MusicMonday: Toccata

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Wie kürzlich angekündigt, werde ich jeden Montag ein Aufnahme von mir vorstellen. Heute könnt ihr euch meine Toccata op. 2 anhören. Ich habe sie 1998 komponiert, um meinem Ärger über einen eingebildeten und unfreundlichen Fahrprüfer Luft zu machen. Der Typ ließ mich einfach durchrasseln, obwohl ich - wie könnte es anders sein - gut gefahren bin. Mein Fahrlehrer fuhr mich wieder heim, wo ich mich gleich an den Flügel setzte und scharfe Quinten hinein hämmerte. So wurde die Toccata geboren. Der Titel leitet sich übrigens aus dem italienischen „toccare“ ab, was „berühren“, aber auch „schlagen“ bedeutet. Früher wurde damit das improvisatorische Einspielen auf der Orgel bezeichnet, weshalb diese Gattung besonders häufig mit Orgelwerken, vor allem jenen J.S. Bachs in Verbindung gebracht wird. Doch auch für das Klavier gibt es eine ganze Reihe von Toccaten, die ihre Komponisten meist in jungen Jahren schrieben. Das liegt wohl an der temperamentvollen, jugendlichen Ausstrahlung der Gattung. Viel Freude beim Hören!

Toccata op. 2  by  davidianni


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Musik von mir auf Twiturm

Für jene, die an Musik interessiert sind, werde ich zukünftig jeden Montag eine Aufnahme von mir über den Twitter-Dienst Twiturm präsentieren. Es werden hauptsächlich eigene Kompositionen, aber auch Aufnahmen mit klassischen Werken zu hören sein. Um über die neuesten Stücke informiert zu werden, ist es am einfachsten, wenn ihr mir auf Twitter folgt. Ihr könnt jedoch auch gleich Twiturm besuchen und dort den RSS-Feed abonnieren. Ich werde für meine Blogleser auch jeweils eine kurze Einführung in das betreffende Stück hier posten. Viel Freude beim Hören!

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Nachtrag (31.08.2009):
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich twiturm oder vielleicht doch Soundcloud nutzen werde. Das lässt sich halt sehr schön auf meinen Blog einbinden. Die Erfahrung wird’s zeigen.


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Gedanken über die tridentinische Messe II

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Mir scheint, dass die Blogoezese mehr und mehr über die tridentinische Messe berichtet. Seit ich dabei bin (also seit April 2009), habe ich bereits auf mehreren Blogs mitlesen dürfen, wie ihre Autoren dabei sind, die überlieferte Liturgie für sich zu entdecken. Ich erinnere mich, dass Elsa mit Begeisterung auf die Strahlkraft der tridentinischen Messe in Campocavallo di Osimo reagiert hat. Der Autor von Commentarium Catholicum scheint von seiner ersten Messe im usus antiquior ebenso positiv berührt gewesen zu sein und hält die Gregorianik gar für den Schlüssel zur Erneuerung der Liturgie. Benita schrieb vor einigen Tagen sehr schön und ausgeglichen über den Alten wie den Neuen Ritus in ihrem Artikel „Tridentinische Messe“. Und dass J.R.R. Tolkien seine Schwierigkeiten mit der Liturgiereform hatte, wundert mich nicht, genausowenig wie die Tatsache, dass der hl. Josemaría Escrivá nach der Liturgiereform den überlieferten Ritus bevorzugte (s. „Escrivá und die hl. Messe“ Teil 1 und Teil 2). Ja, über solche Dinge wird in der katholischen Blogosphäre berichtet. Es bewegt sich etwas in unserer Kirche, und das Motu Proprio Papst Benedikts hat in den vergangenen zwei Jahren unverkennbar zahlreiche spirituelle Früchte hervorgebracht.

