Elsas Konversionsgeschichte

Ich finde Bekehrungsgeschichten immer sehr ergreifend. Wenn nun jemand wie Barbara Wenz von Elsas Nacht(b)revier mit ihrem schriftstellerischen Können erzählt, wie sie den Weg in die katholische Kirche gefunden hat, kann das nur aufregend werden. Ich war also besonders gespannt auf ihr Glaubenszeugnis, das sie bereits im Voraus über Twitter angekündigt hatte. Die wunderbare Konversionsgeschichte wird diesen Herbst in dem Buch „Bekehrungsgeschichten“ im MM-Verlag erscheinen, wie Elsa auf ihrem Blog berichtet.
In der Septemberausgabe des Vatican-Magazins kann man sich ihre Bekehrungsgeschichte jetzt schon in einer gekürzten Fassung zu Gemüte führen. Unter dem Titel „Weil die Wahrheit kaum auszuhalten ist“ schreibt Barbara Wenz alias Elsa Laska über ihre Kindheitserfahrungen mit dem Glauben und ihren Hang zur Esoterik als junge Erwachsene. Ich vermute, dass viele Leser sich mit diesem Werdegang identifizieren können. Paul Baddes Buch über das Muschelseidetuch in Manoppello führt sie schlussendlich zum Antlitz Christi, wo sich ihr weiterer Lebensweg entscheidet.
Ohne sentimental zu werden, gelingt es ihr, zugleich nüchtern und doch gefühlvoll über ihre ersten Begegnungen mit dem katholischen Glauben zu schreiben. Sie hinterfragt, was sie nicht verstehen kann, möchte begreifen, wonach ihr Herz verlangt. Ihre Konversion ist nicht blinde Euphorie, sondern eine Entscheidung, die durch ausgiebiges Studium und Gebet vor dem Allerheiligsten getragen wird. In einer schwerelosen Sprache - gleich den zarten Farbtönen des Jesus-Bildnisses von Manoppello - schildert Elsa, was Worte nur schwer vermitteln können: wie ein Mensch von der Liebe Gottes berührt worden ist.
Gedanken über die Anbetung

Danke auch an dieser Stelle noch einmal für euern Dienst und für die wertvollen Impulse!
Ein Rendez-vous mit dem Herrn
Anbetung ist für mich die höchste – und vielleicht gerade deshalb die schwierigste – aller Gebetsformen. Wenn es stimmt, dass Gebet im Allgemeinen nicht zuerst ein Tun des Betenden ist, sondern ein Tun Gottes – sozusagen ein Rendez-vous des Herrn mit uns –, dann wird das in der Anbetung für mich am deutlichsten: Er ist da! Und Er ist da als der, der Er wirklich ist und als der Er angebetet werden will: als König der Welt, der Schöpfung, der Erlösung und der Vollendung, der sich klein macht und verschenkt wie gebrochenes Brot, um mir Sein Leben zu schenken. Er ist da – das ist alles und zugleich der Anfang und die Vollendung von allem!
(Paul Galles, Pfarrer in Esch/Alzette, Luxemburg)
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Dusche für die Seele
Anbetung ist die Dusche für meine Seele. Das warme Wasser der Gottesliebe umfließt mich, ich schaue hinauf, darf die Augen schließen, darf einfach da sein, muss nicht viel reden, darf einfach ich sein.
(Roger Ibounigg, Pfarrer in Pöllauberg/Steiermark)
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Sein Herzschlag…
‚Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe‘ (Ps 62). Beim stillen Gebet hilft mir die Szene des Evangeliums, in der Johannes im Abendmahlsaal an der Brust Jesu ruht. Christus in der hl. Eucharistie lädt mich ein, mich in die Vertrautheit seiner Freundschaft loszulassen, gleichsam seinen Herzschlag zu erlauschen. Ich muss nichts tun - er handelt an mir. Er weiß, was zu tun ist, was von Nöten ist. Ich halte still und werde still. So wird die Anbetung zum Ort tiefer Verwandlung, die Gott bewirkt, und damit zur Grundlage aller Aktivität.
