Jubiläum

Dimitri Schostakowitsch zum 35. Todestag

Zu Ehren des heutigen Schostakowitsch-Jubiläums hier eines der Lieblingsstücke meines Sohnes Antonio, nämlich der zweite Satz aus Dimitri Schostakowitschs 10. Symphonie:



Und hier dirigiert Antonio selbst (das Video war bereits vor einem guten Jahr
in meinem Blog zu sehen):




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Chopin wird 200 - Gedanken über das Transzendente in der Musik

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Heute vor 200 Jahren wurde Frédéric Chopin geboren. Aus diesem Anlass spielte ich zusammen mit anderen luxemburgischen Pianisten am Wochenende ein Konzert mit seiner Musik. Ich hatte die vier Balladen des Komponisten auf dem Programm. Ich hoffe, dass Chopin mir verzeiht, dass ich am Samstag Abend nicht ganz auf der Höhe war. Gut Einstudiertes ging plötzlich nicht mehr so leicht von der Hand und ein paar falsche Noten zuviel hatten sich eingeschlichen. Trotzdem kam meine Interpretation von Herzen und ich bin dankbar, dass ich als Pianist die herrliche Musik Frédéric Chopins spielen darf.

Als Musiker lebt man quasi von den Kompositionen der großen Tonschöpfer, die als klingende Schätze der Menschheit damals wie heute zu dem Tiefsinnigsten gehören, was Kunst über das Mysterium des Menschseins auszudrücken vermag. Damals wie heute bewegt die Musik des polnischen Künstlers die Zuhörer und Interpreten. Seine Musik wird wohl weiterklingen bis ans Ende der Geschichte. Worin aber liegt das Geheimnis großer Musik? Was genau daran berührt unsere Seelen so tief?

Es kann darauf keine eindeutige Antwort geben. Klar ist jedoch, dass allein das handwerkliche Können des Komponisten nicht ausreicht, um ins
Transzendente vorzudringen, obwohl es freilich unerlässlich für das Schaffen eines Meisterwerks ist. Eine Musik ist dann zeitlos und genial, wenn man spürt, dass etwas Größeres als das kleine menschliche Ich, etwas ganz und gar Unerklärliches hinter den Tönen hervorscheint. Als gläubiger Musiker erkläre ich mir dieses „Größere“ in der Musik durch die Inspiration, das durchdrungen sein von Gottes Heiligem Geist. Das Heilige in der Musik der großen Meister werden Worte nie fassen können. Andeuten und im Ansatz beschreiben, ja, soviel mag der Sprache noch gegeben sein. Um tiefer einzudringen in das Geheimnis der klassischen Musik des Abendlandes bleibt jedoch nur das Zuhören. Stille werden und zuhören.

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Zum 300. Geburtstag von Pergolesi

Mit nur 26 Jahren verstarb der vor 300 Jahren geborene Giovanni Battista Pergolesi, einer der wichtigsten Komponisten des Barock. Vor allem seine letzte Komposition, das „Stabat Mater“, machte ihn unsterblich:




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Zum Geburtstag von Victor Hely-Hutchinson

Ob Victor Hely-Hutchinson die Idee für seine berühmte Carol Symphony an seinem Geburtstag kam? Hely-Hutchinson wurde am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1901 in Südafrika geboren. Im Alter von 25 Jahren komponierte er die Carol Symphony, eine Symphonie, in der er vier Weihnachtslieder musikalisch auf höchstem Niveau verarbeitet.

Hier ein Auszug aus dem dritten Satz, der „The First Noel“ zum Thema hat:


Eine schöne Aufnahme der Symphonie sowie ähnlich konzipierten Werken von anderen Komponisten gibt es bei Naxos.


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Zum 50. Todestag von Heitor Villa-Lobos

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Der berühmteste aller brasilianischen Komponisten, Heitor Villa-Lobos, verstarb heute vor 50 Jahren. Ihm ist es gelungen, die Tradition der großen abendländischen Musik mit der Musik und den Tänzen seines Heimatlandes zu verbinden.

Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist die Cantilena aus den „Bachianas Brasileiras“, hier in einer Aufnahme mit Barbara Hendricks (übrigens mit Bildern des
Melatenfriedhofs in Köln):



Sehr typisch für seinen Stil sind auch die Präludien für Gitarre, hier sehr einfühlsam interpretiert von Julian Bream:



Eine ungewöhnliche, aber sehr schöne Klangwelt hat Villa-Lobos in seinem Mundharmonika-Konzert geschaffen – hier eine Aufnahme des Mittelsatzes:



Wer mehr über diesen großen Komponisten erfahren möchte, wird auf der
Villa-Lobos-Webseite sicher fündig.