Obwohl ich seit meiner Entdeckung der
Schönheit der tridentinischen Liturgie ebendiese der weit verbreiteten „unordentlichen“ Form der Neuen Messe vorziehe (N.B.: anerkannte Formen des römischen Ritus sind die „ordentliche“ und die „außerordentliche“ Form), liebe ich auch den Novus Ordo Missæ – wenn er z.B. so schlicht und erhaben gefeiert wird wie in Heiligenkreuz, wo ich ab morgen wieder zu Gast sein darf. Wird der Ablauf der Messe jedoch – auch nur in Kleinigkeiten – durch den Priester nach seinen persönlichen Vorlieben ummodelliert, was meist unnatürliche Brüche in der Messe erzeugt und die persönliche Andacht behindert, flammt die Sehnsucht nach der tridentinischen Messe in meinem Herzen umso stärker wieder auf. Auch die unnatürliche Gebetsrichtung zum Volk hin, die den Priester beim Beten verlegen in die Menge oder noch verlegener auf den Boden schauen lässt und die meist hässlichen Volksaltäre, die nach bester nachkonziliarer Manier auch noch unästhetisch – weil schmerzhaft unsymmetrisch – mit Kerzen oder Blumenstöcken „geschmückt“ sein müssen, tragen nicht dazu bei, dass ich eine Lanze für den NOM brechen würde. Vor allem aber sind es „die Intoleranz der Liberalen und die Unkenntnis der Unwissenden“, wie ich in meinem Bericht über die tridentinische Messe in Polen schrieb (s.o.), die meinen Gerechtigkeitssinn verletzen und mich anstacheln, mich umso inniger für die Alte Messe einzusetzen. Würden große Teile der Hebelzieher die Tradition nicht so ächten und wäre die Alte Messe innerhalb der Kirche wirklich anerkannt, dann hätte ich diesen Text wohl in einer anderen Tonart verfasst.

So hoffe ich auf jeden Fall fest, dass eine „Reform der Reform“ die Fehlentwicklungen der postkonziliaren Jahre im Laufe der Zeit ausmerzen und dazu beitragen wird, dass der Glaube in rechter Weise und unverkürzt verkündet wird – vor allem durch eine wirklich angemessene Würdigkeit des Ritus. Ich bin überzeugt, dass wir als Katholiken unseren Glauben mit all seinen Auswirkungen auf unser Leben dadurch ernster nehmen und ein glaubwürdigeres Zeugnis ablegen können, als dies zurzeit der Fall ist.

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Dieses Bild stammt aus einer Werbekampagne von Una Voce, gefunden habe ich es auf Elsas Nacht(b)revier.

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R.I.P. Pater Ansgar

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Gestern, am ersten Geburtstag unseres lieben Raphael, verstarb leider plötzlich und unerwartet P. Ansgar Schepers OCist aus dem Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel. Wir waren ihm freundschaftlich verbunden und bei jedem unserer Besuche in Stiepel über seine Freundlichkeit und seine Kinderliebe gerührt.



Hier ist P. Ansgar mit unserem 8-monatigen Antonio zu sehen (Februar 2008). Er kam gerade aus der Küche, wo er ein leckeres Mittagessen für Konvent und Gäste zubereitet hatte:

Stiepel Februar 2008 - 29

Auf diesem Bild sieht man P. Ansgar einen Tag vor Aschermittwoch diesen Jahres, auf dem Arm den 6-monatigen Raphael:

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Auf dem
Totenzettel des Stiftes Heiligenkreuz und des Klosters Stiepel kann man mehr über diesen lieben Menschen erfahren, der von vielen schmerzlich vermisst werden wird.

Requiem und Begräbnis finden am kommenden Samstag, den 29. August um 10.30 Uhr in Stiepel statt.
P. Prior Maximilian Heim wird dem Trauergottesdienst vorstehen. Nähere Informationen findet man auf der Seite des Klosters.

Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace.
Amen.


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Eine kleine Zwischenbilanz

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In meinem 102. Blogbeitrag möchte ich eine kleine Bilanz meiner bisherigen „Bloggerkarriere“ ziehen. Beginnen wir mit den Zahlen.

