Kleine Pfingstanekdote

19.00 Uhr, beim Kinder-zu-Bett-Bringen.

Papa: „Ich habe euch so lieb! Die Mama, den Raphael und den Antonio. Ihr seid ein Geschenk!“

Antonio (wird Ende Juni drei): „Ich bin kein Geschenk. Ich bin nicht eingepackt!“

Mama und Papa lachen laut los. Antonio und Raphael freuen sich und lachen mit.

Danke, lieber Gott. Das war ein Geschenk. Und meine Familie ist das größte Geschenk, auch wenn sie nicht eingepackt ist.

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Dankbarkeit

Im Leben gibt’s Höhen und Tiefen. Der heutige Festtag war ein einziges Hoch. Meine Jungs waren begeistert, dass ich heute nicht arbeiten musste und viel Zeit für sie hatte. Letztes Jahr wurde bei den Iannis der Vatertag ja einen Tag nach hinten verschoben. Heute wurde ich allerdings gleich mit einem leckeren Frühstück und schönen Geschenken begrüßt. Welch eine Freude! Antonio und Raphael haben ein paar schöne Bilder für ihren Papa gemalt und meine liebe Martina hat mir einen schönen Bilderrahmen mit vielen süßen Fotos unserer kleinen Familie gebastelt.

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Ich liebe diese Tage, an denen man nach einem gemütlichen Frühstück und Spielen mit den Kindern gemeinsam zur heiligen Messe gehen und Gott Danke sagen kann. Eucharistie feiern eben. Die Sakramente sind und bleiben heilige und unendlich kostbare Geschenke unseres Schöpfers. Wer sie ausschlägt, weil das Gräuel des Kindesmissbrauchs nicht nur von Familienvätern, Onkeln und Lehrern, sondern auch von abgefallenen Priestern verübt wurde und wird, hat die Gnade der Sakramente wohl nie richtig erahnt und angenommen. Obwohl es mich zutiefst schmerzt, dass ein derartig abscheuliches Geschwülst unsere Gesellschaft – in- und außerhalb der Kirche – befleckt und verletzt, wäre es für mich nie ein Grund, mich von Gott und seiner heiligen Kirche abzuwenden. Kurzum, ich war heute wieder einmal glücklich, katholischer Christ sein zu dürfen und die Gemeinschaft mit Gott und meinen Mitmenschen in der Kirche zu erfahren.

Am Nachmittag bereitete mir mein fleißiger Tonmeister aus Wien,
Marco Battistella Jr., noch eine große Freude, als er mir weitere hervorragend bearbeitete Aufnahmen für meine neue CD zukommen ließ. A propos CD: gestern habe ich die ersten Fotos zugeschickt bekommen, die auch anlässlich der „Night Prayers“ entstanden sind. In meinem Posterous-Blog habe ich ein paar Bilder veröffentlicht. Jetzt bleibt zu hoffen, dass meine Musik den Weg zu meinem Wunsch-Label und damit zu vielen Menschen finden wird.

Aber zurück zu den Kindern: nun schlafen sie friedlich und selig in ihren kleinen Kinderbettchen. Der Anblick dieser unschuldigen und unendlich Liebe-bedürftigen Kinderseelen berührt Saiten in mir, die ich erst als Vater entdecken durfte. Es sind intensive Gefühle, die mein Herz bewegen. Musik bringt sie wohl am allerbesten zum Ausdruck. Doch auch die Sprache kennt ein Wort, das diese Stimmung wunderbar zusammenfasst:

Dankbarkeit.


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Bibelleseplan 2010 und andere Pläne

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Als gläubiger Mensch ist einer meiner guten Vorsätze für dieses Jahr, täglich die Bibel zu lesen und meinen Alltag mehr durch das Wort Gottes prägen zu lassen. Ich gestehe, dass ich diesen Vorsatz allerdings auch schon in den letzten beiden Jahren hatte. Leider habe ich ihn nur während der ersten Wochen und Monate zum Jahresbeginn umgesetzt.

Den neuen Versuch will ich mit einem etwas kleineren Vorsatz angehen, um dieses Jahr nicht wieder an einem zu hoch gesteckten Ziel kläglich zu scheitern: anstatt der ganzen Bibel nehme ich mir heuer nur das Neue Testament vor.

Hast du einen ähnlichen Vorsatz für 2010 gefasst, kann dir die Seite
Bibelleseplan.ch gute Dienste leisten. Hier kann man individuelle Lesepläne zusammenstellen und sie u.a. als PDF ausdrucken oder sich Erinnerungen per Email zustellen lassen.

Ein zweiter Tipp ist die Seite von
YouVersion. Dort hat man gut 20 verschiedene Lesepläne zur Auswahl. Für Smartphone-Besitzer gibt es auch Mobilanwendungen wie z.B. das kostenlose iPhone-Programm Holy Bible.

Fürs weitere Studium der Bibel ist die Online-Bibel
Bibleserver.com mit zahlreichen Übersetzungen sehr zu empfehlen.

Eine paar andere persönliche Vorsätze und Ziele habe ich natürlich auch niedergeschrieben und bitte dich, verehrter Leser, um ein kleines Stoßgebet, dass davon auch manches gelingen möge. Unter anderem steht für mich die Aufnahme meines ersten Albums mit ausschließlich eigenen Werken an, ein Projekt, auf das ich mich sehr freue und von dem ich seit vielen Jahren träume.

