Musikalisches Gebet
MusicMonday: Night Prayers op. 79
Night Prayer I
Night Prayer II
Night Prayer III
Bibelleseplan 2010 und andere Pläne

Den neuen Versuch will ich mit einem etwas kleineren Vorsatz angehen, um dieses Jahr nicht wieder an einem zu hoch gesteckten Ziel kläglich zu scheitern: anstatt der ganzen Bibel nehme ich mir heuer nur das Neue Testament vor.
Hast du einen ähnlichen Vorsatz für 2010 gefasst, kann dir die Seite Bibelleseplan.ch gute Dienste leisten. Hier kann man individuelle Lesepläne zusammenstellen und sie u.a. als PDF ausdrucken oder sich Erinnerungen per Email zustellen lassen.
Ein zweiter Tipp ist die Seite von YouVersion. Dort hat man gut 20 verschiedene Lesepläne zur Auswahl. Für Smartphone-Besitzer gibt es auch Mobilanwendungen wie z.B. das kostenlose iPhone-Programm Holy Bible.
Fürs weitere Studium der Bibel ist die Online-Bibel Bibleserver.com mit zahlreichen Übersetzungen sehr zu empfehlen.
Eine paar andere persönliche Vorsätze und Ziele habe ich natürlich auch niedergeschrieben und bitte dich, verehrter Leser, um ein kleines Stoßgebet, dass davon auch manches gelingen möge. Unter anderem steht für mich die Aufnahme meines ersten Albums mit ausschließlich eigenen Werken an, ein Projekt, auf das ich mich sehr freue und von dem ich seit vielen Jahren träume.
Ich wünsche dir, lieber Leser meines Blogs, ein gesegnetes, gesundes und glückliches neues Jahr 2010! Möge es für uns alle unter dem Schutz unserer himmlischen Mutter Maria stehen und uns Jesus ein Stück weit näher bringen.
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Pärts O-Antiphonen

Ich kann mich dem Bann dieser schlichten und doch so großartigen Musik nie entziehen und werde bei jedem Hören aufs neue von Pärts eindringlicher Musiksprache ergriffen. Arvo Pärt hat die Gabe des Wesentlichen in der Musik errungen. Errungen, ja, denn in den Schoß ist sie ihm nicht gefallen, wenn man seine Biografie liest: Pärt hat sich wie die meisten Komponisten seiner Generation der seriellen Avantgarde angeschlossen, um schließlich festzustellen, dass dieser Weg bereits am Ende der Sackgasse angelangt war. Nach dem Eintritt in die russisch-orthodoxe Kirche und mehreren Jahren des Schweigens erwuchs in ihm ein neuer, sehr einfacher, aber höchst konzentrierter Stil, den er als „Tintinnabuli“ bezeichnete, und der seine Werke so unverkennbar macht.
(Zitat Wikipedia)„Tintinnabuli“ (lat.) bedeutet Glöckchen. Gemeint ist das „Klingeln“ des Dreiklangs, dessen drei Töne das ganze Stück über mittönen. Das Ziel dieses Stils ist eine Reduktion des Klangmaterials auf das absolut Wesentliche.
Aber schauen wir weiter als auf die Person des Komponisten, nämlich auf die Botschaft seiner Kompositionen. Im Kern von Pärts Schaffen steht das Evangelium, die Frohe Botschaft unseres Erlösers Jesus Christus, der in den O-Antiphonen vielfältig umschrieben wird. So lautet der Text der heutigen Antiphon (20.12.):
O Schlüssel Davids,
Zepter des Hauses Israel,
du öffnest und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes.
Kanon zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis

Ich möchte auch auf die schöne Novene zur Wunderbaren Medaille aufmerksam machen (Link zur Novene).
Sehr schöne, aber gleichzeitig preisgünstige Wunderbare Medaillen kann man beim Fe-Medienverlag erwerben.
O Maria, ohne Sünde empfangen,
bitte für uns, die wir zur dir unsere Zuflucht nehmen!
Abt Karl Braunstorfer

P. Prof. DDr. Alkuin Schachenmayr OCist, der Postulator für das Seligsprechungsverfahren von Abt Karl, hielt vor einer Woche in Bochum-Stiepel einen wunderbaren Vortrag über diese leuchtende Gestalt des Zisterzienserordens. Kaum einer hat sich wohl so intensiv mit Abt Karl beschäftigt wie P. Alkuin, dessen Blog zur Cistercienserforschung ich an dieser Stelle auch wärmstens empfehlen möchte. Der Vortrag ist nicht nur höchst informativ, sondern spannend gehalten, mit manch lustigen, aber auch vielen bewegenden Exkursen. Den Vortrag kann man sich auf der Podcast-Seite des Klosters Stiepel anhören oder gleich unter diesem Link downloaden (mit Rechtsklick).
Wir sind herzlich dazu eingeladen, den Diener Gottes Abt Karl Braunstorfer als Fürsprecher im Himmel anrufen. P. Alkuin berichtet in seinem Vortrag auch von vielen Gebetserhörungen. Diese mögen bitte an ihn weitergeleitet werden!
GEBET
Gott, allmächtiger Vater, das Geheimnis des Kreuzes ist unsere Kraft, denn durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, wurde der Baum des Paradieses zum Baum des Heiles, indem du durch den Tod deines Sohnes am Kreuz die ganze Welt erlöst hast.
Dein Diener Abt Karl Braunstorfer hat sein Leben unter dieses Geheimnis des Kreuzes gestellt. Er wollte in seinem Leben und seinem Dienst nichts anderes sein, als ein Freund, ein Diener und Bote des Kreuzes. Ich bitte Dich: Lass auch mich Freund, Diener und Bote des Kreuzes sein, bereit, mein ganzes Leben unter dieses Geheimnis zu stellen.
Du kennst die Kreuze, die mich belasten, du allein kennst alle meine Anliegen... in denen ich auf die Fürsprache von Abt Karl dich um Erhörung bitte.
Gewähre, Herr, dass dein Heiliges Kreuz mir in diesem Leben Trost und Zuversicht, Kraft und Stärke, Freude und Hoffnung gebe, damit ich dieses Kreuz in der Ewigkeit schauen darf als leuchtendes Zeichen des Sieges. Amen.
MusicMonday: Das Leben