Beiträge

Der erste offizielle Beitrag (
Bravo, Herr Kaplan!) erschien in der Osteroktav am 17. April 2009, nachdem ich meine Homepage (der Blog ist ja lediglich ein Bestandteil meiner Homepage) zu Ostern mehr oder weniger fertiggestellt hatte und damit online gegangen war. 15 Beiträge gingen diesem ersten Post voraus, welche ich zwischen 2005 und 2009 für Amici di Dio und kath.net geschrieben hatte.

Demnach sieht die
Veröffentlichungsstatistik bis zum heutigen Tag folgendermaßen aus:

2005: 5 Beiträge
2006: 0 Beiträge [hm, da war ich wohl schreibfaul]
2007: 8 Beiträge
2008: 1 Beitrag
2009: 88 Beiträge
März: 1 Beitrag
April: 10 Beiträge
Mai: 42 Beiträge [wow!]
Juni: 14 Beiträge
Juli: 11 Beiträge
August (bis heute): 10 Beiträge
Insgesamt: 102 Beiträge

Kommentarmäßig sieht’s eher schwach aus, aber ich gebe zu, ich kommentiere auch selten bei meinen Kollegen. Seht’s mir bitte nach. Dafür lese ich umso fleißiger mit!

April: 9 Kommentare
Mai: 33 Kommentare
Juni: 36 Kommentare
Juli: 20 Kommentare
August (bis heute): 18 Kommentare
Insgesamt: 116 Kommentare

Zugriffe

April: 263 unique visitors - 459 visits - 1.823 pageviews
Mai: 770 unique visitors - 1.744 visits - 4.708 pageviews
Juni: 704 unique visitors - 1.427 visits - 3.363 pageviews
Juli: 875 unique visitors - 1.739 visits - 4.095 pageviews
August (bis heute): 788 unique visitors - 1.377 visits - 2.983 pageviews
Insgesamt: 2.957 unique visitors - 6,716 visits - 16.907 pageviews

Das sind natürlich Zahlen, die so wahrscheinlich nicht ganz stimmen, da auch Suchmaschinen und andere automatisierte Roboter-Programme meiner Seite Besuche abstatten. Die Aufrufe werden übrigens von
Google Analytics und von Mint gezählt.

Beliebte Beiträge

Stellt sich noch die Frage, welche meiner Seiten die meisten Besucher anziehen.

Die Blogbeiträge werden angeführt von diesen Artikeln:

1. Die
Twitter-Tipps
2.
Bravo, Herr Kaplan!
3. Die
Love-Story-Trilogie
4.
Die Melodie des Gewissens
5.
Musik der Anbetung
6.
Katholische iPhone-Programme
7.
Neue Geistliche Lieder
8.
Das Skapulier
9.
Für die Priester
10.
Fußballlieder in der Messe

Meine Musik

Gott sei Dank geht meine Musik nicht ganz unter, obwohl ich kaum darüber berichte (ich habe vor, das nach und nach zu ändern). Nach dem Blog werden die Klavier-, Chor- und Notenseiten mit am meisten angeklickt. Wer also noch nicht da war: schaut bitte mal rein und hört euch das ein oder andere Stück von mir an! Am besten in einer ruhigen Minute; ich denke, dass meine Musik sich nicht für den schnellen Verzehr eignet. Manches muss man vielleicht auch öfters hören, um auf den Geschmack zu kommen.

Suchanfragen

Erstaunlich, was alles an Suchanfragen schon auf meine Seite geführt hat! Klarer Vorreiter der Liste ist die Suche nach meinem Namen. Jeden Tag wird mein Name mehrmals gegoogelt. Das erstaunt mich schon sehr. Naja. Freuen tu ich mich, dass immer wieder Suchanfragen zur Mundkommunion und zu Musik und Anbetung bei mir landen, ebenso wie Suchanfragen zu Fußballgottesdiensten und irgendwelchen Neuen Geistlichen Liedern. Wobei man hier wahrscheinlich auf etwas anderes stößt, als man sich erwartet. Aber das ist gut so. Im technischen Bereich führen regelmäßig Fragen nach Twitter zu den Twitter-Tipps, sowie Suchanfragen bezüglich Bibelprogrammen oder anderen religiösen Programmen fürs iPhone auf meinen Blog.