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Zum 119. Geburtstag von Aaron Copland

Einer meiner Lieblingskomponisten des 20. Jahrhunderts, Aaron Copland, wurde heute vor 119 Jahren geboren. Hier eine Aufnahme seines wunderschönen Klarinettenkonzerts mit dem Komponisten am Pult und dem Widmungsträger Benny Goodman als Solisten:






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Zum 20. Todestag von Horowitz…

…zwei beeindruckende Videos mit dem Jahrhundertpianisten, der vor 20 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben ist.

1. Alexander Skrjabin: Vers la flamme op. 72



2. Robert Schumann: „Träumerei“ aus den „Kinderszenen op. 15“




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Zu Chopins 160. Todestag

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Blumen am Grab eines Menschen sind ein Zeichen für die Liebe und die Dankbarkeit der Hinterbliebenen. Spätestens aber nach 2 oder 3 Generationen schwindet ihr Andenken dahin. Wenn nach 160 Jahren immer noch frische Blumen an einem Grab blühen, ahnt man, dass da jemand beerdigt wurde, dem bis heute Liebe und Dankbarkeit zuteil werden. Wen wundert es bei der Musik eines Frédéric Chopin?

Wer sich ein wenig Zeit nimmt, um sich die folgenden Musikstücke von Chopin anzuhören, wird reich beschenkt werden!

Zunächst wollen wir die „
Berceuse op. 57“ hören. Ursprünglich nannte Chopin die Komposition „Variations“, doch der Titel, der für die Veröffentlichung gewählt wurde, trifft es gut, wenn nicht besser. Chopin entlockt dem Klavier die Töne einer Spieluhr, aber einer Spieluhr, wie wir sie noch nie gehört haben. Es spielt der legendäre Arturo Benedetti Michelangeli:



Nach solch einer Schönheit wird das Herz des Hörers allerdings schneller schlagen. Wer könnte nach diesen perlenden Klängen des Himmels gleich einschlafen und wollte nicht noch mehr hören?

Darum: hören wir den berühmten
Walzer in cis-Moll op. 64 Nr. 2, gespielt von Artur Rubinstein, einem der großartigsten Chopin-Interpreten des 20. Jahrhunderts:



Als drittes Beispiel für die göttliche Kunst Frédéric Chopins habe ich den langsamen Satz aus seinem
Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll op. 11 ausgewählt. Die Passage in H-Dur bei 1'45'' gehört für mich zu den schönsten der gesamten Klavierliteratur. Wunderbarer Interpret des Konzerts ist Dinu Lipatti, über den ich in einem anderen Blogbeitrag bereits geschrieben habe.



Frédéric Chopin war übrigens ein frommer Katholik. Franz Liszt, der mit ihm befreundet war, sagte dass Chopin ein „Mann des Gebets“ war. Obwohl er stark im Katholizismus verwurzelt gewesen sei, habe er nie offen über dieses Thema gesprochen. Wer mehr über den Glauben von Chopin (und anderen großen Komponisten) wissen möchte, dem sei das Buch „
The Spiritual Lives of the Great Composers“ wärmstens empfohlen. Auf Google Books kann man darin stöbern.


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Todestag des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll

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Empfehlung zum 110. Todestag des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll:

„Die gotischen Räume der französischen Kathedralen wusste er mit romantischen Klängen zu füllen: Der aus dem südfranzösischen Montpellier stammende Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll. Als er heute vor 110 Jahren in Paris starb, hatte er die französische romantische Orgel als Typ etabliert und seine Instrumente nach Spanien, den Niederlanden, England, Russland und Brasilien exportiert. Die gesamte sinfonische französische Orgelmusik von Komponisten wie César Franck, Charles-Marie Widor oder Louis Vierne ist ohne die Instrumente von Cavaillé-Coll nicht denkbar.“ © WDR 2009

Aus den
WDR Zeitzeichen.