Das Musikstück im Video ist eine einfache Komposition namens „Le Petit Prince op. 6“, inspiriert durch die gleichnamige Erzählung von Saint-Exupéry. Anschließend erklingt aus den mehrfach hier vorgestellten Eichendorff-Liedern op. 3 (Wünschelrute & Abendständchen) das „Kirchenlied“ (ein marianisches Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff), aus dem ich später ein Chorfassung mit dem Text des „Ave Maria“ erstellt habe. Da es nicht ganz ins Video passt, könnt ihr euch weiter unterhalb des Videos beide Versionen vollständig anhören.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle UN-Petition des Catholic Family & Human Rights Institute aufmerksam machen, so wie auf das unterstützenswerte Projekt 1000+.
Kirchenlied (Ave Maria) - Klavierfassung:
XII. Kirchenlied (aus „Eichendorff-Lieder op. 3“) by davidianni
Ave Maria - Chorfassung:
Ave Maria op. 48 by davidianni
Es singt der luxemburgische Chor „Madrigal de Luxembourg“ unter der Leitung von Carlo Hommel.
Schlussgebet der Enzyklika Evangelium vitæ von Papst Johannes Paul II.
O Maria,
Morgenröte der neuen Welt,
Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
o Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl
von Kindern, denen verwehrt wird,
geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen,
die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken,
die aus Gleichgültigkeit
oder angeblichem Mitleid getötet wurden.
Bewirke, daß alle,
die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit
mit Freimut und Liebe
das Evangelium vom Leben verkünden können.
Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen
als je neues Geschenk
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg
in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer
zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen
guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe
zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes,
des Schöpfers und Freundes des Lebens.
MusicMonday: Ballade Nr. 3 op. 78

Die dritte Ballade ist Liebeslied und Gebet zugleich. Ich komponierte sie im Mai 2005 für meine Angebetete, die jedoch immer noch Klosterpläne hegte (s. Love Story 2) und mir recht wenig Grund zur Hoffnung gab. Zur gleichen Zeit hatte die Lebensschutzorganisation Jugend für das Leben mich gebeten, ein Benefizkonzert in Wien zu spielen. Dieser Bitte bin ich wegen der unterstützenswerten Sache natürlich gerne nachgekommen. Ich freute mich jedoch auch besonders, dass Martina im Publikum sitzen würde, denn ich wollte hier meine neueste Komposition uraufführen und sie damit überraschen und davon überzeugen, dass ich „die richtige Wahl“ für sie sei. Nach dem Konzert zerplatzten erst einmal all meine Hoffnungen, so leicht war Martina nicht umzustimmen. Da half auch die schönste Musik nichts. Oder doch? Ich denke, die Wirkung zeigte sich dann doch wohl langfristig, schließlich heirateten wir anderthalb Jahre später…
Die Aufnahme des Stückes stammt vom Benefizkonzert (30. Mai 2005) und ist leider nicht von bester Qualität. Auch der Flügel war nicht in guter Verfassung. Doch authentisch ist die Aufnahme auf jeden Fall. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, mit wieviel Herzblut ich das Stück in jenem Konzert spielte!
Die Musik
Das Hauptthema wird aus zwei Noten abgeleitet: B-G. Der kleine Terzsprung ist hier allerdings mehr als ein Kuckucksruf. Von ihren österreichischen Freunden wurde Martina „BG“ – Abkürzung für „Bayern Girl“ – gerufen, freilich auf englisch ausgesprochen. „O“, dachte sich der Verliebte, „das ist ein Motiv!“, und machte sich an die Arbeit:
Ballade Nr. 3 op. 78 by davidianni
Abschnitt I. Nachdem das Thema erklungen ist, wird es von der linken Hand gespielt, während die rechte ein neues Motiv im Kontrapunkt dazu spielt (0'20''). Dieses Motiv könnten wir als „Josefsthema“ bezeichnen, da es als Anrufung an den hl. Josef gedacht ist. (Anm.: alle Themen der dritten Ballade basieren auf Worten, Gebeten oder Liebeserklärungen. Natürlich sollen nicht alle hier offenbart werden, da sie allein der Widmungsträgerin zugeeignet sind.) Das schöne Thema wird weitergesponnen und in immer neuen Varianten gespielt, mal sehnsuchtsvoll und zurückhaltend, dann leidenschaftlich und fordernd. Bei 2'12'' wird der hl. Josef wieder um seine Fürsprache gebeten. Es kommt zu einer ersten Gebetserhörung: das Thema erscheint über den fließenden, absteigenden Noten der linken Hand sanftmütiger als zuvor (2'45'') und leitet über in ein neues Thema, das den zweiten Abschnitt der Komposition einläutet.
Abschnitt II. Es ist das „Hochzeitsthema“, denn es basiert auf einem wunderbaren Hochzeitsgedicht einer befreundeten Dichterin (ja, ich habe alle Mittel in dieser Komposition angewendet, um meiner Vision Ausdruck zu verleihen!). In der linken Hand werden immer wieder Abwandlungen des BG-Motivs gespielt. Etwas später, bei 4'40'', erreicht das Stück einen emotionalen Höhepunkt: die linke Hand spielt in vollen Akkorden ein neues Thema, und zwar ein Gebet an die Heilige Familie („Jesus, Maria, Josef, erleuchtet uns, helfet uns, rettet uns“). In der rechten Hand erklingt gleichzeitig das jubilierende Hochzeitsthema, das in Oktavläufen zum Josefsthema überleitet, das nun das Gebet an die Heilige Familie umspielt (5'04''). Die Emotionen legen sich nach und nach wieder, Besinnung kehrt ein. Ein weiteres Thema gesellt sich hinzu: das „Ave Maria“ der Missa Amicorum, das vertrauensvoll im Diskant angestimmt wird (5'37''). Während das Ave Maria andächtig gebetet wird, erscheinen in der Mittelstimme Fragmente aller bisher erklungenen Themen. In der Unterstimme kann man verhaltene „BG“-Rufe hören.
Abschnitt III. In dieser entrückten Stimmung kehrt bei 7'30'' das Hauptthema in seiner ursprünglichen Form zurück und der dritte, abschließende Teil wird eingeleitet. Mit einem Melodiefragment des Hochzeitsthemas steigt die Musik in die Höhe auf einen lichten D-Dur-Akkord (8'20''). Von dort erklingt der BG-Ruf wehmütig hinunter. Auch eine getrübte Version des „Ave Maria“ wird kurz angestimmt (8'37''). Das Josefsthema kippt die Stimmung, reißt uns aus diesem Anflug von Melancholie heraus (8'53'') und führt uns in eine entfernte Tonart, in der das BG-Motiv unzählige Male im Kanon ertönt (9'08''). In den Schlusstakten (ab 9'29'') erscheinen das „Ave Maria“ (links) und das Gebet an die Heilige Familie (rechts) ein letztes Mal und führen friedvoll zu den beiden Schlussakkorden.
Hier geht's zur ersten Ballade und zur zweiten Ballade.
Antonios Abendgebet