Referrer

Hier führen eindeutig die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter, auf denen ich Links zu meinen neuesten Posts einstelle. Viele Besuche erreichen mich aber auch durch Verlinkungen meiner Bloggerkollegen Elsa, Martin von Exsvltet, Stanislaus von Politisch Unpolitisches und Alipius von Rom, Römer, Am Römsten und vielen anderen. Eine ganze Flut an Klicks sind auch reingekommen, als P. Recktenwald FSSP von kath-info.de auf meinen Blog verlinkt hat. Danke an alle, die mich in irgendeiner Weise verlinkt haben!

Persönliches Fazit

Bloggen macht Spaß, erfordert aber gleichzeitig Disziplin, wenn man nicht möchte, dass das Blog gleich nach den ersten Wochen der Begeisterung einschläft. Ich denke, dass ich die Rekordzahl von 42 Beiträgen im Mai diesen Jahres nicht mehr toppen werde. Diese Quantität ist sicher auf meinen anfänglichen Blogger-Eifer zurückzuführen. Da ich mich bemühe, mehr ausführliche als kurze Beiträge oder Verlinkungen zu bringen, vermute ich, dass es realistisch ist, dass ich einen Durchschnitt von 2-4 Beiträgen pro Woche halten kann. Zumindest ist dies mein Vorsatz.

Als sehr bereichernd erlebe ich die vielen neuen Bekanntschaften mit anderen katholischen Bloggern, ebenso wie mit einzelnen Lesern, die sich ab und zu mit mir in Verbindung setzen. Seit ich selbst blogge, verfolge ich natürlich auch die Blogs meiner Kollegen wesentlich aufmerksamer, was sehr lehrreich und auch oft unterhaltsam und meist erbaulich ist. Einen herzlichen Dank meinen
Mitbloggern für die vielen tollen Beiträge, die ein fester Bestandteil meiner täglichen Lektüre geworden sind. Diese Gemeinschaft hilft mir dabei, im Glauben zu wachsen, genauso wie das Schreiben meiner eigenen Beiträge mir ermöglicht, meine Gedanken zu ordnen und sie auch im persönlichen Gespräch klarer zum Ausdruck zu bringen.

Schließen möchte ich mit dem wunderbaren Weihegebet des
hl. Franz von Sales, das er seiner Philothea vorangestellt hat. Der hl. Franz von Sales ist ja bekanntlich der Schutzpatron der Blogoezese:

Gütiger Jesus, mein Herr,
mein Heiland und mein Gott!
Ich lege dieses Werk zu deinen Füßen nieder
und weihe es deiner Ehre.
Belebe seine Worte durch deinen Segen,
damit die Seelen, für die ich es verfaßt habe,
daraus die heiligen Eingebungen empfangen,
die ich ihnen wünsche.
Mögen sie vor allem dein unendliches Erbarmen auf mich herabrufen,
daß ich nicht anderen
den Weg zur Frömmigkeit hienieden zeige
und selbst im anderen Leben verworfen
und auf ewig zuschanden werde.
Laß mich mit ihnen ohne Ende
den Triumphgesang singen,
dieses herrliche Wort,
das ich von ganzem Herzen als Treuegelöbnis
inmitten dieses unsteten Lebens ausspreche:
Es lebe Jesus! Es lebe Jesus!
Ja, Herr Jesus, lebe und herrsche
in unseren Herzen
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.


