteressantes Gespräch über die Hl. Messe
O, wie tun diese Worte von Professor Spaemann gut… Ich verstehe nicht, wieso seine Ansichten, die eigentlich leicht nachzuvollziehen und wohl kaum zu widerlegen sind, nicht auch von allen Bischöfen und Priestern so vertreten werden. „Ein Ausblick, der Mut macht“, wie der Journalist am Ende meint – und bezieht sich damit auf die jüngere Generation, die „die alten Vorurteile“ gegen die „Alte Messe“ nicht hat. Vieles von dem, was Prof. Spaemann sagt, kenne ich aus Erfahrung. Dass zum Beispiel junge Eltern gerne in die Alte Messe gehen und so den Glauben an ihre Kinder weitergeben wollen, kann ich unterschreiben. Das Beispiel mit dem Priester, der sich weigert, den ersten Kanon zu beten, kommt mir leider auch bekannt vor.
Werter Leser, der du auf diesen Beitrag gestoßen bist: ich hoffe, dass du dir die halbe Stunde Zeit nimmst, um dir dieses Interview zu Gemüte zu führen! Es lohnt sich. Es wird nämlich eine Zeit des Übergangs kommen: jene, denen die „Gregorianische Messe“ so verhasst ist, werden in den kommenden Jahren nach und nach aussterben, und ebenso werden es die paar wenigen alten Messbesucher tun, die sie noch bei der Stange halten konnten. Wir Jungen wollen - brauchen mehr! Gebt uns die ganze Wahrheit, lasst uns teilhaben an der vollen Schönheit der Liturgie, hört auf, die heiligen Riten der Väter zu kastrieren und zu verschandeln!
Wenn ich mich so reden höre, glaube ich, dass ich früher oder später - eher früher als später - nur noch zur Alten Messe gehen werde. „Wie die Hirschkuh verlangt nach dem Wasser der Quelle, so verlangt, o Gott, meine Seele nach dir.“ (Psalm 42)

Quelle: Causa Nostræ Lætitiæ
SoulWow!
[via Fallible Blogma]
MusicMonday: Das Leben

Das Musikstück im Video ist eine einfache Komposition namens „Le Petit Prince op. 6“, inspiriert durch die gleichnamige Erzählung von Saint-Exupéry. Anschließend erklingt aus den mehrfach hier vorgestellten Eichendorff-Liedern op. 3 (Wünschelrute & Abendständchen) das „Kirchenlied“ (ein marianisches Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff), aus dem ich später ein Chorfassung mit dem Text des „Ave Maria“ erstellt habe. Da es nicht ganz ins Video passt, könnt ihr euch weiter unterhalb des Videos beide Versionen vollständig anhören.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle UN-Petition des Catholic Family & Human Rights Institute aufmerksam machen, so wie auf das unterstützenswerte Projekt 1000+.
Kirchenlied (Ave Maria) - Klavierfassung:
XII. Kirchenlied (aus „Eichendorff-Lieder op. 3“) by davidianni
Ave Maria - Chorfassung:
Ave Maria op. 48 by davidianni
Es singt der luxemburgische Chor „Madrigal de Luxembourg“ unter der Leitung von Carlo Hommel.
Schlussgebet der Enzyklika Evangelium vitæ von Papst Johannes Paul II.
O Maria,
Morgenröte der neuen Welt,
Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
o Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl
von Kindern, denen verwehrt wird,
geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen,
die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken,
die aus Gleichgültigkeit
oder angeblichem Mitleid getötet wurden.
Bewirke, daß alle,
die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit
mit Freimut und Liebe
das Evangelium vom Leben verkünden können.
Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen
als je neues Geschenk
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg
in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer
zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen
guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe
zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes,
des Schöpfers und Freundes des Lebens.
Echo Klassik Musikpreis für Heiligenkreuz

Café & Gott
Wenn beginnt das menschliche Leben?
Todestag des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll

„Die gotischen Räume der französischen Kathedralen wusste er mit romantischen Klängen zu füllen: Der aus dem südfranzösischen Montpellier stammende Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll. Als er heute vor 110 Jahren in Paris starb, hatte er die französische romantische Orgel als Typ etabliert und seine Instrumente nach Spanien, den Niederlanden, England, Russland und Brasilien exportiert. Die gesamte sinfonische französische Orgelmusik von Komponisten wie César Franck, Charles-Marie Widor oder Louis Vierne ist ohne die Instrumente von Cavaillé-Coll nicht denkbar.“ © WDR 2009
Aus den WDR Zeitzeichen.
Anselm Grün über den Choral von Heiligenkreuz

Journalistin: Hier im Kloster wird - Sie haben es gerade erwähnt - der gregorianische Gesang sehr gepflegt. Sie haben auch ein Buch über die spirituelle Kraft der Musik geschrieben. Es heißt: „Höre, so wird deine Seele leben“. [Klar, worüber hat der Mann noch nicht geschrieben?] Was passiert mit Ihnen, wenn Sie Musik hören?
P. Anselm Grün: [nuschelt:] Die Musik dringt einfach in tiefere Schichten ein. Wenn ich eine Bach-Kantate höre, muss ich nicht die Worte glauben, sondern die Worte fallen in die Seele hinein und ich spüre, was die Worte ausdrücken. Für mich ist Musik immer ein Fenster auch zum Himmel und ein Weg, offen zu werden für Transzendenz und in Berührung zu kommen mit meiner tiefsten Sehnsucht, mit meinem Herzen - oft kleben wir ja auch oberflächlich und äußerlich… - und die Musik ist für mich ein wichtiger Weg, mich zu spüren und in den Grund der Seele zu kommen und da die Sehnsucht zu spüren [spüren, spüren, spüren], dass die eigentliche Sehnsucht zu Gott geht.
Journalistin: Die Zisterzienser-Mönche vom Stift Heiligenkreuz sind ja mit ihrer CD mit gregorianischen Gesängen in den Charts gelandet, „Music for Paradise“ heißt die CD, glaube ich. Kennen Sie diese CD?
P. Anselm Grün: Ich habe sie nicht angehört. Es ist immer gefährlich, wenn man Choral dann zu sehr verzweckt, also Choral ist ein geistlicher Gesang und ich denke nicht, dass er für die Massen so geeignet ist, da wird dann irgendwas verfälscht. [Wie bitte?! Pater Grün, Sie verzwecken alles Mögliche, sei es katholisch oder nicht katholisch, um ihren Senf dazuzugeben und das dann in bares Geld umzuwandeln - zugegegeben, das können Sie gut - und jetzt bezichtigen Sie die Heiligenkreuzer Mönche der Verzweckung und Verfälschung, ausgerechnet Sie, die Sie den katholischen Glauben so oft bis zur Unkenntlichkeit entstellen und der breiten Masse ständig ein synkretistisches Mischmasch auftischen?!]
Eine kurze Klarstellung für P. Grün: Ich bin den Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz, und besonders dem Stiftskantor, der zum großen Teil für die Qualität des Gesanges verantwortlich ist, persönlich sehr verbunden und kann Ihnen, lieber P. Grün, versichern, dass hier der Choral so gesungen wird, wie die Mönche ihn auch ohne Mikrofone singen: das Herz auf Gott ausgerichtet, im Sinn die größere Ehre Gottes. Das Resultat wird aufgrund ihres Glaubens und ihres Talents eben besonders schön und ergreifend. Hinter dem Gebet (denn es ist gesungenes Gebet in reinster Form) verschwinden die Mönche - allen voran ihr Chorleiter - fast vollständig, während a) ihnen der Erfolg überhaupt nicht so wichtig ist, wie Sie vielleicht meinen, und b) sie diesen ganzen Medienrummel nicht lieben. Umso besser, dass ein Mönch - stellvertretend für alle - bereit ist, die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. P. Karl Wallner wird man oft gesehen, gehört, gelesen haben, Mitwirkende des „Hit-Albums“ wohl kaum.
Stört P. Anselm Grün vielleicht der Erfolg des Stiftes Heiligenkreuz, riecht er eine unliebsame Konkurrenz? Hat er geahnt, dass nach den Musik-Charts auch die Bestseller-Listen von Heiligenkreuzer Mönchen betreten werden? Es wäre höchst wünschenswert, dass P. Karl Wallner mit seinen Büchern auch ein breites Publikum erreicht. So hätten wir endlich ein katholisches Pendant zu Ihnen, lieber P. Anselm Grün. Aber keine Angst, die Welt liebt Ratgeber, und ich bin sicher, Sie haben noch nicht über jeden Furz einen solchen geschrieben.
P.S.: Surftipp - der YouTube-Kanal eines jungen Mönchs aus Heiligenkreuz mit vielen Videos über das Stift.
Elsas Konversionsgeschichte