Jeden Abend entwickelt sich das Beten zu einem kleinen Abenteuer, auf das Antonio und natürlich auch sein Papa sich freuen. Beispielsweise hat Antonio an diesem Abend großen Spaß mit dem ersten Vers, „bevor ich mich zur Ruh begeb“, das ihn – so vermute ich wenigstens – klanglich an den „Gruben“ aus „Hoppe Reiter“ erinnert. Etwas später jammert er ein wenig über seine verstopfte Nase, um sich aber umgehend wieder ganz auf das Ritual einzulassen, das ihn Abends immer (meistens…) ganz friedlich werden lässt. Etwas später reißt ihn plötzlich ein Heißhunger aus dem Gebet. Doch auch den vergisst er schnell wieder. Nach dem „Amen“ wird eine kurze Geschichte erzählt oder wir kucken hüpfende Schafe auf dem iPod. Noch ein bisschen kuscheln, und schon hat der Schlaf das müde Kindlein eingeholt…
Antonios Abendgebet by davidianni
Abendsegen

Heute Vormittag habe ich ein liebevoll gemachtes Musikvideo auf YouTube gefunden, in dem der berühmte „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ mit hübschen Schutzengelbildchen unterlegt wurde:
Musikalisch besser gefällt mir die Klassiker-Version mit Elisabeth Schwarzkopf und Elisabeth Grümmer unter Herbert von Karajan:
Ebenfalls schön interpretiert, je nach Geschmack jedoch vielleicht etwas zu kitschig aufgezogen, ist die Weihnachtskonzertfassung von Renée Fleming, in der die Altstimme von mehreren Sängerknaben gesungen wird:
Besonders reizend ist freilich diese Version mit zwei kleinen Jungs als Solisten. Zu was Kinder alles fähig sind, wenn man sie fördert! Gut, der Schluss ist etwas schrill, aber das wird jeder den kleinen Wonneproppen nachsehen, hoffe ich. :)
Anhören solltet ihr euch auf jeden Fall auch die fantastische Ouvertüre zur Oper:
Und zu guter Letzt noch das Gebet zum Mitbeten (sollte es noch nicht bekannt sein):
Abends wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füssen,
Zwei die mich decken,
Zwei die mich wecken,
Zwei die mich weisen
In das himmlische Paradeischen.
Eine gesegnete Nacht!
Für die Priester