Ich wünsche dir, lieber Leser meines Blogs, ein gesegnetes, gesundes und glückliches neues Jahr 2010! Möge es für uns alle unter dem Schutz unserer himmlischen Mutter Maria stehen und uns Jesus ein Stück weit näher bringen.

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Hl. Nikolaus von der Flüe


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Weihnachtliches Ebay

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Seit meinem neunten Lebensjahr sammle ich CD's, vorrangig mit klassischer Musik. Ihr könnt euch vorstellen, wie viele davon in zwanzig Jahren so zusammengekommen sind. Ich habe sie nicht gezählt, schätze aber, dass es sich wohl um über 2.000 CD's handeln muss. Mittlerweile leide ich deswegen unter Platzmangel und habe entschieden, die CD's nach und nach über Ebay zu verkaufen. Da mein Anliegen nicht das große Geschäft ist, kommt es vor, dass ich stapelweise Musik fast verschenke.

So habe ich neulich eine Sammlung mit 14 Schumann-CD's um knapp 40 Euro angeboten. Nach drei Geboten ging die Sammlung für 45 Euro an eine Dame namens, hm, sagen wir Fuchs, um ihre Anonymität zu wahren. Leider war die Dame nicht so zufrieden und bemängelte, dass es 14 anstatt 15 CD's waren (wie ich versehentlich angegeben hatte) und dass mehrere CD's Kratzer aufweisen würden, und dabei hätte ich sie doch „in sehr gutem Zustand“ angeboten.

Gut, ich gebe zu, die CD's selbst habe ich mir nicht mehr so genau angeschaut, nachdem sie bei mir immer fehlerlos gelaufen sind und ich meinen vorsichtigen Umgang mit dem Medium CD ziemlich gut kenne. Allein eine Box von den vielen, die im Paket enthalten waren, kostet neu mehr als Frau Fuchs für alle zusammen gezahlt hat. Ich hätte also vermutet, dass sie sich riesig über so viele hervorragende Aufnahmen freuen würde. Nein, sie drohte mir mit entstehenden Anwalts- und Zivilprozesskosten.

Nun wusste ich allerdings nicht, was Frau Fuchs genau von mir wollte. Nach zwei oder drei Mailwechseln teilte sie mir dann ihre Bedingungen mit: entweder 20 Euro Preisnachlass oder ich überweise ihr das Geld, das sie gezahlt hat, plus 4 Euro Porto, damit sie sie zurückschicken kann. Nachdem ich ihrem Profil entnehmen hatte, dass sie über tausend Auktionen auf Ebay, scheinbar alle mit klassischer Musik, aufzuweisen hat, wurde mir klar, dass Frau Fuchs nicht klassische Musik liebt, sondern das Geld, das sie damit in ihrem „Nebenjob“ auf Ebay verdient.

Nun fing ich an, Mitleid zu bekommen. Muss das ein anstrengendes und tristes Leben sein, in dem man kurz vor Weihnachten wegen solcher Lappalien solch ein Theater macht! Wie durch ein Wunder blieb meine von mir erwartete Reaktion, nämlich ärgern und schimpfen, aus. Was auch gut war, schließlich war ich just an jenem Morgen zur Beichte. Ich bot Frau Fuchs an, ihr das Geld inklusive Porto und inklusive einem kleinen Weihnachtsgeschenk von 10 Euro zu überweisen (damit sich das Ganze doch noch ein klein wenig für sie lohne), und siehe da, es tat mir gar nicht weh. Im Gegenteil, die unnötige Wut blieb aus und ich fühlte mich frei.

Geben ist einfach seliger als nehmen. Ich habe das öfters - auch schmerzhaft - erfahren dürfen. Wenn jemand ungerechterweise fordert, hilft eine großzügige Erwiderung mehr als jeder erbitterte Kampf um Geld. Je nach Summe kann's natürlich schon weh tun, aber schaden tut sich der Unglückliche, der meint, durch Forderungen und Drohungen etwas Gutes für sich zu erreichen, am meisten selbst. Bei 50 Euro und ein paar wunderbaren Schumann-CD's fällt es nicht so schwer loszulassen. Da kann man Frau Fuchs sogar von Herzen ein glückliches Weihnachtsfest wünschen.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr finde ich, dass ich ihr die CD's schenken sollte. Vielleicht macht es sie sogar ein bisschen froh. Mal abwarten, was sie schreibt. Seit meiner letzten Nachricht an sie habe ich nichts mehr von ihr gehört…


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Die etwas anderen Worte des Engels

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Mehrstündige Autofahrt. Nachdem wir Mozarts Zauberflöte mit den Kindern gehört haben, ist nun das Weihnachtsoratorium dran. Während des wunderbaren instrumentalen Pastorales der Hirten zu Beginn der zweiten Kantate erkläre ich Antonio, meinen ältesten, zweieinhalbjährigen Sohn, dass nun bald der Engel kommt und singen wird: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude! Denn heute ist…“ Die Fortsetzung „…euch der Heiland geboren“ spreche ich nicht aus. Da Antonio die Weihnachtsgeschichte mittlerweile sehr gut kennt, warte ich darauf, dass er die Verkündigung des Engels vollendet. Raphael, unser Kleiner, ist von Bachs wunderbarer Weihnachtsmusik bereits in den Schlaf gewogen worden.

Ich also: „Denn heute ist…“ - Antonio stolz: „…heute ist Montag!“ (ein Satz, den er wohl irgendwann aufgeschnappt hat). Ich: „Ja, aber heute ist…“ - Meine Frau: „Er hat recht, heute ist Montag.“ Martina und ich lachen. Antonio lacht herzlich mit, es ist ja schließlich schön, wenn Mama und Papa sich freuen, auch wenn man als Kind den genauen Grund nicht kennt.