(Andreas Schätzle, Priester der ED Wien und Programmdirektor von Radio Maria Österreich)
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Vorgeschmack des Himmels
In der Anbetung des allerheiligsten Sakraments begegnen wir Jesus ‚live‘. Wir blicken uns gegenseitig an, sozusagen Aug in Auge, allerdings auf der Ebene des reinen Glaubens. Was wir sehen, ist ausschließlich die demütige Gestalt der Hostie. Diese unspektakuläre, verborgene Gegenwart des Herrn hat uns so viel zu sagen; zunächst über Ihn, wer Er ist und wie Er zu uns steht; aber auch über uns, wer wir in seinem Licht sind und sein können. Die eucharistische Anbetung setzt das Wandlungsgeschehen der Messe in uns fort, indem wir durch den Herrn immer mehr in Ihn verwandelt werden nach dem Maß, mit dem wir uns treu und beständig seiner Gegenwart aussetzen.
Heute ist mir beim Betrachten der Schriftlesung aus dem Stundenbuch eine Erkenntnis geschenkt worden, die sich auf die Anbetung der Eucharistie übertragen lässt. Es handelt sich um 1 Joh 3,2: ‚Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.‘ Mit anderen Worten: Wenn wir Jesus eines Tages im Himmel schauen werden, werden wir durch diesen Anblick in Ihn verwandelt, ‚ihm ähnlich sein‘. Seine Schönheit, sein Licht, sein Wesen werden uns bei Seinem Anblick durch und durch durchdringen, so dass wir selbst ein Stück ‚Jesus‘ werden; so wie ein Mensch selbst ein Stück ‚Sonne‘ wird, wenn ihm die Sonne direkt ins Gesicht leuchtet. Die Begegnung mit Jesus im heiligen Sakrament ist ein kleiner Vorgeschmack des Himmels. In der eucharistischen Anbetung macht er uns allmählich Ihm ähnlich.
(Christoph Haider, Pfarrer in Oberhofen/Tirol)
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Versenken in das Geheimnis der Dreifaltigkeit
Warum wagen sich manche Seelen nicht an das ruhende Gebet vor dem Allerheiligsten heran; warum finden sie nicht den Weg dazu; oder lassen doch bald wieder davon ab? Tag und Nacht wartet er im Tabernakel auf mich, weil er mich bis ans Ende liebhat! Sind es nicht drei große Themen, drei weite Bezirke, drei wichtige Angelegenheíten, über welche ich zu Gott reden, mit Gott mich beraten, also vor Gott kommen darf?
Einmal ist es mein Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was alles an Sorgen, Taten, Hoffnungen, Zweifeln, Aufgaben, Ereignissen, was an Reue, Einsicht und Absicht, Planung und Ahnung, Erfolg und Enttäuschung, Irrnis und Wirrsal, Ruhe und Unruhe liegt doch im Leben eines Menschen, so auch in meinem Erdendasein? Ja, würden wir mit alledem zu Gott kommen, vor Gottes Angesicht mit ihm und uns zu Rate gehen, demütig, ehrlich und vertrauend an Gott uns wenden: - wir hätten mehr lebendiges Christentum in der Welt, und ungleich mehr Seelen würden aus einem wahrhaft innerlichen Gebet Frieden schöpfen und Kraft gewinnen, zur Heiligung.
Zum anderen das Versenken in das Geheimnis der Dreifaltigkeit, Schöpfer, Erlöser, Heiligmacher; Allmacht, Weisheit und Liebe, Kreuzweg und Gnade: - was liegt für eine Welt von Gedanken, was an Reichtum, an Größe von Wundern im Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit! Was tut sich uns doch eine Welt auf, wenn wir beginnen, darüber mit Gott zu reden?
Und noch ein großes Thema gibt es: des Menschen Verhältnis zu seiner Umwelt, zu seinem Beruf. Kann dies nicht ein würdiger und wichtiger Gegenstand des Gebets sein? Ob du Mutter, Vater bist oder Kind, ob Vorgesetzter oder Untergebener, ob Krankenschwester oder Büroangestellte, Professor oder Bauernknecht, ob Novize in einem Kloster oder Lehrling in einer Schlosserwerkstatt, ob Pflegling in einem Versorgungsheim oder Präsident eines Staates: die Erfüllung deines Berufes und dein Umgang mit dem Nächsten sind wahre Angelegenheiten einer Prüfung vor Gottes Angesicht, dem sich in Liebe verzehrenden Herrn im Tabernakel!
(Werner Wolff, Pfarrer in Eintürnenberg/Deutschland)
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Du, der Lebendinge!