O Jesus, ewiger Hoherpriester, bewahre Deine Priester im Schutze Deines heiligen Herzens, wo ihnen niemand schaden kann. Bewahre ihre gesalbten Hände unbefleckt, die täglich Deinen heiligen Leib berühren. Bewahre rein die Lippen, die gerötet sind von Deinem kostbaren Blute. Bewahre ihr Herz rein und unirdisch, das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen Deines glorreichen Priestertums. Lass sie wachsen in der Liebe und Treue zu Dir und schütze sie vor der Ansteckung der Welt. Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen. Segne ihre Arbeiten mit reichlicher Frucht und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens.
In einer Woche, am 19. Juni, dem Herz-Jesu-Fest und dem Weltgebetstag zur Heiligung der Priester, wird Papst Benedikt XVI. das „Jahr des Priesters“ ausrufen. Kardinal Cláudio Hummes, Präfekt der Kongregation für den Klerus, hat ein schönes Schreiben veröffentlicht, in dem er hofft, dass es „ein Jahr voller Initiativen“ werden solle, „ein positives Jahr, in dem die Kirche vor allem den Priestern, aber auch allen Christen und – mithilfe der Massenmedien – der ganzen Welt sagen möchte, dass sie auf ihre Priester stolz ist, dass sie sie liebt, hochschätzt, bewundert und mit Dankbarkeit ihrem pastoralen Wirken und ihrem Lebenszeugnis Anerkennung entgegenbringt.“ Es soll „ein Jahr des Gebets sein, des Gebets der Priester selbst, des Gebets mit den Priestern und für die Priester, ein Jahr der Erneuerung im Hinblick auf die Spiritualität des Priestertums und im Hinblick auf jeden einzelnen Priester selbst.“
Unsere Priester haben in unserer Zeit kein leichtes Los. Ihre Schäflein laufen in Scharen davon und tauchen nie wieder in ihren Kirchen auf. Die übrig Gebliebenen machen es ihnen auch nicht leicht: der Katechismus ist nicht mehr so bekannt wie ehemals, aber vieles weiß der aufgeklärte Christ trotzdem besser: er braucht nicht mehr jeden Sonntag zu Messe, muss nicht mehr zur Beichte, hat mit der Morallehre der Kirche nichts am Hut, weil sie ja längst überholt ist…
Manchmal kommen Priester sich wohl auch ausgenutzt vor: wenn z.B. plötzlich ein junges Brautpaar vor der Tür steht, das in der Kirche heiraten möchte, sich sonst jedoch nie in einem Gotteshaus blicken lässt; wenn Eltern eine prunkvolle Kommunionfeier haben möchten, aber nicht bereit sind, mit ihren Kindern jeden Sonntag den Gottesdienst zu besuchen; wenn kreative Mütter bei der Gestaltung einer Kindermesse mitreden wollen, aber von Liturgie keine Ahnung haben, weil sie fast nie zur Messe gehen…
Ihr Beruf, der ja weit mehr ist als ein Beruf - ihre Berufung zum Dienst an Gott und am Menschen also, zu der sie ihr „Ja“ ausgesprochen haben, wird vom Volk weniger geschätzt als je zuvor. Viele meinen, dass sie die Gnaden, die dem Priester kraft der Priesterweihe zu eigen sind, nicht mehr brauchen, oder mehr noch, dass diese Gnaden überhaupt nicht existieren. Machen sich lustig über den Zölibat, ohne deren Sinn erfasst zu haben und die Größe, die ein Mensch braucht, um sich für diesen Weg zu entscheiden. Greifen sie an mit Vorwürfen, die die Medien und ihr Umfeld ihnen eingetrichtert haben, mit Vorwürfen, die zwar oft haltlos, aber dennoch so schwer zu widerlegen sind, weil die Wahrheit sich nicht so einfach beweisen lässt und im Gegensatz zur lärmenden Angriffslust der Welt in leisen Tönen redet, die nur ein offenes Ohr und ein offenes Herz wahrnehmen können.
Lieben also wenigstens wir Katholiken unsere Priester, wie es ihnen gebührt und schätzen wir die Opfer, die sie täglich zum Wohl der Kirche und zum Wohl der Menschen bringen. Versichern wir ihnen unsere Gebete und seien wir dankbar für ihren unschätzbaren Dienst an der Menschheit!
Gebete um Erhalt der kirchlichen Einheit

Hier die Gebete, die man täglich um Erhalt der kirchlichen Einheit beten kann:
Gebet für den Heiligen Vater
Laßt uns beten für unseren Papst Benedikt XVI. Der Herr erhalte ihn und stärke ihn und mache ihn glücklich auf Erden und übergebe ihn nicht in die Hände seiner Feinde! Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria…
Gebet für unseren Bischof
Lasset uns beten für unseren Bischof, N. Er möge in Deiner Kraft, o Herr, Deine Herde weiden. Herr Jesus Christus, Du Hirte und Haupt Deiner Kirche, wir bitten Dich, steh unserem Oberhirten mit der Kraft Deines Segens bei, daß er an uns Deine Stelle vertritt, uns entflammt durch seinen Eifer, uns beschämt durch seinen Wandel, uns trägt durch seine Liebe, uns stärkt durch seine Geduld, uns segnet durch seine Gebete, uns weidet durch seine Lehre und uns reinigt und läutert zu Deinem heiligen Volke und zum unbefleckten Gottesdienst im Geist und in der Wahrheit. Der Du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in der Ewigkeit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. (Bischof J. M. Sailer)
Maria, Schutzherrin der Kirche
Maria, du mächtige Jungfrau, du bist die hohe, ruhmvolle Schützerin der Kirche, die wunderbare Hilfe der Christen. Du bist furchtbar wie ein zum Kampf gerüstetes Kriegsheer. Du allein hast alle Irrlehren auf der ganzen Welt vernichtet. In unseren Nöten, unseren Kämpfen, unseren Bedrängnissen schütze uns wider den Feind, und in der Stunde unseres Todes nimm unsere Seele auf in den Himmel! Amen. (Hl. Don Bosco)
Katholische iPhone-Programme
1. Holy Rosary Audio

2. Bibel

3. iBreviary

4. H2onews

5. Catholic Calendar

Antonio mit Mönch

Kleines Weihegebet:
O meine Gebieterin, o meine Mutter.
Dir bringe ich mich ganz dar;
und um dir meine Hingabe zu bezeigen,
weihe ich dir heute meine Augen,
meine Ohren, meinen Mund, mein Herz,
mich selber ganz und gar.
Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich,
als dein Gut und Eigentum.
Amen.
Mein zweiter Vatertag


Unser Gute-Nacht-Gebet:
Bevor ich mich zur Ruh begeb,
zu dir, o Gott, mein Herz ich heb'
und sage Dank für jede Gab',
die ich von dir empfangen hab.