Ich finde Bekehrungsgeschichten immer sehr ergreifend. Wenn nun jemand wie Barbara Wenz von Elsas Nacht(b)revier mit ihrem schriftstellerischen Können erzählt, wie sie den Weg in die katholische Kirche gefunden hat, kann das nur aufregend werden. Ich war also besonders gespannt auf ihr Glaubenszeugnis, das sie bereits im Voraus über Twitter angekündigt hatte. Die wunderbare Konversionsgeschichte wird diesen Herbst in dem Buch „Bekehrungsgeschichten“ im MM-Verlag erscheinen, wie Elsa auf ihrem Blog berichtet.
In der Septemberausgabe des Vatican-Magazins kann man sich ihre Bekehrungsgeschichte jetzt schon in einer gekürzten Fassung zu Gemüte führen. Unter dem Titel „Weil die Wahrheit kaum auszuhalten ist“ schreibt Barbara Wenz alias Elsa Laska über ihre Kindheitserfahrungen mit dem Glauben und ihren Hang zur Esoterik als junge Erwachsene. Ich vermute, dass viele Leser sich mit diesem Werdegang identifizieren können. Paul Baddes Buch über das Muschelseidetuch in Manoppello führt sie schlussendlich zum Antlitz Christi, wo sich ihr weiterer Lebensweg entscheidet.
Ohne sentimental zu werden, gelingt es ihr, zugleich nüchtern und doch gefühlvoll über ihre ersten Begegnungen mit dem katholischen Glauben zu schreiben. Sie hinterfragt, was sie nicht verstehen kann, möchte begreifen, wonach ihr Herz verlangt. Ihre Konversion ist nicht blinde Euphorie, sondern eine Entscheidung, die durch ausgiebiges Studium und Gebet vor dem Allerheiligsten getragen wird. In einer schwerelosen Sprache - gleich den zarten Farbtönen des Jesus-Bildnisses von Manoppello - schildert Elsa, was Worte nur schwer vermitteln können: wie ein Mensch von der Liebe Gottes berührt worden ist.
Die Messe - online!


Ach ja, und die Sonntags-Sticker-Alben für das Lesejahr C (also ab Advent 2009) kann man nur noch bis 21. September vorbestellen!
Ähnliche Artikel:
Katholisch normal
Grönemeyer über das Leben

Ich habe am Grab meines Bruders erlebt, dass wir als Ärzte, wir als Menschen nicht entscheiden, wann wir kommen und gehen. Ich bin demütig geworden, hab vorher mit dem Schöpfer gehadert und Ihn auch im Grunde verneint. Mir wurde klar, genau durch diesen Tod, wie wunderbar Leben ist und wie schön es ist, leben zu dürfen und was für eine Gnade es ist, auch diese kurze Zeit in der Existenz des Kosmos einfach hier sein zu dürfen. Das habe ich in diesem Moment begriffen durch den Tod meines Bruders und auch die Begrenztheit unseres eigenen Tods und unseres eigenen Tuns in der Medizin. Seitdem hat sich ganz viel bei mir verändert, und ich sehe auch, dass Medizin mehr ist, als nur den Körper zu behandeln.
Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer für die Gnade des Lebens - welch schönes Fazit eines Mediziners!
Kath.net beim Papst

