Komponisten
Chopin wird 200 - Gedanken über das Transzendente in der Musik
01/03/10 16:00 Kategorie: Musik

Als Musiker lebt man quasi von den Kompositionen der großen Tonschöpfer, die als klingende Schätze der Menschheit damals wie heute zu dem Tiefsinnigsten gehören, was Kunst über das Mysterium des Menschseins auszudrücken vermag. Damals wie heute bewegt die Musik des polnischen Künstlers die Zuhörer und Interpreten. Seine Musik wird wohl weiterklingen bis ans Ende der Geschichte. Worin aber liegt das Geheimnis großer Musik? Was genau daran berührt unsere Seelen so tief?
Es kann darauf keine eindeutige Antwort geben. Klar ist jedoch, dass allein das handwerkliche Können des Komponisten nicht ausreicht, um ins Transzendente vorzudringen, obwohl es freilich unerlässlich für das Schaffen eines Meisterwerks ist. Eine Musik ist dann zeitlos und genial, wenn man spürt, dass etwas Größeres als das kleine menschliche Ich, etwas ganz und gar Unerklärliches hinter den Tönen hervorscheint. Als gläubiger Musiker erkläre ich mir dieses „Größere“ in der Musik durch die Inspiration, das durchdrungen sein von Gottes Heiligem Geist. Das Heilige in der Musik der großen Meister werden Worte nie fassen können. Andeuten und im Ansatz beschreiben, ja, soviel mag der Sprache noch gegeben sein. Um tiefer einzudringen in das Geheimnis der klassischen Musik des Abendlandes bleibt jedoch nur das Zuhören. Stille werden und zuhören.
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Kein Chopin-Konzert in Kathedrale
11/02/10 09:51 Kategorie: Kirche

Zum 300. Geburtstag von Pergolesi
04/01/10 19:14 Kategorie: Musik
Mit nur 26 Jahren verstarb der vor 300 Jahren geborene Giovanni Battista Pergolesi, einer der wichtigsten Komponisten des Barock. Vor allem seine letzte Komposition, das „Stabat Mater“, machte ihn unsterblich:
Zum Geburtstag von Victor Hely-Hutchinson
26/12/09 08:19 Kategorie: Musik
Ob Victor Hely-Hutchinson die Idee für seine berühmte Carol Symphony an seinem Geburtstag kam? Hely-Hutchinson wurde am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1901 in Südafrika geboren. Im Alter von 25 Jahren komponierte er die Carol Symphony, eine Symphonie, in der er vier Weihnachtslieder musikalisch auf höchstem Niveau verarbeitet.
Hier ein Auszug aus dem dritten Satz, der „The First Noel“ zum Thema hat:
Eine schöne Aufnahme der Symphonie sowie ähnlich konzipierten Werken von anderen Komponisten gibt es bei Naxos.
Hier ein Auszug aus dem dritten Satz, der „The First Noel“ zum Thema hat:
Eine schöne Aufnahme der Symphonie sowie ähnlich konzipierten Werken von anderen Komponisten gibt es bei Naxos.
Weihnachtliches Ebay
22/12/09 15:40 Kategorie: Privat