Und hab ich heut missfallen dir,
so bitt ich dich, verzeih es mir.
Dann schließ ich froh die Augen zu;
es wacht ein Engel, wenn ich ruh.
Maria, liebste Mutter mein,
o lass mich dir empfohlen sein.
Dein Kreuz, o Jesus, schütze mich
vor allem Bösen gnädiglich;
in deine Wunden schließ mich ein,
dann schlaf ich sicher, keusch und rein.
Amen.
Mit Maria auf Christus schauen

Lord, grant us peace
Die Rede des Papstes, die diesem Friedenslied voranging, sowie die dazugehörigen Mitschnitte findet man wie immer auf kath.net.
Frieden in der Welt ist möglich. Am Papst liegt es sicher nicht. Man kann unterschiedlicher Glaubensauffassung sein und sich dennoch gegenseitig in aller Tiefe respektieren. Der Heilige Vater tut dies wie kaum ein anderer. Alipius spricht mir mit seinen Worten aus dem Herzen, wenn er schreibt:
Papst Benedikt hat am ersten Tag seiner Nahost-Pilgerreise auf den Punkt gebracht, was dem Frieden in der Welt wirklich im Weg steht:„Ich bin mittlerweile felsenfest davon überzeugt, daß es auf der ganzen Welt keine einzige Menschenseele gibt, welcher der Papst etwas Übles wünscht, welche er in seinen Gebeten für die Menschheit ausklammert. Das ist seine Art, die Welt zu retten. Wissenschaftler entwickeln Medizin und hoffen, daß diese der ganzen Welt zur Verfügung gestellt wird. Der Heilige Vater wendet sich an seinen und unseren Herrn und hofft, daß alle Menschen zu IHM finden werden.“
„Der Verschiedenheit der Religionen wirft man gerne die Schuld an Hass und Zwietracht in der Welt vor. Die Gegner der Religion wollen nicht nur ihre Stimme zum Schweigen bringen, sondern sie durch ihre eigene ersetzen. Umso mehr bedarf es der Gläubigen, die ihren Prinzipien und Überzeugungen wahrhaft entsprechen. Zwar lässt sich nicht bestreiten, dass Widersprüche entstehen können aus Spannungen und Spaltungen zwischen Anhängern verschiedener religiöser Traditionen. Doch bildet die ideologische Manipulation der Religion zu politischen Zwecken den wahren Anlass für Rivalitäten und Gewalt. - Ihrer wahren Natur nach bildet Religion Einheit und Harmonie als Ausdruck ihrer Gemeinschaft zwischen den Menschen untereinander und mit Gott. Darum gilt keineswegs: ,Je weniger Religion in einer Gesellschaft, desto besser!' Dem Menschen als Geschöpf Gottes ist es aufgetragen, in schöpferischer Vernunft und im Rahmen von Glaube und Wahrheit das großartige Potenzial menschlicher Vernunft auszuschöpfen. (...) Dazu bedarf es der Freiheit der Religion. Die große Wertschätzung der Kirche für die Gestalten der Patriarchen und Propheten stellt ein unzertrennbares Band zwischen der Kirche für die Einheit der beiden Testamente dar und schenkt uns das Verlangen, alle Hindernisse der Versöhnung zwischen Christen und Juden in gegenseitiger Achtung und Zusammenarbeit im Dienste des Friedens zu überwinden, zu dem uns das Wort Gottes ruft.“
Gebetszettel

Zum ersten Mai

Irgendein Komiker - also ein Komiker von Beruf - hat erklärt, er versuche jeden Tag an seinen Gags zu schreiben, um anschließend ein großes Kreuz in seinen Wandkalender zu malen. Sein Ziel sei es, die Kette, die so im Kalender entsteht, nicht zu unterbrechen. Seine Motivationstechnik hat damals wohl ziemlich viele Leute angesprochen. Als von Natur aus faule Wesen sind wir Menschen ja immer offen für Tricks, die helfen können, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ich muss sagen, ich hab‘s mal wieder nötig.
Ein Programmierer hat eine Internetapplikation geschrieben, die uns solch einen virtuellen Kalender vorhält. Nützlich, dass der Kalender nicht an der Wand hängt sondern in meinem Mac, denn dorthin schaue ich öfter. Man kann das Widget auch ohne weiteres in einen Blog einbinden, den Code findet man ebenfalls auf der besagten Seite.
Nun… *drumroll*: ich werde das Widget einen Monat lang unterhalb dieses Artikels veröffentlichen und mich überraschen lassen, ob das mir hilft, konsequenter den Rosenkranz zu beten.
Falls jemand diese Idee blöd findet, freue ich mich sehr für ihn/sie, dass er/sie solche Tricks nicht braucht, um brav jeden Tag kiloweise Gnaden durch den Rosenkranz auf uns herabzuflehen.
Hat jemand Lust, sich an der Aktion zu beteiligen?
Ach so, wer nicht weiß, wieso man den Rosenkranz beten sollte: zwei meiner Lieblingsschriften über das Rosenkranzgebet erklären das wunderbar:
- Ludwig Maria Grignion von Montfort: Der heilige Rosenkranz
- Johannes Paul II.: Rosarium Virginis Mariæ
Auf dieser schönen Seite findet man auch eine Anleitung zum Rosenkranzgebet. Viel Freude und Segen beim Beten!
Kleine Katechese für die Kommunionkinder

