Joaquín Rodrigo zum zehnten Todestag

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Heute vor zehn Jahren auf den Tag genau verstarb der große spanische Komponist Joaquín Rodrigo (1901-1999). Ich habe mich immer gefragt, wie er trotz seiner Erblindung im dritten Lebensjahr in der Lage war, zu komponieren. Über Google habe ich herausgefunden, dass Rodrigo seine Werke einem Assistenten Stimme für Stimme diktierte und ggf. auf dem Klavier vorspielte. Ich finde das höchst erstaunlich, gehört für mich beim Komponieren komplexerer Werke doch auch der Sehsinn unabdingbar dazu, um den Überblick über die verschiedenen Stimmen zu behalten.

Aufgrund der enormen Popularität des 2. Satzes seines „
Concierto de Aranjuez“ (wer nicht weiß, welche Musik das ist, bitte unbedingt anklicken), werden bis heute seine anderen Werke immer noch sehr vernachlässigt. Auf der offiziellen Seite der Rodrigo-Stiftung kann man mehr über den Komponisten und sein Werk erfahren.

Zum Tagesausklang möchte ich ein etwas unbekannteres, aber in seiner Schlichtheit berührendes Stück von Rodrigo hier posten: den 2. Satz aus der „Fantasía para un gentilhombre“ für Gitarre und Kammerorchester mit dem Titel „Españoleta y Fanfare de la Caballería de Nápoles (Adagio - Allegretto molto ritmico)“. Gute Nacht!




(Bild von der Seite der Rodrigo-Stiftung)


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