Herr, ich komme zu Dir. Du bist da in diesem schlichten Brot. Ich glaube, dass Du es bist. Du, den die Welt nicht fassen kann, Du bist hier - wahrhaft, wirklich gegenwärtig. Du der Lebendige, Du der Herr. Du schaust mich an, ich schaue Dich an. Unsere Blicke treffen sich - geheimnisvoll - und doch wirklich. Dein Blick löscht Fehl und Sünde aus - so singt ein Hymnus. Ich darf hier sein: mit meiner Gebrochenheit, meiner Schwachheit, meiner Sünde. Wer zu mir kommt, sagst Du, Herr, den weise ich bestimmt nicht ab. Danke, Herr, dass ich da sein darf. Danke, dass ich nichts leisten muss, dass ich einfach vor Dir sein darf. Du kennst mich. Ich brauche Dich so sehr: Deine Hilfe, Deine heilende Berührung, Deine Befreiung, Dein Leben. Herr, nimm mich so, wie ich bin, und mach mich so, wie Du mich haben willst.
Herr, Du weißt alles, Du weißt auch, dass ich Dich liebe. Ich erfahre die eucharistische Anbetung als einen Ort, wo das Wasser aus dem Heiligtum fließt (vgl. Ez 47): überall, wo das Wasser aus dem Heiligtum hinkommt, wird alles gesund. Der Herr in der Eucharistie ist wie der Felsen, aus dem für das Volk der Israeliten damals das Wasser strömte. In beharrlichen Schritten des Glaubens wird dieser mein Glaube wie ein Stab, mit dem ich das Wasser aus dem Felsen schlage. Im Blick auf den eucharistischen Herrn erkenne ich Ihn, der auch um meinetwillen durchbohrt wurde, und ich tauche ein in den Strom, der aus seinem Herzen fließt. Oft ist es trocken und mühsam, wenn ich Ihn dort suche, und doch bricht sich auch jene Erfahrung Bahn, die ein Jakob auf seiner Flucht vor Esau machen durfte. Inmitten der Ausweglosigkeiten und unbeantworteten Fragen ist Er plötzlich da und staunend rufe ich aus: Gott ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht.
(P. Andreas Hasenburger, Missionar vom kostbaren Blut/Kufstein)
Lobpreis-Lieder

Voraussetzung für das Musizieren in der Kirche ist immer die Zurücknahme des eigenen Geltungsbedürfnisses, also die Fähigkeit, ganz im Dienst der Anbetung klein zu werden, damit Gott groß sein kann. Ist dies nicht gegeben, wird jede Form von geistlicher Musik ihrer Aufgabe nicht gerecht werden.
Heute möchte ich auf die besonders in charismatischen Gruppen weit verbreiteten Lobpreis-Lieder eingehen, die in den 70er Jahren vermehrt auftauchten und ihren Ursprung vor allem in evangelikalen Kreisen haben. Man bedient sich bei dieser Gattung der Sprache der populären Musik, die dem Lebensgefühl junger Menschen oft am nächsten liegt, um zu beten und Gott anzubeten. Ein positives Beispiel für ein Liederbuch dieser Art ist z.B. „Singe Jerusalem“, das vom „Verein zur Förderung der Katholisch-Charismatischen Erneuerung“ herausgegeben wird.
An einem Lied erkennt man schnell „wessen Geistes Kind“ es ist. Wenn ich „Neue Geistliche Lieder“ kritisch sehe, dann nicht nur wegen der Musiksprache, sondern vor allem wegen der kirchenkritischen bis -feindlichen Geisteshaltung ihrer Autoren, die soviel am kirchlichen Lehramt verändert sehen wollten und dabei der Kirche einen nicht unerheblichen Schaden zugefügt haben.
Viele der mir bekannten Lobpreis-Lieder sind durchaus in der Lage, mit ihrer Freude am Glauben und ihrer Liebe zur katholischen Kirche anzustecken und die Liturgie zu bereichern. Ihnen ist gewiss viel Gutes im Leben der Kirche der vergangenen Jahre zu verdanken. Besonders Lobpreisabende für junge Menschen sind ohne diese Form des musikalisch-betenden Ausdrucks nicht mehr denkbar. Der Lobpreis-Musik kommt vor allem in Gebetskreisen und Anbetungsstunden eine tragende Rolle zu.
