Kreuzfrei von Garmisch bis Venedig

Ich erlaube mir erneut, ein Gedicht meines lieben Bekannten Hans zu veröffentlichen:

Vision 2012 – Konsequenz des Schulkreuzurteils

Ich bin vom Bund der Freiheit des Geistes.
Mein Anliegen ist gerecht und kein dreistes.
Weiß, von Europas höchstem Gerichte gestützt,
Dass das Kreuz nur schadet, nichts nützt.

D'rum wiederhol' ich mein Postulat
Und frag', was das Kreuz auf der Zugspitz verloren hat?
Sein Anblick mich g'waltig stört,
Weshalb, statt vergoldet, es umgesägt g'hört.

Die Berge gehören nicht nur den Christen.
Lasst uns die Gipfel ausmisten,
Damit endlich Reinhold Messners Trumpfkarte sticht,
Wenn er sich gegen die Verkreuzelung der Alpen ausspricht.

Atheisten, hurra! Beaxtet hinauf auf die Bergeshöhn,
Wir wollen endlich kreuzfrei von Garmisch bis Venedig sehn.

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Nachsatz: Von Ludwig Thoma stammt der berühmte Satz, mit welchem er seine Kollegen aus dem Bereich der Jurisprudenz karrikierte:

„Assessor Karlchen war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“

9. November 2009, Dondl Hans

s.a. Wo früher hing das Kruzifix…


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Wo früher hing das Kruzifix…

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Hier der Tipp eines Bekannten von mir:

An die Stelle, wo vorher das Kreuz gehangen,
kann man dann das Gedicht aufhängen:


Wo früher hing das Kruzifix
Hängt jetzt halt nix.
Statt Glauben, Hoffnung, Liebe
Frönt man dem Freigeist und dem Lauf der Triebe.
Verkündet stolz, trotz größter Not:
Gott ist tot, Gott ist tot.
O Menschheit von Blindheit geschlagen,
Wirst viel, noch sehr viel des Leids ertragen.

Im Kreuz aber ist Heil,
Und das Kreuz, es wird siegen.
Die Selbstgerechten, Stolzen, Intellektuellen
Werden am Felsen, an Christus zerschellen.

Im Kreuz ist Heil und es wird siegen.
Herr, hilf mir, wie Du einst am Holze
Nicht zu richten, noch zu hassen,
Einzig zu lieben, zu lieben, zu lieben.

Hans Dondl


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Das Kreuz in meinem Klassenzimmer

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Das Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs hat für reichlich Aufsehen gesorgt. Soweit ich weiß, gibt es in Luxemburg schon lange keine Kreuze mehr in Klassenzimmern. Zumindest in Musikschulen nicht. In meinem Klassenzimmer, in dem ich leidenschaftlich gern meine Schüler unterrichte, hängt allerdings ein schlichtes Kruzifix. Ich weiß, dass es nicht jedem gefällt, aber bisher hat niemand sich darüber beschwert.

Meine Klavierschüler und ihre Eltern dürfen es positiv sehen: wenn ich auf das Kreuz schaue (und das tue ich oft), werde ich an meine christlichen Grundwerte erinnert, und die sind auch beim Unterrichten, das einen großen Teil meiner Zeit ausfüllt, wichtig. Ich bekomme also bei jedem Blick aufs Kreuz einen neuen Motivationsschub, mich mit Hingabe meinen Schülern zu widmen und sie als ganze Menschen (nicht nur als „Schüler A, B, C“!) zu sehen. Ich weiß, Jesus ist da, auch im Klassenzimmer, und Er hilft mir, die richtigen Worte und das richtige Maß zu finden. Der Heiland segnet mich und meine Schüler. Folglich genießen meine Schüler dadurch einen besseren Unterricht, als wenn das Kreuz nicht dort hinge.

Das sind Gedanken, die vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, aber seid versichert: sie sind ernst gemeint - das Kreuz hat eine positive Ausstrahlung auf eine Schulklasse. Als Bürger eines christlichen Europas und eines christlichen Luxemburgs möchte ich weiterhin das Recht behalten, ein Kreuz in meinem Klassenzimmer zu haben. Sollte jemand sich daran stören, kann er es einfach wie den Kalender oder das Bild meiner Kinder an der Wand ignorieren.

Laut
Kruzifix-Umfrage auf „Die Presse.com“ scheint eine große Mehrheit eh für das Kreuz in Schulklassen zu sein. Wer sie noch nicht kennt, der mag die 12 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum lesen (gefunden bei Europe4Christ):

1. Das Recht auf Religionsfreiheit kann nur seine Ausübung bedeuten – nicht die Freiheit von Konfrontation. Sinn der Religionsfreiheit ist es nicht, eine Gesellschaft zu schaffen, die religionsfrei ist.

2. Kreuze zu demontieren ist eine Verletzung auf derselben Ebene, wie es das Anbringen des Kreuzes für die Atheisten ist.

3.Die leere weiße Wand ist auch eine ideologische Aussage – vor allem dann, wenn sie vorher jahrhundertlang nicht leer war. Ein „wertneutraler“ Staat ist eine Fiktion, die oft propagandistisch benützt wird.

4. Ein angebliches Recht, nicht mit religiösen Inhalten konfrontiert zu werden, kann also nicht stärker sein als das Recht zur freien Religionsausübung.

5. Die Staaten, welche Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, verstanden unter dem „Recht auf Religionsfreiheit“ mit Sicherheit nicht eine „Freiheit von Religion“.

6. Juristen sprechen von der „slippery slope“ (Achtung Glatteis!): Wehret den Anfängen! Heute sind von dem Bildersturm Institutionen betroffen, morgen das Halsketterl außerhalb meiner Wohnung!

7. Statt religiöse Intoleranz zu bekämpfen, wird die Religion in Form ihrer Symbole bekämpft.

8. Man kann nicht politische Probleme bekämpfen, indem man die Religion bekämpft.

9. Antireligiöser Fundamentalismus macht sich zum Komplizen religiöser Fundamentalismen indem er sie durch Intoleranz provoziert.

10. Das Christentum drängt seiner Natur gemäß nach außen – es kann sich niemals als Privatsache abtun oder ins Ghetto sperren lassen!

11. Die betroffene Bevölkerung möchte mehrheitlich die Kreuze behalten! Es ist auch demokratiepolitisch problematisch, Einzelinteressen so eklatant den Vorrang einzuräumen.

12. Das Kreuz ist das Logo Europas. Es ist ein religiöses Symbol, aber doch wesentlich mehr als das.



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