So habe ich neulich eine Sammlung mit 14 Schumann-CD's um knapp 40 Euro angeboten. Nach drei Geboten ging die Sammlung für 45 Euro an eine Dame namens, hm, sagen wir Fuchs, um ihre Anonymität zu wahren. Leider war die Dame nicht so zufrieden und bemängelte, dass es 14 anstatt 15 CD's waren (wie ich versehentlich angegeben hatte) und dass mehrere CD's Kratzer aufweisen würden, und dabei hätte ich sie doch „in sehr gutem Zustand“ angeboten.
Gut, ich gebe zu, die CD's selbst habe ich mir nicht mehr so genau angeschaut, nachdem sie bei mir immer fehlerlos gelaufen sind und ich meinen vorsichtigen Umgang mit dem Medium CD ziemlich gut kenne. Allein eine Box von den vielen, die im Paket enthalten waren, kostet neu mehr als Frau Fuchs für alle zusammen gezahlt hat. Ich hätte also vermutet, dass sie sich riesig über so viele hervorragende Aufnahmen freuen würde. Nein, sie drohte mir mit entstehenden Anwalts- und Zivilprozesskosten.
Nun wusste ich allerdings nicht, was Frau Fuchs genau von mir wollte. Nach zwei oder drei Mailwechseln teilte sie mir dann ihre Bedingungen mit: entweder 20 Euro Preisnachlass oder ich überweise ihr das Geld, das sie gezahlt hat, plus 4 Euro Porto, damit sie sie zurückschicken kann. Nachdem ich ihrem Profil entnehmen hatte, dass sie über tausend Auktionen auf Ebay, scheinbar alle mit klassischer Musik, aufzuweisen hat, wurde mir klar, dass Frau Fuchs nicht klassische Musik liebt, sondern das Geld, das sie damit in ihrem „Nebenjob“ auf Ebay verdient.
Nun fing ich an, Mitleid zu bekommen. Muss das ein anstrengendes und tristes Leben sein, in dem man kurz vor Weihnachten wegen solcher Lappalien solch ein Theater macht! Wie durch ein Wunder blieb meine von mir erwartete Reaktion, nämlich ärgern und schimpfen, aus. Was auch gut war, schließlich war ich just an jenem Morgen zur Beichte. Ich bot Frau Fuchs an, ihr das Geld inklusive Porto und inklusive einem kleinen Weihnachtsgeschenk von 10 Euro zu überweisen (damit sich das Ganze doch noch ein klein wenig für sie lohne), und siehe da, es tat mir gar nicht weh. Im Gegenteil, die unnötige Wut blieb aus und ich fühlte mich frei.
Geben ist einfach seliger als nehmen. Ich habe das öfters - auch schmerzhaft - erfahren dürfen. Wenn jemand ungerechterweise fordert, hilft eine großzügige Erwiderung mehr als jeder erbitterte Kampf um Geld. Je nach Summe kann's natürlich schon weh tun, aber schaden tut sich der Unglückliche, der meint, durch Forderungen und Drohungen etwas Gutes für sich zu erreichen, am meisten selbst. Bei 50 Euro und ein paar wunderbaren Schumann-CD's fällt es nicht so schwer loszulassen. Da kann man Frau Fuchs sogar von Herzen ein glückliches Weihnachtsfest wünschen.
Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr finde ich, dass ich ihr die CD's schenken sollte. Vielleicht macht es sie sogar ein bisschen froh. Mal abwarten, was sie schreibt. Seit meiner letzten Nachricht an sie habe ich nichts mehr von ihr gehört…
Pärts O-Antiphonen
20/12/09 08:00 Kategorie: Musik

Ich kann mich dem Bann dieser schlichten und doch so großartigen Musik nie entziehen und werde bei jedem Hören aufs neue von Pärts eindringlicher Musiksprache ergriffen. Arvo Pärt hat die Gabe des Wesentlichen in der Musik errungen. Errungen, ja, denn in den Schoß ist sie ihm nicht gefallen, wenn man seine Biografie liest: Pärt hat sich wie die meisten Komponisten seiner Generation der seriellen Avantgarde angeschlossen, um schließlich festzustellen, dass dieser Weg bereits am Ende der Sackgasse angelangt war. Nach dem Eintritt in die russisch-orthodoxe Kirche und mehreren Jahren des Schweigens erwuchs in ihm ein neuer, sehr einfacher, aber höchst konzentrierter Stil, den er als „Tintinnabuli“ bezeichnete, und der seine Werke so unverkennbar macht.
(Zitat Wikipedia)„Tintinnabuli“ (lat.) bedeutet Glöckchen. Gemeint ist das „Klingeln“ des Dreiklangs, dessen drei Töne das ganze Stück über mittönen. Das Ziel dieses Stils ist eine Reduktion des Klangmaterials auf das absolut Wesentliche.
Aber schauen wir weiter als auf die Person des Komponisten, nämlich auf die Botschaft seiner Kompositionen. Im Kern von Pärts Schaffen steht das Evangelium, die Frohe Botschaft unseres Erlösers Jesus Christus, der in den O-Antiphonen vielfältig umschrieben wird. So lautet der Text der heutigen Antiphon (20.12.):
O Schlüssel Davids,
Zepter des Hauses Israel,
du öffnest und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes.
Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1
30/11/09 11:15 Kategorie: MusicMonday

