MusicMonday: Wünschelrute

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Komponieren machte mir schon als Kind Spaß. Meine ersten „gültigen“ Kompositionen, also Stücke, die ich heute noch spiele, schrieb ich mit etwa 12 Jahren. Ich betrachtete das Komponieren allerdings als reines Hobby, glaubte, dass man mich als Komponist nie ernst nehmen würde, da meine Musik zu „romantisch“ sei. Das änderte sich, als ich mich als 16- oder 17-Jähriger in eine junge Frau verliebte, die mir versicherte, dass das Komponieren zu meiner Berufung dazugehöre. Als hoffnungsloser Romantiker, der ich damals war, entstand 1997 unter dem Eindruck dieser Begegnung eine atmosphärische Vertonung der berühmten „Mondnacht“ von Joseph Freiherr von Eichendorff. Ein Jahr später beschloss ich, weitere Lyrik von Eichendorff in Töne zu übersetzen, so wie ich sie eben in mir empfand. Ein etwas esoterisch angehauchtes, aber dennoch schönes Gedicht, das ich damals für den Zyklus auswählte, ist die „Wünschelrute”:

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

Der Zyklus der „Eichendorff-Lieder op. 3“ besteht aus 12 Stücken. Die „Wünschelrute“ steht an vierter Stelle der Komposition und beschert euch nun hoffentlich angenehme viereinhalb Minuten.

IV. Wünschelrute (aus den „Eichendorff-Liedern op.3“)  by  davidianni

P.S.: Ich bin kein Wünschelrutenläufer. ;-)


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