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Zum 101. Geburtstag von David Oistrach…

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…möchte ich zu später Stunde noch eine wundervolle Aufnahme dieses Ausnahmekünstlers posten. Schwer bei den vielen herrlichen Videos, die sich von David Oistrach auf YouTube finden, ein Stück auszuwählen. Ich habe mich für den wunderschönen zweiten Satz aus dem Doppelkonzert BWV 1043 in d-moll von Johann Sebastian Bach entschieden, den er hier kongenial mit Yehudi Menuhin interpretiert. Menuhin durfte ich als Kind noch live erleben, als er in Straßburg ein Jugendorchester mit Beethoven-Symphonien dirigierte. Nach dem Konzert bekam ich in der Loge von dem kleinen großen Mann (ich schätze, dass er nicht größer als 1,55 war) sogar ein Autogramm. Oistrach starb noch vor meiner Geburt. Wie gerne hätte ich diesen Mann live spielen gehört!




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Abendsegen

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Eine Musik, bei der mir immer wieder wohltuende Schauer über den Rücken krabbeln, ist die Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Eigentlich wollte ich vorgestern darüber gebloggt haben, da der 27. September der (heuer 88.) Todestag dieses wunderbaren Komponisten ist. Doch auch heute scheint mir ein guter Anlass zu sein, feiern wir doch das Fest der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Und am 2. Oktober, also am kommenden Freitag ehrt die Kirche unsere heiligen Schutzengel.

Heute Vormittag habe ich ein liebevoll gemachtes Musikvideo auf YouTube gefunden, in dem der berühmte „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ mit hübschen Schutzengelbildchen unterlegt wurde:



Musikalisch besser gefällt mir die Klassiker-Version mit Elisabeth Schwarzkopf und Elisabeth Grümmer unter Herbert von Karajan:



Ebenfalls schön interpretiert, je nach Geschmack jedoch vielleicht etwas zu kitschig aufgezogen, ist die Weihnachtskonzertfassung von Renée Fleming, in der die Altstimme von mehreren Sängerknaben gesungen wird:



Besonders reizend ist freilich diese Version mit zwei kleinen Jungs als Solisten. Zu was Kinder alles fähig sind, wenn man sie fördert! Gut, der Schluss ist etwas schrill, aber das wird jeder den kleinen Wonneproppen nachsehen, hoffe ich. :)



Anhören solltet ihr euch auf jeden Fall auch die fantastische Ouvertüre zur Oper:



Und zu guter Letzt noch das Gebet zum Mitbeten (sollte es noch nicht bekannt sein):

Abends wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füssen,
Zwei die mich decken,
Zwei die mich wecken,
Zwei die mich weisen
In das himmlische Paradeischen.

Eine gesegnete Nacht!


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Maria Himmelfahrt mit Heinrich Biber

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Am 12. August, also vor drei Tagen, war der 365. Geburtstag von Heinrich Ignaz Franz Biber. In Ars bin ich nicht mehr dazu gekommen, über Biber zu bloggen, obwohl ich es mir eigentlich fest vorgenommen hatte. Doch auch heute bietet sich eine wunderbare Gelegenheit, die Musik dieses großen Komponisten kurz vorzustellen.

Eines seiner Hauptwerke sind die so genannten „
Rosenkranz-Sonaten“ (oder auch „Mysterien-Sonaten“) für Violine. Jedes der 15 Rosenkranzgeheimnisse wird durch eine mehrsätzige Sonate musikalisch betrachtet. So möchte ich am heutigen Hochfest „Maria Himmelfahrt“ (lesenswerte Einführungen gibt es u.a. bei Elsa, Stefan, Andreas und natürlich auf kath.net) einen Auszug aus der 14. Sonate hier einbetten. Diese Musik kann uns helfen, tiefer in die strahlende Freude des heutigen Tages einzudringen und unser Herz durch Maria zu Gott emporzuheben.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und von tiefer Freude erfülltes Fest!




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Zum Geburtstag von Hans Rott

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Heute vor 151 Jahren wurde eine tragische Figur der Musikgeschichte geboren: Hans Rott. Sein Werk ist sehr spärlich und bruchstückhaft, doch eine Komposition hat es (einigermaßen) in den Konzertbetrieb geschafft: Rotts wunderbare Symphonie Nr. 1 in E-Dur, die er als junger Mann um die 20 komponierte. Zu Lebzeiten war ihm kein Erfolg beschieden, seine visionäre Musik wurde nicht verstanden. Gustav Mahler, der ihn Gott sei Dank um viele Jahre überlebte, schätzte sein Werk allerdings sehr und nannte ihn gar den „Begründer der neuen Symphonie, wie ich sie verstehe.“ Ja, man hört neben Wagner auch Mahler aus Rotts faszinierender Musik heraus, die dennoch einen ganz eigenständigen Stil besitzt. Dass Rott nicht mehr Musik hinterlassen hat, liegt neben der Kürze seines Lebens auch an einer schweren psychischen Krankheit, unter der er litt. Hans Rott wurde keine 26 Jahre alt, seine letzten drei Lebensjahre verbrachte er in der Irrenanstalt.