Für die Liturgie selbst gelten nach wie vor die Sätze von Papst Pius X., der 1903 im Motu proprio über die Erneuerung der Kirchenmusik „Tra le sollecitudini“ schrieb:
Die Kirchenmusik muß in höchstem Maße die besonderen Eigenschaften der Liturgie besitzen, nämlich die Heiligkeit und die Güte der Form; daraus erwächst von selbst ein weiteres Merkmal, die Allgemeinheit. Diese Eigenschaften finden sich in höchstem Maße im Gregorianischen Choral, besitzt in vorzüglichem Maße auch die klassische Polyphonie. Eine Kirchenkomposition ist um so heiliger und liturgischer, je mehr sie sich in Verlauf, Eingebung und Geschmack der gregorianischen Melodik nähert; und sie ist um so weniger des Gotteshauses würdig, als sie sich von diesem höchsten Vorbild entfernt.
Sofern es also möglich ist, sollte man stets bemüht sein, diesem Ideal gerecht zu werden. Die Verbreitung von Gebetskreisen wäre sicher hilfreich: hier könnte man sich einerseits zu gemeinsamem Gebet, Lobpreis, Anbetung sowie zu Katechesen und persönlichem Austausch treffen und sich dabei auch an modernerem Liedgut erfreuen, während andererseits das Verständnis für die heilige Liturgie und die Kirchenmusik im Laufe der Zeit wachsen könnte und dadurch auch Auswirkungen auf die Feier der heiligen Messe haben würde.
Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester

Als Christen haben wir viele Möglichkeiten, Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Eine nicht zu unterschätzende ist natürlich die eucharistische Anbetung. Sehr schöne Texte und Impulse zur Anbetung findet man auf dieser Seite.
Sollte in eurer Pfarrei keine eucharistische Anbetung (mehr) stattfinden, zögert bitte nicht, euern Seelsorger danach zu fragen. In der Regel freuen Priester sich über derartige Anfragen aus der Gemeinde und werden (hoffentlich) bereitwillig Anbetungsstunden anbieten.
Die stille Anbetung des Allerheiligsten ermöglicht dem Beter, sein Herz von Jesus berühren zu lassen und bei Jesus selbst in die Schule zu gehen. Keine andere Gebetsform kann diese Praxis ersetzen. Interessierten sei auch die Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ Papst Johannes Pauls II. wärmstens empfohlen.
[via kath.net]
Kleine Katechese für die Kommunionkinder

Liebe Kinder!
Wir freuen uns sehr, dass ihr heute gekommen seid, um mit uns Jesus anzubeten. Ich bin sicher, dass auch Jesus selbst sehr froh ist, euch jetzt in der Kirche zu sehen.
Was wir heute tun, nämlich Jesus in Seiner leiblichen Gegenwart anbeten, ist etwas sehr Schönes und zugleich sehr Geheimnisvolles. Vielleicht verstehen wir Erwachsenen auch viel zu wenig von diesem großen und schönen Geheimnis, um es euch wirklich gut erklären zu können.
Als Jesus bereits von den Toten auferstanden war, sagte Er zu Seinen Jüngern: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20) Damit sagt Jesus nicht nur, dass Er durch den Heiligen Geist bei uns ist, sondern auch durch Seine leibliche Gegenwart.
Zu diesem Zweck stiftete Jesus die 7 Sakramente. Menschen erfinden und bauen Dinge. Manches kleine Wunder kann ein Physiker oder ein Chemiker oder ein Arzt mithilfe der Naturgesetze vollbringen. Doch die 7 Sakramente kann kein Mensch einfach „machen“. Sie sind Zeichen der göttlichen Gegenwart auf Erden, die Gott selbst uns geschenkt hat. Die 7 Sakramente sind:
- Die Taufe
- Die Kommunion
- Die Firmung
- Die Ehe
- Die Priesterweihe
- Die Beichte
- Die Krankensalbung
Sie sind eng miteinander verbunden: Der Priester wird durch das Sakrament der Priesterweihe von Gott mit der Kraft ausgestattet, das Opfer der heiligen Messe darzubringen, wo Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi gewandelt werden. Durch den Priester wiederum dürfen wir dann die heilige Kommunion empfangen. Um die heilige Kommunion empfangen zu dürfen, müssen wir unser Inneres rein halten. Hierfür hat Gott uns die heilige Beichte geschenkt.