Kinder haben einfach mehr Durchblick als Erwachsene. Gestern
war Montag. Und ein schöner dazu.

Herkunft des Bildes: Heiligenlexikon.de


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Familienspaziergang am Sonntag

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Leider habe ich unter der Woche nicht sehr viel Zeit für meine Familie, ein Phänomen, das sicher viele Berufstätige kennen. Aber der Sonntag, der Sonntag ist meiner Familie vorbehalten (wenn nicht ausnahmsweise mal ein Konzert auf den Tag des Herrn fällt). Ich empfinde diesen (ursprünglich ersten) Tag der Woche als großes Geschenk, da er mir erlaubt, mich wieder ganz auf das Wesentliche auszurichten, auf das, was mir Kraft für alles Tun unter der Woche gibt. Im Letzten kommt dieser Antrieb aus der Liebe zu den Menschen, die mir am nächsten stehen und aus der Liebe zu Gott, Der uns in Seiner unendlichen Liebe so überreich beschenken möchte.

Ein Gebot ist viel mehr als ein Verbot: die Gebote Gottes sind Wege der Gnade, die unserem Menschsein Würde und Sinn verleihen und unsere Seelen für die Gnade Gottes empfänglich machen. Das dritte Gebot besagt: „Du sollst den Tag des Herrn heiligen“. Ich möchte auf diese Worte hören, und Christus, den König der Könige, in der heiligen Messe verehren und Ihn bitten, in meinem Leben und in meinem Herzen zu herrschen, denn Gott allein gebührt alle Herrlichkeit und Ehre!

Der Sonntag ist ein wunderbarer Tag, und kein Sonntag soll vergehen, an dem ich meine Kinder und meine Frau nicht zum Lachen gebracht habe, kein Sonntag, an dem ich meinen Lieben nicht meine Liebe gezeigt habe, kein Sonntag, an dem ich nicht mein Herz voll Dankbarkeit in Gottes gütige Hand gelegt habe… Denn Gottes Liebe schenkt uns mehr Glück als unser Herz fassen kann.


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Antonios Abendgebet

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Lange habe ich überlegt, ob ich diese kleine private Aufnahme auf meinem Blog veröffentlichen soll oder nicht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass sie vielleicht junge Eltern motivieren kann, täglich mit ihren Kleinen vor dem Schlafengehen (und natürlich auch tagsüber) zu beten. Dann hätte sich das Einstellen auf jeden Fall gelohnt! Ansonsten denke ich, dass das Gebet mit meinem Zweijährigen meinem Leser wohl ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird. Auch das ist ja schön. Den Text des bekannten Abendgebets habe ich vor einiger Zeit schon gepostet.

Jeden Abend entwickelt sich das Beten zu einem kleinen Abenteuer, auf das Antonio und natürlich auch sein Papa sich freuen. Beispielsweise hat Antonio an diesem Abend großen Spaß mit dem ersten Vers, „bevor ich mich zur Ruh begeb“, das ihn – so vermute ich wenigstens – klanglich an den „Gruben“ aus „Hoppe Reiter“ erinnert. Etwas später jammert er ein wenig über seine verstopfte Nase, um sich aber umgehend wieder ganz auf das Ritual einzulassen, das ihn Abends immer (meistens…) ganz friedlich werden lässt. Etwas später reißt ihn plötzlich ein Heißhunger aus dem Gebet. Doch auch den vergisst er schnell wieder. Nach dem „Amen“ wird eine kurze Geschichte erzählt oder wir kucken hüpfende Schafe auf dem iPod. Noch ein bisschen kuscheln, und schon hat der Schlaf das müde Kindlein eingeholt…

Antonios Abendgebet by davidianni


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Antonio in der Beichte

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Nein, natürlich war Antonio noch nicht beichten. Ob es allerdings erlaubt ist, dass ein Zweijähriger seinem Papa beim Beichten zuhört, weiß ich auch nicht, aber da Mama (die nach mir gehen sollte) mit dem kleinen Raphael gerade ziemlich beschäftigt war, beschloss ich kurzum, Antonio einfach mitzunehmen. Der Priester, ein gutmütiger alter Herr, den ich sehr schätze, hatte kein Problem damit, und so durfte mein Ältester sich in die Ecke auf einen Stuhl setzen, während ich mich vor das Beichtgitter hinkniete.

Antonio ist ein sehr quirliges Männlein, wie manche von euch vielleicht
hier schon gesehen haben. Doch in diesem heiligen Moment schaute der kleine Mann so gebannt und mucksmäuschenstill zu, dass ich ihn bald ganz vergaß. Kinder haben eben ein Gefühl für das Sakrale. Er schien zu verstehen, oder zumindest zu spüren, dass das Gespräch zwischen seinem Papa und dem Priester sehr wichtig sein musste.

Nach der Absolution spähte ich dann doch mal nach rüber, um nach Antonio zu schauen. Ich weiß nicht, wer mehr beeindruckt war - er über das merkwürdige „Beten“ des Papas vor diesem Gitter mit dem Priester dahinter oder ich über sein ehrfürchtiges Staunen ob des gerade Erlebten.

Kinder lassen einen das Leben in jeder Hinsicht neu entdecken, und dafür danke ich Gott!