Liebe Kinder!
Wir freuen uns sehr, dass ihr heute gekommen seid, um mit uns Jesus anzubeten. Ich bin sicher, dass auch Jesus selbst sehr froh ist, euch jetzt in der Kirche zu sehen.
Was wir heute tun, nämlich Jesus in Seiner leiblichen Gegenwart anbeten, ist etwas sehr Schönes und zugleich sehr Geheimnisvolles. Vielleicht verstehen wir Erwachsenen auch viel zu wenig von diesem großen und schönen Geheimnis, um es euch wirklich gut erklären zu können.
Als Jesus bereits von den Toten auferstanden war, sagte Er zu Seinen Jüngern: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20) Damit sagt Jesus nicht nur, dass Er durch den Heiligen Geist bei uns ist, sondern auch durch Seine leibliche Gegenwart.
Zu diesem Zweck stiftete Jesus die 7 Sakramente. Menschen erfinden und bauen Dinge. Manches kleine Wunder kann ein Physiker oder ein Chemiker oder ein Arzt mithilfe der Naturgesetze vollbringen. Doch die 7 Sakramente kann kein Mensch einfach „machen“. Sie sind Zeichen der göttlichen Gegenwart auf Erden, die Gott selbst uns geschenkt hat. Die 7 Sakramente sind:
- Die Taufe
- Die Kommunion
- Die Firmung
- Die Ehe
- Die Priesterweihe
- Die Beichte
- Die Krankensalbung
Sie sind eng miteinander verbunden: Der Priester wird durch das Sakrament der Priesterweihe von Gott mit der Kraft ausgestattet, das Opfer der heiligen Messe darzubringen, wo Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi gewandelt werden. Durch den Priester wiederum dürfen wir dann die heilige Kommunion empfangen. Um die heilige Kommunion empfangen zu dürfen, müssen wir unser Inneres rein halten. Hierfür hat Gott uns die heilige Beichte geschenkt.
Wer nie beichten geht, darf auch nicht zur Kommunion gehen. Leider halten sich viele Menschen nicht mehr an diese Regel und die Priester trauen sich nicht mehr, es ihnen zu sagen. Dennoch ist die Beichte die unverzichtbare Voraussetzung für den würdigen Empfang der heiligen Eucharistie (das ist ein anderes Wort für „Kommunion“). Die Fenster unserer Herzen werden durch unsere Sünden täglich ein wenig schmutziger. Eines Tages sieht man Gott dann gar nicht mehr in seinem Leben. Im Sakrament der Beichte fließt jedoch der Gnadenstrom von Gottes Barmherzigkeit und spült den ganzen Schmutz deiner Sünden hinweg, so dass dein Herz wieder ganz frei wird für Seine Gegenwart und Seine Liebe. Wenn wir regelmäßig beichten, kriegen wir von Gott ganz viel Kraft und wir werden wachsen in unserem geistigen Leben. Wir werden die heilige Kommunion viel würdiger empfangen und Gott wird stärker in unserem Leben wirksam sein können. Nehmt euch deshalb vor, oft beichten zu gehen, auch wenn die anderen es nicht tun. Die Kirche sagt, dass man mindestens einmal im Jahr beichten muss, empfiehlt jedoch den häufigeren Empfang des Bußsakramentes, z.B. einmal im Monat. Wieso? Weil man nach einem Jahr kaum noch eine gute Beichte ablegen kann, zu viel hat man dann schon wieder vergessen, zu oberflächlich wird man beichten…
Wir haben vorhin gehört, dass der Priester Brot und Wein in der heiligen Messe in Leib und Blut Jesu wandelt, oder um es genauer zu sagen: Gott tut es selbst durch den Dienst des Priesters. Nach der Messe wird immer mindestens eine geweihte Hostie - so nennt man das gewandelte Brot - im Tabernakel in der Kirche aufbewahrt. Um zu zeigen, dass Jesus gegenwärtig ist, lässt man das „ewige Licht“ brennen, auch außerhalb der Gottesdienste. Bei der Anbetung nimmt nun der Priester - und nur der Priester darf das tun - Jesus in Gestalt der Hostie aus dem Tabernakel und stellt Ihn in der Monstranz auf den Altar, damit die Gläubigen Jesus anbeten können.
Keiner von uns versteht dieses Geheimnis ganz und gar, aber durch einen Akt des Glaubens nähern wir uns ihm an. Wir können z.B. im Gebet still für uns sagen: „Jesus, ich verstehe nicht, wie Du da in diesem kleinen Brot so ganz für mich da sein kannst, aber ich glaube, dass Du da bist. Hilf Du mir beten! Heilige Maria, Muttergottes! Keiner war Jesus so nah, wie Du. Ich gebe Dir mein Herz, damit Du es für Jesus schmückst und es Ihm gibst. Amen.“
Wir wollen gleich still beten und nachdenken über das, was wir gehört haben. Alle hier in der Kirche werden ganz besonders für euch, liebe Kommunionkinder, beten, dass ihr eure Herzen weit öffnen könnt für den Empfang Seines heiligen Leibes bei eurer Erstkommunion. Zur Kommunion werdet ihr viele Geschenke bekommen. Aber das größte Geschenk wird Jesus selber sein. Die Geschenke werden eines Tages vielleicht verschwunden oder kaputt sein, aber Jesus in der Kommunion wird euch euer Leben lang begleiten und ins ewige Leben führen. Er wird bei euch sein „alle Tage bis zum Ende der Welt“.
Füreinander beten

Das Gebet füreinander stärkt die Nächstenliebe und die Gottesliebe. Beten wir für alle, die uns lieb sind, aber auch für jene, mit denen wir uns schwer tun, beten wir für die Menschen, die wir kennen, ob gut oder flüchtig, beten wir auch für jene, die wir nicht kennen. In der heiligen Messe beten wir im Schuldbekenntnis: „Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.“ Beten wir also jeden Tag für die Brüder und Schwestern, die uns so oft darum bitten - und denken auch wir dankbar daran, dass unserer täglich im Gebet der Kirche gedacht wird!
„Im Gebet verbunden“ – welch schöner Gruß! Im Gebet füreinander folgen wir dem Aufruf des Apostels Paulus, der uns im Galaterbrief ermutigt: „Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal 6, 2) „Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.“ (Röm 12, 4-5). Suchen wir also Gott nicht nur dann auf, wenn es uns nicht gut geht und wir seine Hilfe brauchen, sondern hauptsächlich um Ihn auf die Fürsprache unserer glorreichen Mutter im Himmel um Seinen Segen für unsere Mitmenschen zu bitten.
Der katholische Musiker