Wer nie beichten geht, darf auch nicht zur Kommunion gehen. Leider halten sich viele Menschen nicht mehr an diese Regel und die Priester trauen sich nicht mehr, es ihnen zu sagen. Dennoch ist die Beichte die unverzichtbare Voraussetzung für den würdigen Empfang der heiligen Eucharistie (das ist ein anderes Wort für „Kommunion“). Die Fenster unserer Herzen werden durch unsere Sünden täglich ein wenig schmutziger. Eines Tages sieht man Gott dann gar nicht mehr in seinem Leben. Im Sakrament der Beichte fließt jedoch der Gnadenstrom von Gottes Barmherzigkeit und spült den ganzen Schmutz deiner Sünden hinweg, so dass dein Herz wieder ganz frei wird für Seine Gegenwart und Seine Liebe. Wenn wir regelmäßig beichten, kriegen wir von Gott ganz viel Kraft und wir werden wachsen in unserem geistigen Leben. Wir werden die heilige Kommunion viel würdiger empfangen und Gott wird stärker in unserem Leben wirksam sein können. Nehmt euch deshalb vor, oft beichten zu gehen, auch wenn die anderen es nicht tun. Die Kirche sagt, dass man mindestens einmal im Jahr beichten muss, empfiehlt jedoch den häufigeren Empfang des Bußsakramentes, z.B. einmal im Monat. Wieso? Weil man nach einem Jahr kaum noch eine gute Beichte ablegen kann, zu viel hat man dann schon wieder vergessen, zu oberflächlich wird man beichten…
Wir haben vorhin gehört, dass der Priester Brot und Wein in der heiligen Messe in Leib und Blut Jesu wandelt, oder um es genauer zu sagen: Gott tut es selbst durch den Dienst des Priesters. Nach der Messe wird immer mindestens eine geweihte Hostie - so nennt man das gewandelte Brot - im Tabernakel in der Kirche aufbewahrt. Um zu zeigen, dass Jesus gegenwärtig ist, lässt man das „ewige Licht“ brennen, auch außerhalb der Gottesdienste. Bei der Anbetung nimmt nun der Priester - und nur der Priester darf das tun - Jesus in Gestalt der Hostie aus dem Tabernakel und stellt Ihn in der Monstranz auf den Altar, damit die Gläubigen Jesus anbeten können.
Keiner von uns versteht dieses Geheimnis ganz und gar, aber durch einen Akt des Glaubens nähern wir uns ihm an. Wir können z.B. im Gebet still für uns sagen: „Jesus, ich verstehe nicht, wie Du da in diesem kleinen Brot so ganz für mich da sein kannst, aber ich glaube, dass Du da bist. Hilf Du mir beten! Heilige Maria, Muttergottes! Keiner war Jesus so nah, wie Du. Ich gebe Dir mein Herz, damit Du es für Jesus schmückst und es Ihm gibst. Amen.“
Wir wollen gleich still beten und nachdenken über das, was wir gehört haben. Alle hier in der Kirche werden ganz besonders für euch, liebe Kommunionkinder, beten, dass ihr eure Herzen weit öffnen könnt für den Empfang Seines heiligen Leibes bei eurer Erstkommunion. Zur Kommunion werdet ihr viele Geschenke bekommen. Aber das größte Geschenk wird Jesus selber sein. Die Geschenke werden eines Tages vielleicht verschwunden oder kaputt sein, aber Jesus in der Kommunion wird euch euer Leben lang begleiten und ins ewige Leben führen. Er wird bei euch sein „alle Tage bis zum Ende der Welt“.
Mit den Heiligen zum Allerheiligsten

Die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ steht unter dem Schutz von 12 Heiligen. Diese Heiligen und überhaupt die Heiligen im allgemeinen sind Vorbilder, deren Leben wir immer wieder betrachten wollen. Sie spornen uns an, Christus und die Kirche an die erste Stelle unseres Lebens zu setzen. Das ist nicht immer einfach und gelingt auch nicht immer, aber es stellt sich doch jedes Mal heraus, dass es richtig ist, unser Schicksal ganz in die Hände dessen zu legen, der uns geschaffen hat.