1. Präludium
Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1 - Präludium by davidianni
Das erste Präludium und die anschließende Fuge in e-Moll geben Zeugnis von Mendelssohns kontrapunktischer wie pianistischer Meisterschaft. Gebrochene Dreiklänge eröffnen in ungestümem Rauschen das großartige Präludium. Das Thema erklingt inmitten dieser Klangwellen, gespielt vom Daumen der rechten Hand. Nach einer virtuosen Steigerung beenden zwei harsche Akkorde das Präludium.
2. Fuge
Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1 - Fuge by davidianni
Das emporstrebende Thema der Fuge wird in einer klassischen Exposition durch alle vier Stimmen vorgestellt und entwickelt. Inmitten der seufzenden Sekundenschritte des ersten Zwischenspiels (1’36’’) ertönt das Thema im Bass (1’50’’), während die Mittelstimmen das Tempo auf Sechzehntelnoten steigern und einen anstehenden Sturm erahnen lassen. Mendelssohn schreibt zusätzlich ein „accelerando“ vor. Bei 2’39’’ haben wir ein deutlich schnelleres Tempo erreicht und das Thema wird nun in seiner Umkehrung weiterverarbeitet. Ab 3’23’’ erhöht eine unhaltbare Sechzehntelbewegung in den verschiedenen Stimmen um das umgekehrte Thema die Spannung, bis bei 4’08’’ das Thema wieder in seiner ursprünglichen Gestalt, jedoch in vollkommen verschiedenem Duktus wieder erklingt: ungleich bewegter und extrovierter als zu Anfang. Der Dominant-Orgelpunkt, der das Ende einläutet, wird bei 4’20’’ erreicht. Hier werden Fetzen des Themas in den Sog der Musik hineingeworfen, bis das oktavierte Thema sich im Bass durchsetzt (4’38’’) und in virtuosen Oktav- und Akkordkaskaden dem endgültigen Höhepunkt der Fuge entgegenstrebt: dem strahlenden Choral in E-Dur (5’02’’), in dem sich die ganze Spannung des Vorhergehenden entlädt. Gegen Ende kehrt das Thema zurück (5’43’’), diesmal allerdings in E-Dur, verklärt und eingebettet in typisch mendelssohnsche Harmonien, voll Wärme und Schönklang.
MusicMonday: Mondscheinsonate III
23/11/09 20:32 Kategorie: MusicMonday
Nachdem ich im vorigen Blogeintrag das Beispiel mit der Mondscheinsonate gebracht habe, dachte ich, dass meine Aufnahme dieser Sonate für den heutigen MusicMonday doch recht gut passen würde. Da vielen nur der wunderschöne erste Satz bekannt ist, möchte ich euch den wilden letzten Satz zum Anhören anbieten.
Die Aufnahme stammt von meiner Debüt-CD aus dem Jahr 1996 - wow, ist das lange her! Damals war ich gerade mal 16. Wie die Zeit vergeht! Heute würde ich natürlich anders spielen, vielleicht etwas wütender, mit mehr „Grandeur“ und stellenweise extremer. Trotzdem finde ich die Interpretation recht gelungen und hoffe, dass sie euch gefällt.
Beethoven: Sonate op. 27 Nr. 1, dritter Satz (Presto agitato) by davidianni
Die Aufnahme stammt von meiner Debüt-CD aus dem Jahr 1996 - wow, ist das lange her! Damals war ich gerade mal 16. Wie die Zeit vergeht! Heute würde ich natürlich anders spielen, vielleicht etwas wütender, mit mehr „Grandeur“ und stellenweise extremer. Trotzdem finde ich die Interpretation recht gelungen und hoffe, dass sie euch gefällt.
Beethoven: Sonate op. 27 Nr. 1, dritter Satz (Presto agitato) by davidianni
Zum 50. Todestag von Heitor Villa-Lobos
17/11/09 09:56 Kategorie: Musik

Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist die Cantilena aus den „Bachianas Brasileiras“, hier in einer Aufnahme mit Barbara Hendricks (übrigens mit Bildern des Melatenfriedhofs in Köln):
Sehr typisch für seinen Stil sind auch die Präludien für Gitarre, hier sehr einfühlsam interpretiert von Julian Bream:
Eine ungewöhnliche, aber sehr schöne Klangwelt hat Villa-Lobos in seinem Mundharmonika-Konzert geschaffen – hier eine Aufnahme des Mittelsatzes:
Wer mehr über diesen großen Komponisten erfahren möchte, wird auf der Villa-Lobos-Webseite sicher fündig.
Zum 119. Geburtstag von Aaron Copland
14/11/09 21:09 Kategorie: Musik
Einer meiner Lieblingskomponisten des 20. Jahrhunderts, Aaron Copland, wurde heute vor 119 Jahren geboren. Hier eine Aufnahme seines wunderschönen Klarinettenkonzerts mit dem Komponisten am Pult und dem Widmungsträger Benny Goodman als Solisten:
Zu Chopins 160. Todestag
17/10/09 19:24 Kategorie: Musik

Wer sich ein wenig Zeit nimmt, um sich die folgenden Musikstücke von Chopin anzuhören, wird reich beschenkt werden!
Zunächst wollen wir die „Berceuse op. 57“ hören. Ursprünglich nannte Chopin die Komposition „Variations“, doch der Titel, der für die Veröffentlichung gewählt wurde, trifft es gut, wenn nicht besser. Chopin entlockt dem Klavier die Töne einer Spieluhr, aber einer Spieluhr, wie wir sie noch nie gehört haben. Es spielt der legendäre Arturo Benedetti Michelangeli:
Nach solch einer Schönheit wird das Herz des Hörers allerdings schneller schlagen. Wer könnte nach diesen perlenden Klängen des Himmels gleich einschlafen und wollte nicht noch mehr hören?
Darum: hören wir den berühmten Walzer in cis-Moll op. 64 Nr. 2, gespielt von Artur Rubinstein, einem der großartigsten Chopin-Interpreten des 20. Jahrhunderts:
Als drittes Beispiel für die göttliche Kunst Frédéric Chopins habe ich den langsamen Satz aus seinem Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll op. 11 ausgewählt. Die Passage in H-Dur bei 1'45'' gehört für mich zu den schönsten der gesamten Klavierliteratur. Wunderbarer Interpret des Konzerts ist Dinu Lipatti, über den ich in einem anderen Blogbeitrag bereits geschrieben habe.
Frédéric Chopin war übrigens ein frommer Katholik. Franz Liszt, der mit ihm befreundet war, sagte dass Chopin ein „Mann des Gebets“ war. Obwohl er stark im Katholizismus verwurzelt gewesen sei, habe er nie offen über dieses Thema gesprochen. Wer mehr über den Glauben von Chopin (und anderen großen Komponisten) wissen möchte, dem sei das Buch „The Spiritual Lives of the Great Composers“ wärmstens empfohlen. Auf Google Books kann man darin stöbern.
Marianische Impulse zum Rosenkranzmonat
09/10/09 07:06 Kategorie: Frommes