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Ein paar Bilder aus Ars

Nachdem Elsa vor einigen Tagen schon Bilder von unserer Ars-Wallfahrt veröffentlicht hat, nehme ich mir nun endlich die Zeit, auch noch ein paar Fotos von hier zu posten:

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Tridentinische Messe am Schrein des heiligen Pfarrers von Ars:

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Das Pfarrhaus, in dem der Heilige 40 Jahre lang gelebt hat:

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In Dardilly (Geburtsort des hl. Jean-Marie Vianney):

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Das Geburtshaus des Heiligen:

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Das Bett, in dem Jean-Marie Vianney geboren wurde:

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Hier hat der kleine Jean-Marie seine erste heilige Beichte abgelegt:

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Und noch ein paar Bonus-Fotos. Den hier haben wir im Supermarkt „gefunden“. ;-)

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Kaplan
Johannes Maria Schwarz hält hier in Ars auch großartige Vorträge für uns, so z.B. an der Begegnungsstatue, wo sich heute Vormittag während des Vortrags eine lustige Begebenheit zugetragen hat:

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Antonio gesellt sich spontan zu Don Johannes und lernt, wie man einen Segen spendet (man beachte das
Benediktuskreuz in seiner Hand - er gibt es nicht mehr her):

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Das Benediktuskreuz in all seiner Kraft:

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Nach schallendem Gelächter von seiten der Zuhörer kann Johannes nun seinen Vortrag über die 3 Stufen im geistlichen Leben fortführen, während Antonio etwas weiter entfernt Steine in sein Eimerchen schaufelt. Doch ein ganz normaler Junge also. ;-)

Drei Fotos von unserem letzten Nachmittag in Ars:

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Unser kleiner Raphael – „Introibo ad altare Dei“, zum Altare Gottes will ich krabbeln:

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Urlaub!

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Morgen ist es soweit: für ganze 4 Wochen bin ich mit meiner kleinen Familie unterwegs. Auf „Gott sei Dank“ wird sich in dieser Zeit wohl nicht so viel tun. Vielleicht schicke ich mal einen Gruß aus Ars oder aus Heiligenkreuz oder von sonst einem der schönen Orte, wo wir mit Gottes Gnade Kraft tanken werden. Ich hoffe nur, dass die Reise mit zwei Kleinkindern nicht in Stress ausarten wird.

Zur Verdeutlichung stelle ich euch eine kurze Aufnahme von Antonio vor (gerade 2 geworden), wie er –
Gustavo Dudamel beobachtend – den 2. Satz aus Schostakowitschs 10. Symphonie dirigiert. Mein Sohn hat Temperament. Allein das Zuschauen kann anstrengend sein.



Gott sei Dank ist Antonios kleiner Bruder Raphael sehr, wirklich sehr viel ruhiger. Die Situation ist für die Eltern also noch zu meistern. Der kleine Schatz krabbelt übrigens unten neben dem Dirigenten und taucht im Video auch mal kurz auf, fällt aber im Gegensatz zu Antonio kaum auf. Auch ein wilder Schostakowitsch hindert ihn nicht daran, seelenruhig mit seinen Bauklötzen weiter zu spielen.

Ähnlicher Beitrag: Kinder und klassische Musik


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Love Story - Teil 2

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Dies ist die Fortsetzung von Love Story – Teil 1.

Nach der Trennung von meiner Freundin hatte ich eine wichtige Begegnung mit Gabriele Kuby, die sich unermüdlich für eine „sexuelle Revolution“ der Liebe und Reinheit einsetzt. Dank ihr und der Vorträge von Christopher West, die sie mir auf CD schenkte, wurde mir klar, dass die Kirche in ihrer Morallehre und besonders Papst Johannes Paul II. in seiner „Theologie des Leibes“ keine Spielverderber sein möchten oder durch Verbote Macht ausüben wollen. Auch wenn verkrustete Priester zu Zeiten meiner Eltern und Großeltern diesbezüglich viel Unheil durch liebloses Beichthören und schulmeisterliches Fingerheben angerichtet haben, so darf diese missgeleitete Zunft nicht ewig als Entschuldigung missbraucht werden, sich nicht ernsthaft der Morallehre der Kirche zu stellen. Tatsächlich strahlt die Lehre der Kirche eine Liebe für die Jugend und für die Familien aus, wie man sie sonst nirgends findet.

Ich hatte am eigenen Leib erfahren, dass die sexuelle Freiheit, wie der Geist der Zeit sie vermitteln möchte, der menschlichen Würde nie gerecht werden kann. Was vordergründig Vergnügen bereitet und Nähe vortäuscht, führt bald zu Isolation und Entfremdung. Die Sexualität gehört ausschließlich in die Ehe, weshalb oft vom „ehelichen Akt“ gesprochen wird. Nur hier ist der Rahmen gegeben, der dem unschätzbaren Geschenk der menschlichen Sexualität den ihr angemessenen Ausdruck verleihen kann. Nur hier wird der Akt in seiner Ganzheit der Liebe Gottes gerecht, die im Sakrament der Ehe zwei Menschen unauflöslich miteinander verbindet, sie einander schenkt und anvertraut.