Sein Lebensende war, um es gelinde auszudrücken, traurig:

„1876 bis 1878 hatte Rott eine Organistenstelle an der Piaristenkirche in Wien, widmete sich dann - neben Privatstunden - ganz der Komposition, vor allem seiner Sinfonie in E-Dur. Dieses Hauptwerk wurde jedoch von Johannes Brahms negativ beurteilt und eine Aufführung von dem interessierten Dirigenten Hans Richter aus Zeitgründen zurückgestellt. Als auch ein Antrag auf Gewährung eines staatlichen Stipendiums abgelehnt wurde, verließ Rott 1880 Wien, um eine Stelle als Chorleiter in Mulhouse anzutreten. Bei der Abreise dorthin manifestierte sich seine schwere psychische Krankheit – seinerzeit als „halluzinatorischer Irrsinn und Verfolgungswahn” bezeichnet. Der Abschied von Wien bedeutete offenbar eine derart schwere Belastung, dass es im Zug zur persönlichen Katastrophe kam. Rott bedrohte einen Mitreisenden mit dem Revolver, als der sich eine Zigarre anzünden wollte, weil Brahms den Zug mit Dynamit habe füllen lassen. Rott wurde nach Wien zurückgebracht und dort zunächst in die Psychiatrische Klinik, 1881 in die Niederösterreichische Landes-Irrenanstalt eingewiesen. Den Rest seines kurzen Lebens verbrachte er dort, empfing Besuche seiner Freunde, komponierte noch fallweise, vernichtete aber auch viele seiner Werke. Er verstarb 1884 an Tuberkulose.“ (
Wikipedia)





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Zum Todestag von Vivaldi und Bach

Sowohl Johann Sebastian Bach (1685-1750) als auch Antonio Vivaldi (1678-1741) sind am 28. Juli gestorben. Grund genug, um auf eine wichtige Beziehung (außer dem gemeinsamen Todestag) hinzuweisen: beide Komponisten kannten sich zwar nicht persönlich, jedoch hat J.S. Bach Vivaldis Werke so hoch geschätzt, dass er fast ein Dutzend von dessen Solo-Konzerten während seiner Weimarer Zeit (1708-1717) für andere Besetzungen umgeschrieben hat.

Hier ein schönes Beispiel. Das Original von Antonio Vivaldi (Estro Armonico op. 3 Nr. 10, Konzert für 4 Violinen, erster Satz):



Und nun die Transkription von Johann Sebastian Bach (Konzert für 4 Cembali BWV 1065, erster Satz):





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Joaquín Rodrigo zum zehnten Todestag

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Heute vor zehn Jahren auf den Tag genau verstarb der große spanische Komponist Joaquín Rodrigo (1901-1999). Ich habe mich immer gefragt, wie er trotz seiner Erblindung im dritten Lebensjahr in der Lage war, zu komponieren. Über Google habe ich herausgefunden, dass Rodrigo seine Werke einem Assistenten Stimme für Stimme diktierte und ggf. auf dem Klavier vorspielte. Ich finde das höchst erstaunlich, gehört für mich beim Komponieren komplexerer Werke doch auch der Sehsinn unabdingbar dazu, um den Überblick über die verschiedenen Stimmen zu behalten.

Aufgrund der enormen Popularität des 2. Satzes seines „
Concierto de Aranjuez“ (wer nicht weiß, welche Musik das ist, bitte unbedingt anklicken), werden bis heute seine anderen Werke immer noch sehr vernachlässigt. Auf der offiziellen Seite der Rodrigo-Stiftung kann man mehr über den Komponisten und sein Werk erfahren.

Zum Tagesausklang möchte ich ein etwas unbekannteres, aber in seiner Schlichtheit berührendes Stück von Rodrigo hier posten: den 2. Satz aus der „Fantasía para un gentilhombre“ für Gitarre und Kammerorchester mit dem Titel „Españoleta y Fanfare de la Caballería de Nápoles (Adagio - Allegretto molto ritmico)“. Gute Nacht!




(Bild von der Seite der Rodrigo-Stiftung)


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