P.S.: Verwandte Artikel finden sich unter den Schlagwörtern (Tags) Maria und Rosenkranz. Siehe außerdem die Betrachtung „Die Waffe des Christen“ zum Rosenkranzmonat!
Abendsegen
29/09/09 20:14 Kategorie: Musik

Heute Vormittag habe ich ein liebevoll gemachtes Musikvideo auf YouTube gefunden, in dem der berühmte „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ mit hübschen Schutzengelbildchen unterlegt wurde:
Musikalisch besser gefällt mir die Klassiker-Version mit Elisabeth Schwarzkopf und Elisabeth Grümmer unter Herbert von Karajan:
Ebenfalls schön interpretiert, je nach Geschmack jedoch vielleicht etwas zu kitschig aufgezogen, ist die Weihnachtskonzertfassung von Renée Fleming, in der die Altstimme von mehreren Sängerknaben gesungen wird:
Besonders reizend ist freilich diese Version mit zwei kleinen Jungs als Solisten. Zu was Kinder alles fähig sind, wenn man sie fördert! Gut, der Schluss ist etwas schrill, aber das wird jeder den kleinen Wonneproppen nachsehen, hoffe ich. :)
Anhören solltet ihr euch auf jeden Fall auch die fantastische Ouvertüre zur Oper:
Und zu guter Letzt noch das Gebet zum Mitbeten (sollte es noch nicht bekannt sein):
Abends wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füssen,
Zwei die mich decken,
Zwei die mich wecken,
Zwei die mich weisen
In das himmlische Paradeischen.
Eine gesegnete Nacht!
Weltlicher Komponist mit Sinn für Liturgie
14/09/09 19:14 Kategorie: Zeugnis

Der Artikel beginnt mit dem Satz: „You may not recognize his name, but you will almost certainly be familiar with his music.“ Stimmt. Sollte sein Name nicht jedem bekannt sein, seine Musik ist es mit Sicherheit.
Wie fast jeder begnadete Musiker ist auch Ennio Morricone ein gläubiger Mensch. Das ist an sich noch nichts Außergewöhnliches. Erstaunlich ist allerdings seine luzide Haltung zur Kirchenmusik und seine Wertschätzung für Papst Benedikt XVI. „Heute hat die Kirche einen großen Fehler gemacht, in dem sie mit Gitarrenmusik und populären Liedern die Uhren um 500 Jahre zurückgedreht hat. Ich mag das überhaupt nicht“. Mit dem „Zurückdrehen der Uhren“ meinte der Oscar-Preisträger die Zeit vor dem Konzil von Trient, als Sänger Profanität mit heiliger Musik vermischt haben. Es sei sehr, sehr schwerwiegend, die „vitale und wichtige Tradition der Gregorianik“ für profane Musik mit religiösen Texten „wegzuwerfen“. Der Papst sei auf dem richtigen Weg, hier Korrekturen vorzunehmen, und er sollte es „mit noch mehr Festigkeit“ tun, da nur manche Kirchen seinen Korrekturen nachkommen, andere hingegen nicht.
Über seine Musik zum Film „The Mission“ (sehr sehenswert!) meint Morricone, es sein ein Wunder und eine Gnade gewesen, dass die drei Hauptthemen der Filmmusik sich miteinander kombinieren ließen. Das war zu Beginn also wohl nicht vorgesehen, klingt im wunderschönen Endergebnis dann so:
[Update: Einen spannenden Beitrag zu Ennio Morricones Äußerungen gibt es auch bei Mater amata.]
In Loving Memory
11/09/09 23:29 Kategorie: Musik
Aus aktuellem Anlass ein Klagegesang des estnischen Komponisten Arvo Pärt, der heute übrigens 74 geworden ist.
Kirchenmusik von Richard Rice
09/09/09 10:00 Kategorie: Musik
Sehr schöne, leicht neoromantisch angehauchte Kirchenmusik im Stil etwa eines Ralph Vaughan Williams findet man auf der Seite des amerikanischen Komponisten Richard Rice. Der Komponist stellt die Partituren kostenlos als PDF zur Verfügung, bittet allerdings um Benachrichtigung, sollte man eines oder mehrere seiner Werke zur Aufführung bringen. Die Kompositionen lassen sich als MIDI-Dateien anhören, von manchen gibt es auch MP3-Aufnahmen. Many thanks to the composer!
[via New Liturgical Movement]
[via New Liturgical Movement]
Musik zu Mariä Geburt
08/09/09 18:44 Kategorie: Musik
Zum heutigen Fest „Mariä Geburt“ (s.a. den schönen Beitrag der Braut des Lammes) möchte ich euch einen wunderbaren Mariengesang eines der großen Meister der polyphonen Vokalmusik der Spätrenaissance vorstellen.
Habt ihr euch betören lassen von diesen sphärischen Klängen? Der Komponist, ein Neffe des hl. Carlo Borromeos, ist heute vor knapp 400 Jahren gestorben. Man könnte annehmen, dass seine Geschichte, die ich kurz umreißen möchte, dem wilden Geist eines Krimi-Autors entsprungen sei. Leider ist sie wahr und durch historische Dokumente belegt.
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Habt ihr euch betören lassen von diesen sphärischen Klängen? Der Komponist, ein Neffe des hl. Carlo Borromeos, ist heute vor knapp 400 Jahren gestorben. Man könnte annehmen, dass seine Geschichte, die ich kurz umreißen möchte, dem wilden Geist eines Krimi-Autors entsprungen sei. Leider ist sie wahr und durch historische Dokumente belegt.
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Maria Himmelfahrt mit Heinrich Biber
15/08/09 09:20 Kategorie: Musik