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Gute Priester, gute Beichten

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Dafür dass die Familienfreizeit mit der Petrusbruderschaft mich so sehr beeindruckt hat, habe ich doch recht wenig darüber gebloggt. Rückblickend möchte ich nämlich noch sagen, wie gut die Klarheit mir getan hat, mit der die Priester der Petrusbruderschaft die katholische Lehre in ihren Vorträgen, Predigten und vor allem auch in der Beichte während der Woche in Blankenheim verkündet haben. Durch meine Verbindung zu den „Amici di Dio“, zu den Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz und zu Priestern wie Don Reto Nay, Kaplan Johannes Schwarz und Pfarrer Konrad Sterninger ist mein Kompass zwar eindeutig römisch-katholisch ausgerichtet - was bei Durchschnittskirchgängern und von der Kirche Fernstehenden leider immer wieder den Eindruck erweckt, ich sei „extrem“; Unsinn, ich bin nur katholisch! - doch macht der Alltag in der Welt und in der eigenen Pfarrei es einem nicht immer leicht, sich selbst noch als „katholisch normal“ zu verstehen.

Es war also wirklich erbaulich, mal wieder einen kleinen Haufen Priester zu erleben, die nicht ständig versuchen, einen Spagat zwischen Lüge und Wahrheit zu machen (wie es der gemeine Dorfpfarrer oder
Dechant es tragischerweise so oft tun). Priester, die nicht in Shorts, Birkenstock-Schlappen oder Strickwesten herumlaufen, sondern in einer modisch eleganten und vor allem zeitlosen Soutane, welche die Würde ihrer Berufung deutlich unterstreicht. Gleichzeitig habe ich dieses Priesterformat stets als sehr aufgeschlossen, freundlich, humorvoll, kinderliebend und charismatisch erlebt. (Das erwähne ich nur, weil auf „Soutanenpriestern“ der Ruf des strengen und bornierten Ewiggestrigen lastet. Dem ist natürlich nicht so. Ich denke, dass eher viele Priester mit einem verkehrten Verständnis des II. Vatikanums diese Eigenschaften vertreten. Klammer zu.)

Seit ich wieder zur Beichte gehe - seit 2003 - bemühe ich mich darum, solche Priester aufzusuchen, die 1. ehrlich und schonungslos - also Klartext - mit mir reden und 2. mir nicht bei jeder gebeichteten Sünde Anekdoten aus ihrem eigenen Leben erzählen. Eine meiner gnadenreichsten Beichten hatte ich Anfang diesen Monats in Blankenheim bei P. Bernhard Gerstle FSSP, der im „Ruhrgebiets-Rundbrief“ der Bruderschaft u.a. folgendes geschrieben hat:

„(…) jeder wird zugeben, dass von Ausnahmen abgesehen, in den durchschnittlichen Pfarreien das Bußsakrament fast zum Erliegen gekommen ist. Die Gründe dafür sind sicher vielschichtig. Da ist zum einen der eklatante Glaubensschwund. Viele bedenken nicht mehr die Folgen der Sünde und die Sühne, die dafür entweder in diesem Leben oder in der Ewigkeit geleistet werden muss. Damit verbunden ist der Mangel an Sündenbewusstsein. Die Kriterien für das, was als schwere Sünde zu bewerten ist, hat sich jedoch nicht geändert, wie dies auch nochmals der neue Weltkatechismus bestätigt. Daran ändern auch abweichende Auffassungen einzelner Geistlicher nichts. Auch hat die Einführung der allgemeinen Bußandacht, die als Hinführung zur Beichte gedacht war, bei vielen Gläubigen den fälschlichen Eindruck erweckt, sie könne die persönliche Beichte ersetzen. Doch nach wie vor gilt, dass schwere Sünden (= Todsünden) in einer persönlichen Beichte bekannt werden müssen.
Ein Kommunionempfang im Zustand schwerer Sünde ist nicht nur unfruchtbar, sondern darüber hinaus ein Sakrileg (schwerer Missbrauch eines Sakraments).(Hervorhebung von mir.)