Die Musik spricht eine Sprache jenseits der Worte und führt somit auch über diese hinaus. So ähnlich ist es mit dem Gebet: gedanklich oder tatsächlich gesprochene Worte, die an Gott, an Maria, an die Heiligen, die Engel oder die armen Seelen gerichtet sind, führen in eine Realität jenseits des Wahrnehmbaren, um schlussendlich in der Stille zu münden. Denn hier, und nur hier im Schweigen ruht die Fähigkeit, auch wirklich zuzuhören. Erst wenn das Herz im Gebet aufhorcht, kann der Mensch Gott ge-horchen, kann unser Gebet fruchtbar werden.
Genau so sollte es auch mit der Musik sein: zu Beginn steht die Sammlung und das zur-Ruhe-Kommen. Erst nach diesem Aus- und Einatmen (die Reihenfolge ist bewusst gewählt) darf ein Musiker, der für Gott musizieren will, seinem Instrument die ersten Töne entlocken. Und dann muss das gespielte oder gesungene Gebet tief in das eigene Ohr gelangen um im Herzen, von wo es eigentlich immer ausgehen sollte, wieder anzukommen. Natürlich setzt dies voraus, dass die dargebrachte Musik beherrscht wird und dem „musikalischen Opfer“ eine angemessene Zeit des Studiums vorausgegangen ist, damit die Hingabe beim Musizieren nicht durch technische Schwierigkeiten beeinträchtigt wird.
Also: nicht nur der Hörer, sondern besonders auch der Interpret muss zuhören, hinhorchen, sich mit jeder Pore in die Musik hinein fühlen können. Ob es sich um einen Instrumentalisten, einen Chorsänger oder einen die Präfation singenden Priester handelt, ob es um Musik im Gottesdienst, im Konzert, beim Gebetsabend oder beim Wandern geht: Höre! Nicht umsonst taucht dieses wundervolle Verb weit über vierhundertmal im Neuen Testament auf. Das höchste Gebot für das Musizieren ist nach dem Lieben - ohne Liebe keine Musik - das Wort Jesu: „Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!“ (Mk 4,23)
Mit den Heiligen zum Allerheiligsten

Die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ steht unter dem Schutz von 12 Heiligen. Diese Heiligen und überhaupt die Heiligen im allgemeinen sind Vorbilder, deren Leben wir immer wieder betrachten wollen. Sie spornen uns an, Christus und die Kirche an die erste Stelle unseres Lebens zu setzen. Das ist nicht immer einfach und gelingt auch nicht immer, aber es stellt sich doch jedes Mal heraus, dass es richtig ist, unser Schicksal ganz in die Hände dessen zu legen, der uns geschaffen hat.
Gottes Liebe ist unendlich - sie ist eigentlich mit menschlichen Maßstäben nicht zu begreifen. Davon erzählen die Heiligen durch ihr lebendiges Beispiel. Sie haben nicht gezögert, mit ihrem ganzen Leben für Gott einzustehen und seine Güte zu verkünden. Oft wurden sie für verrückt erklärt, doch in Wahrheit zeigen sie uns, dass Gottes Existenz Realität ist. Nur weil Gottes Liebe sie ergriffen hatte, konnten sie so leben, wie sie gelebt haben. Der Heiland hat sie im Himmel als mächtige Fürsprecher für uns und seine ganze Kirche eingesetzt.
Deshalb lautet auch das Motto der „Amici di Dio“: „Mit den Heiligen zum Allerheiligsten“. Das heißt, dass wir nie allein zu Gott beten und ihm entgegen gehen, sondern Ihn immer im Vertrauen auf die Unterstützung und die Fürbitte der Heiligen anbeten. Dies schützt uns vor groben Irrtümern. Uns selbst sollten wir nämlich immer misstrauen, da wir uns selbst so oft enttäuschen und schwach sind im Umsetzen unserer guten Vorsätze und wir ständig der Sünde ausgesetzt sind. Aber auf Gott und auf seine Heiligen, die uns auf dem Weg zum Himmel vorangegangen sind, dürfen wir unser ganzes Vertrauen setzen.
Papst Johannes Paul II. prägte den Leitsatz: „Werdet die Heiligen des neuen Jahrtausends!“ Damit wollte er den jungen Menschen unserer Zeit und allen Menschen zeigen, dass die Heiligkeit nicht unerreichbar ist und nur irgendwelche Leute von irgendwo heilig werden können. Die heilige Thérèse von Lisieux zeigt uns den so genannten „Kleinen Weg“, ein Weg auf dem jeder in der Heiligkeit wachsen kann: es gilt nicht, Großes zu vollbringen und durch Heldentaten in die Geschichte einzugehen, sondern im Kleinen, d.h. in den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.B. im Verrichten seiner Arbeit oder in den familiären Pflichten eine innere Haltung der Hingabe an Gott einzunehmen, was uns Gottes Willen mehr und mehr gleichförmig machen kann. Keiner wird heilig aus sich heraus. Es ist eine Gnade, um die wir innig beten müssen, denn alles Gute, jede Gnade und Gunst des Himmels kann uns nur von Gott durch die Hände Mariens zukommen. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns!
Mit Maria zum Allerheiligsten