Dieses Konzept (über das wohl manch einer meiner werten Leser empört die Nase rümpfen wird) wurde mir mehr und mehr in seiner Schönheit und den daraus resultierenden Konsequenzen bewusst: glückliche, intakte Familien könnten aus jener Lebenshaltung hervorgehen, mit Kindern, die sich geliebt wissen und mit aufrechtem Rückgrat am Aufbau einer gerechteren Welt mitwirken, kurzum: Menschen, die lernen, ihren Egoismus hinter sich zu lassen zum Wohl der Familien und der Gesellschaft. Gut, hier träume ich ein wenig – all das sind idealisierte Vorstellungen, schwer umzusetzen, wenig erstrebenswert für die meisten, vielleicht zum Scheitern verurteilt in einer Welt wie der unsrigen…

Dennoch: ich gelobte, fortan sexuell abstinent zu leben, bis Gott mir die richtige Frau schenken und wir heiraten würden – sollte der Herr so gütig sein, mir dieses Glück nach meinen zahlreichen Fehltritten zu gewähren. Ich öffnete mich gleichzeitig vorbehaltlos der Möglichkeit, Priester oder Ordensmann zu werden.

Bei meiner ersten Wallfahrt nach
Medjugorje lernte ich Martina kennen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Sie hinterließ jedoch wie viele andere Mitreisende unserer Pilgergruppe einen tiefen Eindruck in mir, waren es doch die ersten Begegnungen mit jungen Menschen, die ernst machten mit dem katholischen Glauben, die Gott wirklich an die erste Stelle ihres Lebens setzten. Nicht pseudoreligiöse Jugendliche und liberale Priester, wie ich sie an katholischen Hochschulgemeinden, den so genannten KHG‘s, kennengelernt hatte, wo der Glaube nach Lust und Laune zurechtgebogen und -gezimmert wird. Hier hörte ich kein „Jesus ja, aber…“, sondern sah Menschen, die mit leuchtenden, reinen Augen durch ihr bedingungsloses „Ja“ zu Jesus und seiner Kirche eine Lebensfreude ausstrahlten, wie ich sie vorher bei niemandem gesehen hatte.

Martina war ein besonders fröhliches Mitglied der „
Amici di Dio“, und sie imponierte mir wie die anderen dadurch, dass sie ein Skapulier trug, mit Selbstverständlichkeit den Rosenkranz betete und die Mundkommunion empfing, den Papst liebte… Alles Dinge, von denen ich mir bis dahin nicht vorstellen konnte, dass es sie gab. Da Martina vorhatte, ins Kloster einzutreten und Gott ihr Leben als kontemplative Schwester darzubringen, kam ich gar nicht auf die Idee, mir irgendwelche Zukunftsträume auszumalen. Ich betete vielmehr, dass Gott mir meine Berufung zeigen und mir helfen sollte, einen vollständigen Neuanfang zu machen, egal in welche Richtung der Weg mich führen würde.

Erst als ich wieder zuhause war, drängten sich vermehrt die Erinnerungen an Martina in mir auf, bis ich schlagartig beim Betrachten eines Fotos von ihr
wusste, dass wir heiraten würden. Ich kannte sie kaum, deshalb schien mir der Gedanke genau so verrückt wie den Freunden, denen ich nach und nach davon erzählte. Gerade in einer Zeit, in der ich über den Kummer der letzten Beziehung hinweggekommen war und allein wieder wunderbar zurechtkam, schlug die Liebe zu und versetzte mein Leben in Unruhe. Was tun? Ich bat Gott um Zeichen, die Er mir auch regelmäßig schickte, damit ich die innere Gewissheit nicht verlor und nicht aufgab. Es bedurfte nämlich der allergrößten Hartnäckigkeit, um Martinas Vertrauen zu gewinnen und ihr zu beweisen, dass ich es ernst meinte. Gleichzeitig durfte ich nicht zu aufdringlich sein, gab sie mir doch immer wieder zu verstehen, dass sie sich nicht vom Weg ins Kloster abbringen lassen würde und dass sie nicht an mir interessiert sei.

9 Monate lang habe ich um sie geworben und gerungen, es gab Höhen und Tiefen, ich habe manches richtig und auch vieles falsch gemacht. Am Ende wollte sie mir doch eine Chance geben und den Schritt in die Beziehung mit mir wagen. Ich konnte es kaum fassen. Nach meiner extrem turbulenten Vergangenheit hatte ich nun eine Freundin, die nie mit einem Mann zusammen gewesen war! Vor dieser Unschuld, die gleichzeitig eine enorme Kraft ausstrahlte, hatte ich einen Riesenrespekt, und in gewisser Weise hatte auch der liebe Gott mir meine Unschuld zurückgegeben.

Ich entdeckte die Liebe neu und erfuhr zum ersten Mal, welch tiefe Bande der Freundschaft zwischen Mann und Frau entstehen können, wenn sie nicht durch verfrühte sexuelle Kontakte beeinflusst werden. Keiner wird behaupten, dass es leicht ist, auf die körperliche Nähe vor der Ehe zu verzichten. Auch für uns war es manchmal sehr schwierig. Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg, sagt man, und wo gebetet wird, hilft Gott. Es ist möglich, und der Verzicht wird unendlich reich belohnt! Das „Warten“ beschützt, heiligt und kräftigt die Liebe zwischen den Brautleuten, wodurch ein starkes, unerschütterliches Fundament für ein ganzes (!) Leben miteinander gebildet wird.