Gottes Liebe ist unendlich - sie ist eigentlich mit menschlichen Maßstäben nicht zu begreifen. Davon erzählen die Heiligen durch ihr lebendiges Beispiel. Sie haben nicht gezögert, mit ihrem ganzen Leben für Gott einzustehen und seine Güte zu verkünden. Oft wurden sie für verrückt erklärt, doch in Wahrheit zeigen sie uns, dass Gottes Existenz Realität ist. Nur weil Gottes Liebe sie ergriffen hatte, konnten sie so leben, wie sie gelebt haben. Der Heiland hat sie im Himmel als mächtige Fürsprecher für uns und seine ganze Kirche eingesetzt.
Deshalb lautet auch das Motto der „Amici di Dio“: „Mit den Heiligen zum Allerheiligsten“. Das heißt, dass wir nie allein zu Gott beten und ihm entgegen gehen, sondern Ihn immer im Vertrauen auf die Unterstützung und die Fürbitte der Heiligen anbeten. Dies schützt uns vor groben Irrtümern. Uns selbst sollten wir nämlich immer misstrauen, da wir uns selbst so oft enttäuschen und schwach sind im Umsetzen unserer guten Vorsätze und wir ständig der Sünde ausgesetzt sind. Aber auf Gott und auf seine Heiligen, die uns auf dem Weg zum Himmel vorangegangen sind, dürfen wir unser ganzes Vertrauen setzen.
Papst Johannes Paul II. prägte den Leitsatz: „Werdet die Heiligen des neuen Jahrtausends!“ Damit wollte er den jungen Menschen unserer Zeit und allen Menschen zeigen, dass die Heiligkeit nicht unerreichbar ist und nur irgendwelche Leute von irgendwo heilig werden können. Die heilige Thérèse von Lisieux zeigt uns den so genannten „Kleinen Weg“, ein Weg auf dem jeder in der Heiligkeit wachsen kann: es gilt nicht, Großes zu vollbringen und durch Heldentaten in die Geschichte einzugehen, sondern im Kleinen, d.h. in den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.B. im Verrichten seiner Arbeit oder in den familiären Pflichten eine innere Haltung der Hingabe an Gott einzunehmen, was uns Gottes Willen mehr und mehr gleichförmig machen kann. Keiner wird heilig aus sich heraus. Es ist eine Gnade, um die wir innig beten müssen, denn alles Gute, jede Gnade und Gunst des Himmels kann uns nur von Gott durch die Hände Mariens zukommen. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns!
Mit Maria zum Allerheiligsten

Zahllos sind die Ermahnungen zum immerwährenden Gebet in der heiligen Schrift, in den Gedanken der Heiligen, in den Dokumenten der katholischen Kirche. Die Wahrheit, die in der Aufforderung zum häufigen, ja zum ewigen Gebet aufstrahlt, wird jeder in sich finden, der einmal erlebt hat, wie richtig das Beten sich anfühlt. In der Folge wird man wohl auch eine Regung des Gewissens wahrgenommen haben, das einem mitteilen möchte, dass das Pensum der täglichen Zwiesprache mit Gott eigentlich selten ausreichend ist.
Maria, die in jedem Anliegen helfen will - sofern es nicht gegen Gottes Gebote gerichtet ist - wird uns auch helfen, unsere Beharrlichkeit im Gebet zu stärken. Fortschritte im geistlichen Leben und die Freundschaft Gottes erlangt nur, wer ausdauernd im Gebet ist, in guten wie in schlechten Tagen. Deshalb kann der Marienmonat Mai ein willkommener Anlass sein, Empfindungen der Liebe zur Muttergottes im Herzen zu wecken und sich oft im Gebet an sie zu wenden, damit sie uns zu ausharrenden Betern formt. Sie wird unser Beten und unser Rufen derart verstärken, dass es direkt in Gottes Herz dringt. Denn kein Mensch hat Jesus inniger geliebt und ist ihm näher gestanden als seine leibliche Mutter, die heilige Jungfrau Maria. Es ist bekannt, dass sie aus eben diesem Grund die mächtigste Fürsprecherin im Himmel ist, die wir bei Gott haben.
Wer sich Gott mit Maria nähert, wird schneller ankommen. Mögen wir deshalb Gott so häufig wie möglich in der heiligen Eucharistie begegnen, und zwar immer mit Maria an der Hand, sowohl in der heiligen Messe als auch in der eucharistischen Anbetung. Übergib deine Sorgen und Anliegen dem Herrn im Allerheiligsten Sakrament und bete Jesus mit Maria an. „Lobe den Herrn und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (vgl. Ps 103,2). Werde ein Freund Gottes!