Zahllos sind die Ermahnungen zum immerwährenden Gebet in der heiligen Schrift, in den Gedanken der Heiligen, in den Dokumenten der katholischen Kirche. Die Wahrheit, die in der Aufforderung zum häufigen, ja zum ewigen Gebet aufstrahlt, wird jeder in sich finden, der einmal erlebt hat, wie richtig das Beten sich anfühlt. In der Folge wird man wohl auch eine Regung des Gewissens wahrgenommen haben, das einem mitteilen möchte, dass das Pensum der täglichen Zwiesprache mit Gott eigentlich selten ausreichend ist.
Maria, die in jedem Anliegen helfen will - sofern es nicht gegen Gottes Gebote gerichtet ist - wird uns auch helfen, unsere Beharrlichkeit im Gebet zu stärken. Fortschritte im geistlichen Leben und die Freundschaft Gottes erlangt nur, wer ausdauernd im Gebet ist, in guten wie in schlechten Tagen. Deshalb kann der Marienmonat Mai ein willkommener Anlass sein, Empfindungen der Liebe zur Muttergottes im Herzen zu wecken und sich oft im Gebet an sie zu wenden, damit sie uns zu ausharrenden Betern formt. Sie wird unser Beten und unser Rufen derart verstärken, dass es direkt in Gottes Herz dringt. Denn kein Mensch hat Jesus inniger geliebt und ist ihm näher gestanden als seine leibliche Mutter, die heilige Jungfrau Maria. Es ist bekannt, dass sie aus eben diesem Grund die mächtigste Fürsprecherin im Himmel ist, die wir bei Gott haben.
Wer sich Gott mit Maria nähert, wird schneller ankommen. Mögen wir deshalb Gott so häufig wie möglich in der heiligen Eucharistie begegnen, und zwar immer mit Maria an der Hand, sowohl in der heiligen Messe als auch in der eucharistischen Anbetung. Übergib deine Sorgen und Anliegen dem Herrn im Allerheiligsten Sakrament und bete Jesus mit Maria an. „Lobe den Herrn und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (vgl. Ps 103,2). Werde ein Freund Gottes!
Die Waffe des Christen

Seit Jahrhunderten erfreut sich das Rosenkranzgebet großer Beliebtheit unter den Katholiken. Das Jahr des Rosenkranzes, das Papst Johannes Paul II., ein großer Marienverehrer, für 2003 ausgerufen hat, setzte neue Impulse im Leben vieler Gläubigen. Die „lichtreichen“ Geheimnisse wurden den bisherigen drei Rosenkränzen - „freudenreich“, „schmerzreich“ und „glorreich“ - hinzugefügt und ergänzten das Rosenkranzgebet um 5 weitere Betrachtungen aus dem Leben des Heilands.
Der Papst strich in seinem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariæ“ besonders die Notwendigkeit des Gebetes innerhalb der Familie hervor, die „durch zersetzende Kräfte auf ideologischem oder praktischem Niveau bedroht ist“ (Nr. 6). „Die Wiederbelebung des Rosenkranzes in den christlichen Familien“ stelle daher „der Familie eine wirksame Hilfe dar, um die verheerenden Auswirkungen dieser epochalen Krise einzudämmen.“
Dies klingt dramatisch. Hält man sich jedoch die ungeheuren Scheidungs- und Abtreibungsraten vor Augen, sowie die völlige Orientierungslosigkeit vieler junger Menschen, die ihrem Leben keinen tieferen Sinn mehr zu geben wissen, kann man hier durchaus das Wirken des Teufels erkennen, der „wie ein brüllender Löwe“ umhergeht „und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8). Viele Heilige haben den Menschen den Rosenkranz als mächtige Waffe gegen die Angriffe Satans empfohlen, und auch die Muttergottes selbst hat bei ihren Erscheinungen immer wieder dazu ermahnt, täglich voll Vertrauen den Rosenkranz zu beten.
Freilich, viele Christen sehen im Rosenkranz ein frömmlerisches Leiern, das nicht mehr zeitgemäß ist oder sie meinen eben einfach, er spreche sie nicht an und sei nichts für sie. Lassen wir uns nicht täuschen! Der Rosenkranz ist „ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen“ (Rosarium Virginis Mariæ Nr. 1). Der heilige Ludwig Maria Grignion de Montfort geht soweit zu sagen: „Ich weiß zwar nicht, wie und warum das so ist, gleichwohl beruht es auf Wahrheit: Ich kenne kein besseres Mittel, um zu erforschen, ob eine Person Gott angehört, als festzustellen, ob sie das Ave Maria und den Rosenkranz liebt oder nicht.“
Mit etwas Willenskraft kann jeder lernen, den Rosenkranz zu lieben. Dem einen mag das Lesen einer guten Schrift über den Rosenkranz genügen, um ihn von dessen Wert zu überzeugen, ein anderer braucht vielleicht die Erfahrung eines gut gebeteten Rosenkranzes in der Gemeinschaft oder die Empfehlung eines Freundes oder Priesters. Es gilt auf jeden Fall, unseren Vorsatz zu stärken, täglich den Rosenkranz zu beten!
Der Rosenkranzmonat Oktober bietet einen willkommenen Anlass, diesen Vorsatz in uns zu festigen und täglich neu in die Tat umzusetzen. Möge der hl. Ludwig Maria uns durch seine Fürsprache anspornen: „Ich bitte euch inständig, betet euern Rosenkranz! Dann werdet ihr auf dem Sterbebette jenen Tag und jene Stunde preisen, da ihr meinem Ruf gefolgt seid. Wenn ihr so unter dem Segen Jesu und Mariä reichlich gesäet habt, werdet ihr die ewigen Segnungen des Himmels ernten.“