Nach einem halben Jahr, das nicht immer unkompliziert war, da Martina immer noch zwischen Kloster und Ehe schwankte, verlobten wir uns Anfang Februar 2006 – nachdem wir die
30-tägige Schutzmantel-Andacht zum heiligen Josef gebetet hatten (sehr zu empfehlen!). Die Brautzeit sollte uns helfen, unsere Berufung zur Ehe zu prüfen und einander noch tiefer kennenzulernen. Martina wurde kurz später im Gebet vor dem Allerheiligsten die tiefe Gewissheit geschenkt, dass wir zusammengehören, und unsere Vorfreude auf die Hochzeit und das Gründen einer neuen Familie wuchs täglich. Gott schenkte uns Klarheit. Die Monate vor der Hochzeit waren glücklich und erfüllt und wir wuchsen aufgrund manch äußerer Hindernisse noch enger zusammen. Ich lebte in diesem Jahr auch während zwei Monaten im Stift Heiligenkreuz bei Wien, wo wir am Rosenkranzfest des gleichen Jahres das Sakrament der Ehe empfangen durften.

Hochzeit Martina & David - 116

Hier geht’s zum
dritten Teil der Love Story.

Buchtipps zum Thema: Ausbruch zur Liebe und Only You


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Love Story - Teil 1

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Wohl wissend, dass der folgende, sehr persönliche Text von manchen nur müde belächelt oder vielleicht auch als letzter Beweis für das vollkommene Übergeschnapptsein seines Autors triumphierend herumgereicht werden wird, veröffentliche ich ihn dennoch ohne Zögern, um dem Suchenden zu zeigen, dass es echte Menschen gibt, die so denken, fühlen und handeln, wie ich es im Folgenden beschreiben werde. Und ich bin – Gott sei Dank! – nicht allein. Im Laufe der Zeit habe ich viele Menschen kennengelernt, die mir durch ihr mutiges Zeugnis geholfen haben, diesen Weg so zu gehen. Ein großes Dankeschön euch allen, Gott segne euch!

Dass ich eines Tages ein glücklicher Ehemann und Vater zweier Söhne sein würde, hätte ich mir vor 10, 15 Jahren mit viel Mühe vielleicht noch vorstellen können. Dass ich aber mit meiner Braut vor der Ehe enthaltsam leben und später mit meinen Kindern beten und regelmäßig in die Kirche gehen würde, und dass gerade der gelebte Glaube die Grundlage unseres Familienglücks sein würde – dieser Gedanke wäre mir vor meiner Bekehrung mehr als absurd vorgekommen (und meinem Umfeld wohl auch!). Und doch hat es sich so entwickelt.

Rückblickend fügen sich die verschiedenen Etappen eines Lebens wie Melodien und Themen zu einer verschlungenen Komposition zusammen, aus der man die Liebe Gottes in jedem Takt heraushören kann, egal wie sehr sie sich manchmal auch verbergen mag.

Ich hörte sie lange nicht. Ich vermutete zwar, dass es wohl die Liebe sein musste, die dem Leben seine Berechtigung gab, aber ich reduzierte diese Liebe während meiner Jugendjahre auf eine erotische und demnach eigennützige Art der Liebe. Wenn man die selbstlose Liebe Gottes, die sich im Opfer seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus offenbart, als Quelle und Maßstab nicht erkennt oder anerkennt, bleibt jedes Verständnis von Liebe nur bruchstückhaft. Kein Wunder also, dass in einer derart gottlosen Gesellschaft wie der unseren in puncto Liebe unentwegt Lügen, bewusste wie unbewusste, verbreitet werden, dass Beziehungen kaum länger als einige wenige Jahre halten, ja, dass im Letzten der egoistisch veranlagte Mensch liebesunfähig geworden ist.

Die Freundinnen wechselte ich relativ häufig. Vielleicht hatte ich Angst, etwas zu verpassen („es könnte ja noch eine bessere geben“), vielleicht spürte ich, dass da nie der Mensch stand, dem ich bereit war, mich ganz hinzugeben. Wahrscheinlich hielten wir es miteinander auch nie besonders lange aus, weil das Körperliche viel zu sehr im Vordergrund stand. Diese Ausrichtung führt logischerweise früher oder später in eine Sackgasse. Immer.

Eine bemerkenswerte Wendung nahm dieses Rondo (eine musikalische Form: A-B-A-C-A-D usw., stellvertretend für: Einsamkeit - Mädchen A - Einsamkeit - Mädchen B usw.), als Freundin S. eine Diplomarbeit über „Kirche und Sexualität“ schrieb. Dieses Thema ließ mich nicht kalt. Es interessierte mich sogar so sehr, dass ich bereit war, jedes neue Kapitel gründlich Korrektur zu lesen. Zum ersten Mal begegneten mir hier die Grundlagen der vorehelichen Abstinenz und des Pillen-Verbots in „
Humanæ vitæ“, aber auch „Theologen“, die der katholischen Lehre gründlich widersprachen. Ich wusste bis zu jenem Zeitpunkt nicht viel mehr darüber, als dass Katholiken nicht verhüten und keinen Sex vor der Ehe haben dürften. Abstruse, weltfremde Ideen, oder? Dinge, die weder jemand will, noch schaffen kann, wollte er es tatsächlich doch versuchen. Oder…?

Dennoch schien mir gerade die Position der Kirche fundierter, schöner, wahrer. Ich geriet in ein inneres Dilemma, wollte die Keuschheit eigentlich in mein Leben integrieren, weil es mir richtig und konsequent erschien, andererseits war ich nicht bereit, auf den Sex mit meiner Freundin zu verzichten. In jenem Sommer vor fünf Jahren weihte ich zum ersten Mal mein Leben der Muttergottes, betete
dreiunddreißig Tage lang, um mich darauf vorzubereiten und übergab anschließend Maria, der Mutter Jesu, in einem feierlichen Gebet vor ihrem Bild mein Leben, ohne zu wissen, was dieser Akt bedeutet, was da in unsichtbaren Dimensionen ausgelöst werden kann. Ich spürte nur, dass der Schritt klug und richtig war und dass meine Liebe zur heiligen Jungfrau wuchs, während gleichzeitig die Liebe zur katholischen Kirche umfassender und demütiger wurde. Ich musste nicht mehr alles verstehen und alles besser wissen als die überholte und böse Kirche (ja, lange dachte ich nicht anders als der moderne Mainstream-Mensch). Ich entwickelte die tiefe Bereitschaft, mich als klitzekleiner Glaubender mit kindlichem Vertrauen in die gewaltige Größe dieser Institution einzufügen, wissend, dass nur ein ganzes Ja zur Kirche mir ermöglichen würde, ihre Botschaft zu begreifen.