Meine Top 5 Podcasts

Ich möchte euch kurz meine 5 Lieblingspodcasts vorstellen. Die Links verweisen im Übrigen auf iTunes, mit dem man die Sendungen downloaden und auf den iPod übertragen kann.
1. Was heute geschah (Audio)
Was geschah genau heute vor … Jahren? Ein Rückblick auf ein bestimmtes Ereignis in der Musikgeschichte. Kurz und interessant.
2. Zeitzeichen (Audio)
Ähnlich wie „Was heute geschah”, nur länger (eine knappe Viertelstunde) und aufwändiger produziert. Außerdem werden nicht nur Ereignisse aus der Musikgeschichte beleuchtet, sondern aus der Geschichte im allgemeinen.
3. NDR Kultur - Klassik à la carte (Audio)
Gute Interviews mit interessanten Gesprächspartnern aus der Kulturszene. Leider ohne die Musik, die aus rechtlichen Gründen nicht im Podcast mit angeboten werden darf.
4. Menschen hautnah (Video)
Eine Sendung fürs Herz. Menschen und ihre Schicksale werden einfühlsam portraitiert. Überschreitet für meinen Geschmack nie die Grenze zum Kitsch.
5. 3sat neues - Das Computermagazin (Video)
Als Techik-Interessierter gefällt mir dieser Podcast auch recht gut, wenngleich nicht alle Beiträge gleich interessant sind.
Bonus: SQPN (The Starquest Production Network)
Fr. Roderick Vonhögen ist ein Pionier im katholischen Podcasting. Auf ihn geht SQPN zurück, das eine ganze Palette an Podcasts anbietet. Ich habe seine Sendung „The Break“ abonniert, die sehr unterhaltsam ist, religiös jedoch nicht so sehr in die Tiefe geht. Das gehört allerdings zum Konzept der Sendung, damit die Zielgruppe besonders groß bleibt.
Ich hoffe, dass etwas Interessantes für euch dabei ist. Zusätzliche Empfehlungen können gerne in den Kommentaren weitergegeben werden!
Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester

Als Christen haben wir viele Möglichkeiten, Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Eine nicht zu unterschätzende ist natürlich die eucharistische Anbetung. Sehr schöne Texte und Impulse zur Anbetung findet man auf dieser Seite.
Sollte in eurer Pfarrei keine eucharistische Anbetung (mehr) stattfinden, zögert bitte nicht, euern Seelsorger danach zu fragen. In der Regel freuen Priester sich über derartige Anfragen aus der Gemeinde und werden (hoffentlich) bereitwillig Anbetungsstunden anbieten.
Die stille Anbetung des Allerheiligsten ermöglicht dem Beter, sein Herz von Jesus berühren zu lassen und bei Jesus selbst in die Schule zu gehen. Keine andere Gebetsform kann diese Praxis ersetzen. Interessierten sei auch die Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ Papst Johannes Pauls II. wärmstens empfohlen.
[via kath.net]
Twitter-Rekordversuch

Die Messe.org
Absolute Kaufempfehlung!Wie angekündigt melde ich mich nun mit ersten Einblicken und einer anderen guten Nachricht: Die preiswerte DVD ist noch preiswerter geworden - und dies gleich in doppelter Hinsicht. Die große Nachfrage und gute Konditionen bei der Vervielfältigung erlauben mir die DVDs schon ab 1,39 Euro abzugeben. Einzelne Pakete wurden angepasst (12 statt 10 und 33 statt 25 Stück zum gleichen Preis). 100 Stück kosten nun statt 190 Euro nur mehr 139 Euro. Zweitens entfällt das Porto: Gratisversand für ganz Europa! Auf www.diemesse.org finden Sie ab sofort 7 Minuten Ausschnitte aus der DVD (auch wenn diese Ausschnitte für die Endfassung noch etwas Polieren und Nachbearbeitung erwartet).
Frodo kommuniziert
USA-Bischöfe zwitschern

Ich vermute, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alle, die jetzt eine Email-Adresse benutzen, auch einen Twitter-Account ihr eigen nennen und fleißig ihre Tweets aussenden werden. Nützlich ist es allemal. Das versteht nur noch nicht jeder. Eine interessanten Vortrag über den Nutzen der Zwitscher-Plattform gibt’s bei den Google-Tech-Talks.
Gewöhnen wir uns an den Satz „Follow me on Twitter” - er wird immer öfter auftauchen.
Der Medien-Priester


Danke für Deinen großartigen Dienst, lieber P. Karl! Gäbe es Dich nicht, müsste der liebe Gott einen Mönch von Deinem Format erfinden!
Bild: Meine Frau Martina und ich am wohl schönsten Tag unseres Lebens. :-) Hochzeit in im Stift Heiligenkreuz, Trauungspriester P. Karl
Bravo, Herr Kaplan!

