Elsas Konversionsgeschichte

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Der Glaube wird seit jeher dadurch weitergegeben, dass Menschen über ihre Bekehrung und über ihren persönlichen Glauben sprechen. Das ist nicht als billige Werbung zu werten oder mit dem Hausieren eines Staubsaugervertreters zu vergleichen. Hier geht es um etwas Existentielles, nicht etwa um einen günstigeren Handy-Vertrag oder um die peinliche Pflicht, mit dem Wachturm in der Fußgängerzone zu stehen. Wessen Herz von Jesus ergriffen worden ist, wird mit der Zeit darüber reden und diese „frohe Botschaft“ seinen Mitmenschen mitteilen wollen.

Ich finde Bekehrungsgeschichten immer sehr ergreifend. Wenn nun jemand wie Barbara Wenz von
Elsas Nacht(b)revier mit ihrem schriftstellerischen Können erzählt, wie sie den Weg in die katholische Kirche gefunden hat, kann das nur aufregend werden. Ich war also besonders gespannt auf ihr Glaubenszeugnis, das sie bereits im Voraus über Twitter angekündigt hatte. Die wunderbare Konversionsgeschichte wird diesen Herbst in dem Buch „Bekehrungsgeschichten“ im MM-Verlag erscheinen, wie Elsa auf ihrem Blog berichtet.

In der Septemberausgabe des
Vatican-Magazins kann man sich ihre Bekehrungsgeschichte jetzt schon in einer gekürzten Fassung zu Gemüte führen. Unter dem Titel „Weil die Wahrheit kaum auszuhalten ist“ schreibt Barbara Wenz alias Elsa Laska über ihre Kindheitserfahrungen mit dem Glauben und ihren Hang zur Esoterik als junge Erwachsene. Ich vermute, dass viele Leser sich mit diesem Werdegang identifizieren können. Paul Baddes Buch über das Muschelseidetuch in Manoppello führt sie schlussendlich zum Antlitz Christi, wo sich ihr weiterer Lebensweg entscheidet.

Ohne sentimental zu werden, gelingt es ihr, zugleich nüchtern und doch gefühlvoll über ihre ersten Begegnungen mit dem katholischen Glauben zu schreiben. Sie hinterfragt, was sie nicht verstehen kann, möchte begreifen, wonach ihr Herz verlangt. Ihre Konversion ist nicht blinde Euphorie, sondern eine Entscheidung, die durch ausgiebiges Studium und Gebet vor dem Allerheiligsten getragen wird. In einer schwerelosen Sprache - gleich den zarten Farbtönen des Jesus-Bildnisses von Manoppello - schildert Elsa, was Worte nur schwer vermitteln können: wie ein Mensch von der Liebe Gottes berührt worden ist.


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