Das erwähnte Dilemma nahm ein rasches aber äußerst schmerzhaftes Ende, als die Freundin einen neuen Prinzen gesichtet hatte, gegen den sie mich über Nacht austauschte. In jener tränenreichen Nacht lernte ich das
Magnificat, den Lobgesang Mariens, auswendig. Ich hatte es so gewollt, hatte schließlich dafür gebetet, dass ich mein Leben nicht mehr in der Lüge zubringe, sondern mein suchendes Dasein unter der Führung der Muttergottes mehr und mehr auf den Willen Gottes ausrichten kann. Der Kreuzweg und die häufige Beichte trugen in dieser Zeit dazu bei, dass die Verletzungen, die ich mir durch mein sündhaftes Leben zugezogen hatte, überraschend schnell heilten. Ich begann auch regelmäßig bei Wasser und Brot zu fasten (eine Praxis, die ich heute leider nicht mehr schaffe), um Buße zu tun für die Wunden, die ich meinen Freundinnen und Liebschaften im Laufe der Jahre zugefügt hatte.

Hier geht’s weiter:
Love Story – Teil 2
Love Story – Teil 3


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Adieu, mein Skapulier!

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„Was Er euch nimmt, das gebt“, habe ich am Wochenende gelernt. Mein geliebtes Skapulier, das mir zu Ostern 2005 bei meiner Aufnahme in die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ aufgelegt wurde, löst sich immer mehr auf. Auch etliche Rettungs-Näh-Maßnahmen konnten es auf Dauer nicht vor dem Zerfall bewahren. Schweren Herzens werde ich in diesen Tagen Abschied davon nehmen müssen und ein neues „anziehen“. Geweihte Reserve-Skapuliere liegen im Schrank, aber keins davon wird den emotionalen Wert meines ersten Skapuliers ersetzen können…



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Antonio mit Mönch

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Nicht nur, dass P. Maximilian uns am vergangenen Wochenende näher zur Gottesmutter geführt und ihr unsere Pfarrei geweiht hat - er hat nebenbei auch noch Antonios Herz erobert. Auf dem Bild sind wir Rosenkranz betend unterwegs zu einer der zahlreichen Marienstatuen, die in Geichlingen zu finden sind. Es ist tatsächlich so, dass man in unseren schönen Heimatort weder herein noch heraus kann, ohne an einem Bildstock der Muttergottes vorbeizukommen. Über die Vorträge werde ich den nächsten Tagen noch kurz berichten.






Kleines Weihegebet:

O meine Gebieterin, o meine Mutter.
Dir bringe ich mich ganz dar;
und um dir meine Hingabe zu bezeigen,
weihe ich dir heute meine Augen,
meine Ohren, meinen Mund, mein Herz,
mich selber ganz und gar.
Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich,
als dein Gut und Eigentum.
Amen.


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Mein zweiter Vatertag

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Gestern durfte ich zum zweiten Mal Vatertag feiern. Da Christi Himmelfahrt natürlich wichtiger ist, dachte meine liebe Frau, es wäre wohl besser, den Vatertag zu vergessen und erst heute mit den Jungs ein Geschenk für Papa zu kaufen. Danke, lieber Antonio und lieber Raphael. Jesus segne euch!
Raphael









Unser Gute-Nacht-Gebet:

Bevor ich mich zur Ruh begeb,
zu dir, o Gott, mein Herz ich heb'
und sage Dank für jede Gab',
die ich von dir empfangen hab.
Antonio

Und hab ich heut missfallen dir,
so bitt ich dich, verzeih es mir.
Dann schließ ich froh die Augen zu;
es wacht ein Engel, wenn ich ruh.

Maria, liebste Mutter mein,
o lass mich dir empfohlen sein.
Dein Kreuz, o Jesus, schütze mich
vor allem Bösen gnädiglich;
in deine Wunden schließ mich ein,
dann schlaf ich sicher, keusch und rein.

Amen.


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Geichlingen auf Google Street View

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Da flitzt doch nicht heute vormittag ein Google-Street-View-Auto durch unsere Straße, die noch nicht einmal von GPS-Systemen erfasst wurde (Neubaugebiet). Google lässt auch nicht das kleinste Kaff aus.





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Die Geschichte meiner Bekehrung

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Oft werde ich nach meinem Glauben gefragt. Ich möchte im folgenden Text versuchen, meinen religiösen Werdegang zu beschreiben.

Ich wurde 1979 in Luxemburg geboren und bin dort auch aufgewachsen. Unsere Eltern haben mir und meiner Schwester viel Liebe geschenkt, doch den Glauben an Gott haben sie uns leider nicht vorleben und vermitteln können. Der Mittelpunkt meines Lebens war von Kind auf die Musik. Stundenlang hörte ich klassische Musik, spielte Klavier, komponierte und las Bücher über große Komponisten und Musiker.