Einen Vorgeschmack kann man sich derzeit in einem kurzen Teaser holen, der den ersten Teil der Serie ankündigt: „Die Messe“. Man siehe und staune: die DVD soll im Sommer diesen Jahres um 1,90€ (!) erhältlich sein. Der Preis spricht Bände. Nicht etwa was die Qualität, sondern was die Intention des Ganzen betrifft. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall bereits 100 Exemplare vorbestellt.
Wenn man bedenkt, wie unwissend der größte Teil der Bevölkerung in Bezug auf den katholischen Glauben ist, sollte ein derartiges Missionierungsprojekt mit Kräften unterstützt und verbreitet werden. Qualität und Preis machen es einem hier leicht.
Bisher hat Don Johannes auf YouTube, KathTube und Gloria.tv mit seinen erfrischend anderen Werbevideos für Furore gesorgt. Viele zehntausendmal wurden seine Videos bereits angeklickt. Das liegt nicht nur an den äußerst originellen Plots, sondern auch an der professionellen Umsetzung derselben.
Im vergangenen Jahr hat er ebenfalls das enorm erfolgreiche „Sonntags-Stickeralbum“ in die Kirchen des deutschsprachigen Raums gebracht. Man darf gespannt auf die weiteren kreativen Ideen sein, die diesem Gottesmann scheinbar mit Leichtigkeit zufallen!
Behüten statt verhüten