Eines seiner Hauptwerke sind die so genannten „Rosenkranz-Sonaten“ (oder auch „Mysterien-Sonaten“) für Violine. Jedes der 15 Rosenkranzgeheimnisse wird durch eine mehrsätzige Sonate musikalisch betrachtet. So möchte ich am heutigen Hochfest „Maria Himmelfahrt“ (lesenswerte Einführungen gibt es u.a. bei Elsa, Stefan, Tom, Andreas und natürlich auf kath.net) einen Auszug aus der 14. Sonate hier einbetten. Diese Musik kann uns helfen, tiefer in die strahlende Freude des heutigen Tages einzudringen und unser Herz durch Maria zu Gott emporzuheben.
Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und von tiefer Freude erfülltes Fest!
Zum Geburtstag von Hans Rott
01/08/09 11:16 Kategorie: Musik

Sein Lebensende war, um es gelinde auszudrücken, traurig:
„1876 bis 1878 hatte Rott eine Organistenstelle an der Piaristenkirche in Wien, widmete sich dann - neben Privatstunden - ganz der Komposition, vor allem seiner Sinfonie in E-Dur. Dieses Hauptwerk wurde jedoch von Johannes Brahms negativ beurteilt und eine Aufführung von dem interessierten Dirigenten Hans Richter aus Zeitgründen zurückgestellt. Als auch ein Antrag auf Gewährung eines staatlichen Stipendiums abgelehnt wurde, verließ Rott 1880 Wien, um eine Stelle als Chorleiter in Mulhouse anzutreten. Bei der Abreise dorthin manifestierte sich seine schwere psychische Krankheit – seinerzeit als „halluzinatorischer Irrsinn und Verfolgungswahn” bezeichnet. Der Abschied von Wien bedeutete offenbar eine derart schwere Belastung, dass es im Zug zur persönlichen Katastrophe kam. Rott bedrohte einen Mitreisenden mit dem Revolver, als der sich eine Zigarre anzünden wollte, weil Brahms den Zug mit Dynamit habe füllen lassen. Rott wurde nach Wien zurückgebracht und dort zunächst in die Psychiatrische Klinik, 1881 in die Niederösterreichische Landes-Irrenanstalt eingewiesen. Den Rest seines kurzen Lebens verbrachte er dort, empfing Besuche seiner Freunde, komponierte noch fallweise, vernichtete aber auch viele seiner Werke. Er verstarb 1884 an Tuberkulose.“ (Wikipedia)
Zum Todestag von Vivaldi und Bach
28/07/09 16:44 Kategorie: Musik
Sowohl Johann Sebastian Bach (1685-1750) als auch Antonio Vivaldi (1678-1741) sind am 28. Juli gestorben. Grund genug, um auf eine wichtige Beziehung (außer dem gemeinsamen Todestag) hinzuweisen: beide Komponisten kannten sich zwar nicht persönlich, jedoch hat J.S. Bach Vivaldis Werke so hoch geschätzt, dass er fast ein Dutzend von dessen Solo-Konzerten während seiner Weimarer Zeit (1708-1717) für andere Besetzungen umgeschrieben hat.