Mit 16 Jahren wurde ich von einem Klassik-Manager entdeckt. So stand ich von einem Tag auf den anderen plötzlich auf den Bühnen, spielte mit Orchestern, machte CD- und Radio-Aufnahmen. Eigentlich ging ein großer Traum in Erfüllung, doch die Verantwortung, die auf meinen Schultern lastete, machte mir sehr zu schaffen, ich fühlte mich dem Erfolgsdruck damals nicht gewachsen, und der Erfolg konnte die innere Leere, die ich oft empfand, nicht füllen. Es war auch die Zeit des ersten heftigen Liebeskummers und leider steckten auch meine Eltern in einer schweren Beziehungskrise, die zur Scheidung führen sollte.

Ich flüchtete mich in Drogenerfahrungen, um meinen Kummer zu vergessen, aber auch in der absurden Hoffnung, hierdurch vielleicht dem Sinn der Lebens auf die Spur zu kommen. Es musste doch einen Sinn hinter allem geben! Die katholische Kirche war für mich damals keine Alternative, viel zu sehr war ich den Vorurteilen des Zeitgeistes unterlegen. So kaufte ich mir Bücher über Meditation und Esoterik und suchte auf diesem Wege neue transzendente Erfahrungen zu machen, das Gleiche, was ich auch in den Drogen zu finden gehofft hatte. Ich war mir seit einiger Zeit absolut sicher, dass Gott existiert, wusste aber nicht, wie ich diesen Glauben entfalten konnte.

Mit 18 lernte ich ein „
Ganzheitliches Seminarhaus“ kennen und begann, dort gegen Unsummen von Geld Seminare und Kurse zu besuchen über Psychologie, Reinkarnation, Astrologie, Okkultismus usw. Mein Manager und ich gingen mittlerweile getrennte Wege - ich wollte um jeden Preis die Wahrheit über das Leben finden und brauchte Zeit und Raum für diese Suche. Mit der Zeit musste ich enttäuscht feststellen, dass all diese esoterischen und asiatischen Lehren (Buddhismus, Hinduismus) mich nicht froh machen konnten und dass das Seminarhaus nichts anderes als eine Sekte war, die ihre Mitglieder durch Gehirnwäsche immer tiefer in die Abhängigkeit verstrickte.

Seit dem Jahr 2000 spielte ich die Orgel in einer katholischen Pfarrgemeinde in Deutschland und leitete auch den Kirchenchor. Täglich konnte ich das Geschehen um den Altar beobachten und die Gebete der versammelten Gemeinde hören. Ich war sehr skeptisch und ließ das Ganze nicht wirklich an mich heran. Doch seit ich 2002 mit einem katholischen Mädchen zusammen war, konnte ich mich immer mehr für den Glauben der Kirche öffnen. Ich lernte junge engagierte Christen kennen, deren bescheidene und fröhliche Ausstrahlung und deren Art, miteinander umzugehen, einen tiefen Eindruck in mir hinterließen. Ich wohnte der Feier der heiligen Messe immer öfter auch außerhalb meines Dienstes bei und legte nach und nach die Bücher über Esoterik und andere Religionen zur Seite und las viel über die Kirche, den katholischen Glauben, über Jesus, und vor allem auch über Maria.

2003 hatte nämlich eine Frau, die es offensichtlich gut mit mir meinte, einen Rosenkranz aus Medjugorje geschenkt, den ich zu beten begann. Obwohl sich in mir anfangs noch einiges dagegen sträubte, dieses Gebet zu erlernen und zu sprechen, fühlte ich ganz tief in meinem Herzen, dass es gut sei, zu Maria zu beten; zu beten, dass sie mir helfen möge, näher zu Jesus zu kommen und diesen Jesus immer mehr zu verstehen. Nach und nach wuchs in mir die Gewissheit, dass die Gottesmutter selbst mir durch das
Rosenkranzgebet ihre Hand reichte und dass sie mich führte und beschützte. Ich konnte in aller Tiefe vom psychologischen und spirituellen Einfluss der Sekte frei werden und wurde ganz und gar heimisch im katholischen Glauben. Dank Maria war es mir nun möglich, alle Glaubenswahrheiten, die die Kirche verkündigt, von Herzen anzunehmen. So ging ich erstmals wieder zur Beichte, was eine zutiefst heilende Wirkung auf mein Leben zeigte.

Jesus Christus ist wahrhaft gegenwärtig im Sakrament der heiligen Eucharistie, das mir zum „täglichen Brot“ geworden ist. Die Kommunion gibt mir immer neu die Kraft, mich den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Ende 2004 habe ich die katholische Gemeinschaft „
Amici di Dio“ kennen gelernt und dort bleibende Freundschaften geschlossen. Mitglied einer religiösen Gemeinschaft innerhalb der großen Kirche zu sein, ist für das Glaubensleben in besonderer Weise wichtig und bestärkend. Außerdem habe ich hier Martina kennen gelernt, die ich am Rosenkranzfest 2006 glücklichen Herzens heiraten durfte.

Ich danke Gott, dass Er mich durch Maria zurück in die Kirche geführt hat und auch all den Menschen, darunter viele großartige Priester und Ordensleute, die mich auf diesem Weg begleitet haben und immer noch begleiten. Wer die Liebe Gottes einmal erfahren hat, kann nicht mehr weiterleben wie vorher - auch ich wurde ergriffen vom Herrn und möchte diese Erfahrung teilen und weitergeben, durch meine Musik und durch mein ganzes Leben.


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