Ein Satz von Papst Benedikt hat wieder mal ausgereicht, dass ein Aufschrei des Entsetzens durch alle Welt geht. In diesem wilden Gebrüll gegen Papst Benedikt und gegen das, was offensichtlich weder verstanden noch hinterfragt wurde, ist es fast unmöglich, hinzuhören auf das, was der Papst wirklich vertritt. Aus diesem Grund werden tagtäglich unnötigerweise bissige, bösartige und zum Teil auch einfach dumme Kommentare auf der Welle der Anti-Papst-Bewegung veröffentlicht.
Der Papst könnte es sich leicht machen - wie leider viele Vertreter der Kirche es tatsächlich tun - er könnte die Lehre der katholischen Kirche verleugnen und Kondome als Schutz vor Aids empfehlen. Die Welt würde ihm vielleicht sogar ein wenig zujubeln.
Es scheint der Mehrheit der überaus aufgebrachten Menschenmenge zu entgehen, dass die Kirche eine der aktivsten und erfolgreichsten Hilfsorgane in den betroffenen Gebieten auf dem afrikanischen Kontinent bildet. Viele derjenigen, die in Worten fuchsteufelswild auf den Papst einschlagen, scheren sich in Wirklichkeit wenig um das Leid der Afrikaner und um die wahre Achtung vor dem Leben. Wer ist denn bereit, aktiv zur Linderung des Leides beizutragen, etwa durch monatliche Spenden oder gar durch einen Aufenthalt in Afrika? Ich kann nicht umhin, an unzählige Katholiken zu denken, an Geistliche, an Ordensschwestern, die auf eine Karriere und auf den Luxus, den sie in unseren Kulturkreisen gehabt hätten, verzichten, um vor Ort - ungesehen von unseren Medien - die Welt ein klein wenig zum Guten zu verändern.
Hätten der Papst und romtreue Katholiken nicht den Mut, sich heute noch für Enthaltsamkeit und eheliche Treue einzusetzen, wer würde diese Möglichkeit überhaupt in Erwägung ziehen und sie als schönste und idealste aller Vorstellungen von Sexualität leben und verkünden? Wahrscheinlich niemand.
Schauen wir einen Augenblick auf unsere „aufgeklärte“ und „fortschrittliche“ Gesellschaft, da das Stichwort „Kondome“ uns direkt anzusprechen scheint. Anders ist die Wucht der emotionalen Reaktionen auf die Aussagen des Papstes nicht zu erklären. Ein verantwortungsloser Umgang mit dem Geschenk der menschlichen Sexualität, eheliche Untreue, ein auf die reine Körperlichkeit beschränktes Verständnis von Sexualität sind auch bei uns für unsagbares Leid verantwortlich. Wir haben uns derart an häufige Partnerwechsel von Jugend an und an die erschreckend hohe Zahl von Scheidungen und Trennungen gewöhnt, dass wir scheinbar nicht mehr wahrnehmen, wie viel Schmerz und Verletzungen, Entfremdung und Misstrauen damit einhergehen. Unzähligen Scheidungskindern wird das Recht auf eine glückliche Kindheit in einer intakten Familie genommen. Unnötiges Leid fügen „Lebensabschnittspartner“ sich gegenseitig zu, weil sie die größere, heilige Dimension der Sexualität, für die die Kirche sich einsetzt, nicht verstehen und nicht leben. Wird unseren Kindern in diesem Umfeld später eine gesündere Partnerschaft, ein besseres Familienleben glücken?
Wir ignorieren ebenso den direkten Zusammenhang zwischen falsch gelebter Sexualität und Abtreibung. Das Abtreiben unschuldiger Menschenkinder ist fraglos der größte Skandal in unserer Gesellschaft, vor allem deswegen, weil die Aufklärungsarbeit hier in die gänzlich falsche Richtung geht und die wahren Werte in perverser Weise verdreht werden. Das Recht auf Töten wird als Freiheit der Frau propagiert. Präsident Obama, dem im Gegensatz zu Papst Benedikt die Welt frenetisch applaudiert, ist ein Vorreiter dieser menschenverachtenden Bewegung, über die unsere Nachfahren hoffentlich mit Entsetzen und Trauer in den Geschichtsbüchern lesen werden.
Kommen wir zum Papst-Interview während seines Flugs nach Afrika zurück: Papst Benedikt hat durch seinen Hinweis, dass „das Übel nicht mit der Verteilung von Kondomen gelöst werden“ kann, bekräftigt, dass die Kirche ein ganzheitliches Verständnis von körperlicher Liebe fördern möchte, das als Folge nicht nur einen drastischen Rückgang an HIV-Infizierungen haben könnte (und bereits hat!), sondern auch eine intaktere Gesellschaft, da letztlich nur gesunde Familien als „Keimzellen der Gesellschaft“ zu einer wirklich friedvollen und guten Gemeinschaft der Menschen untereinander dauerhaft beitragen können. Dass auf einem derart niedrigen und bösartigen Niveau über die Kirche geschimpft wird, ist ein gutes Beispiel für den Verlust wahrer Werte in unserer Kultur.
Durch das Verteilen von Präservativen wird das wahre Übel eben nicht bekämpft, sondern nur ein Symptom, und das auch erwiesenermaßen nie so wirksam wie eheliche Treue oder Abstinenz im Falle einer Infektion. Es wird eine falsche Botschaft ausgesendet, die auf Dauer das Problem nie an der Wurzel packen kann. Es sollte auch nicht übersehen werden, dass niemand sich vorschreiben lässt, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten oder seinem Partner die Treue zu wahren. Genau so wenig wird letzten Endes niemand - auch nicht in Afrika - sich sagen lassen, ob er Kondome benutzen darf oder nicht. Wieso also die ganze Aufregung? Vernehmen wir etwa eine leise Rührung des Gewissens? Wird vielleicht so laut gebrüllt, damit man den eigenen Lebenswandel nicht in Frage stellen muss?
Anstatt zu schimpfen, sollten wir dankbar sein, dass eine einsame Stimme in der Wüste noch den Mut hat, sich durch das Aussprechen der Wahrheit unpopulär zu machen. Es geht dem Papst auf einer tieferen Ebene um Behütung vor tragischem Leid. Hierzulande und in Afrika. Wer Ohren hat, der höre!