Hier ein schönes Beispiel. Das Original von Antonio Vivaldi (Estro Armonico op. 3 Nr. 10, Konzert für 4 Violinen, erster Satz):
Und nun die Transkription von Johann Sebastian Bach (Konzert für 4 Cembali BWV 1065, erster Satz):
Hier ein schönes Beispiel. Das Original von Antonio Vivaldi (Estro Armonico op. 3 Nr. 10, Konzert für 4 Violinen, erster Satz):
Und nun die Transkription von Johann Sebastian Bach (Konzert für 4 Cembali BWV 1065, erster Satz):
Joaquín Rodrigo zum zehnten Todestag
06/07/09 21:50 Kategorie: Musik

Aufgrund der enormen Popularität des 2. Satzes seines „Concierto de Aranjuez“ (wer nicht weiß, welche Musik das ist, bitte unbedingt anklicken), werden bis heute seine anderen Werke immer noch sehr vernachlässigt. Auf der offiziellen Seite der Rodrigo-Stiftung kann man mehr über den Komponisten und sein Werk erfahren.
Zum Tagesausklang möchte ich ein etwas unbekannteres, aber in seiner Schlichtheit berührendes Stück von Rodrigo hier posten: den 2. Satz aus der „Fantasía para un gentilhombre“ für Gitarre und Kammerorchester mit dem Titel „Españoleta y Fanfare de la Caballería de Nápoles (Adagio - Allegretto molto ritmico)“. Gute Nacht!
(Bild von der Seite der Rodrigo-Stiftung)
Fauré, der Tröster
13/05/09 12:00 Kategorie: Musik

Es gibt Momente, da braucht man neben dem göttlichen Beistand auch den Trost, der einem durch die Musik gespendet werden kann. Wie ein heilender Balsam kann sie die Schmerzen der Seele lindern. Für einen Komponisten-Kollegen, der am Wochenende seine Frau durch einen tragischen und unverschuldeten Unfall verloren hat, möchte ich das Sanctus aus Faurés Requiem hier einstellen. Meine Gebete gelten dir und deiner Familie, lieber Camille Kerger.
„Die Winterreise“ aus der Sicht des Sängers
22/04/09 14:43 Kategorie: Musik

“Am Brunnen vor dem Tore” oder “Das Wandern ist des Müllers Lust” - jedem fällt hier der Begriff “Deutsches Volkslied” ein und eventuell der Name: Franz Schubert. Wer allerdings für die Texte verantwortlich zeichnet, ist den meisten Leuten nicht bekannt. Wer war der Dichter dieser Lieder, die Schubert einen “schauerlichen Zyklus” nannte, als er die Winterreise vertonte?weiterlesen...