P. Gerstle verweist auf das Schreiben Papst Benedikts an alle Bischöfe und Priester zum Auftakt des Priesterjahres, der „den heroischen Seeleneifer des hl. Johannes Maria Vianney“ herausstellt. Der heilige Pfarrer von Ars hörte „im Sommer nicht selten bis zu 16 Stunden täglich Beichte. (…) Indem der Heilige Vater in seinem Schreiben so ausführlich auf die Seelsorge des hl. Pfarrer von Ars in der Ausübung des Bußsakraments eingeht, wird deutlich, welche Bedeutung Papst Benedikt diesem heiligen Sakrament beimisst und wie sehr er eine treue Verwaltung dieses hl. Sakraments von den Priestern erwartet.“

P. Gerstle schließt mit dem Wunsch, dass „das vom Papst ausgerufene Priesterjahr reiche Früchte tragen und viele Priester zu neuem Eifer für Gott und die ihnen anvertrauten Menschen anspornen“ möge. „Beten wir um gute und heiligmäßige Priester!“

Zum Schluss möchte ich das schöne Gebet zitieren, das in Ars während des Priesterjahres täglich in der Basilika gebetet wird:

Père Très Saint,
en cette année sacerdotale
que tu donnes à ton Église,
nous te prions pour tous
les prêtres du monde;
Viens les bénir
et rendre fructueux leur ministère.

Donne à tes pasteurs,
par l‘intersession du Saint Curé d‘Ars,
un cœur semblable à celui de ton Fils.

Suscite par ton Esprit-Saint
de nombreuses vocations sacerdotales.

Amen.

***

Heiligster Vater,
in diesem Priesterjahr,
das du deiner Kirche schenkst,
bitten wir dich für alle Priester der ganzen Welt;
segne sie und mache ihren Dienst fruchtbar.

Auf die Fürsprache des hl. Pfarrers von Ars
gib deinen Hirten ein Herz,
das dem deines Sohnes ähnlich ist.

Erwecke durch deinen Heiligen Geist
zahlreiche Priesterberufungen.

Amen.


[Übersetzung der Pfarrer-von-Ars-Gebetsgemeinschaft]


Nachtrag: Noch etwas zur Petrusbruderschaft: P. Engelbert Recktenwald FSSP weist auf seiner Seite kath-info.de auf eine neue Webseite der Konfraternität St. Petrus hin. Es handelt sich um eine Vereinigung von katholischen Laien und Priestern, die durch Gebet und Opfer die Priesterbruderschaft St. Petrus unterstützen möchten.


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Die Messe - online!

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Kaplan Johannes Maria Schwarz stellt seit einigen Tagen sein Meisterwerk „Die Messe“ auch online zur Verfügung! Wer also noch nicht zu den 11.000 Besitzern dieser schönen und lehrreichen DVD gehört, kann sich nun über Vimeo tiefer in die Schönheit der katholischen Messe führen lassen. Ein großer Dank an Don Johannes dafür.

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Außerdem möchte ich ein neues Projekt von Johannes Schwarz kurz erwähnen: Quærens, ein 12-teiliger Glaubenskurs auf 6 DVD’s, der 2010 erscheinen soll. In Ars durfte ich in mehreren Katechesen bereits Auszüge des Kurses hören. Natürlich - könnte es anders sein?! - wird das Ganze fantastisch. Bitte betet auch ab und an ein Ave Maria für Johannes, damit seine Arbeit weiterhin gut gelingt und den Menschen viel Segen bringt!



Ach ja, und die Sonntags-Sticker-Alben für das Lesejahr C (also ab Advent 2009) kann man nur noch bis 21. September vorbestellen!

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Hoffnungszeichen

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Auf Vox Cœlestis bin ich mal wieder bei einem hervorragenden, spitzfindigen Beitrag hängen geblieben. Die himmlische Stimme stellt fest, dass es aufgrund des Priestermangels auch einen Mangel an Messen gibt, andererseits aber viele Priester scheinbar recht unmotiviert scheinen, wenn es um die tägliche Liturgiefeier geht. Weil es so schön ist (naja, wie man’s halt sieht…), hier ein kleiner Ausschnitt seines wortgewaltigen Feuerwerks aus „Zollitsch City“:

„Entziehen nicht unsere teils aufgeblähten Kirchenverwaltungen viel zu viele Geistliche dem unmittelbaren Dienst an Gott und den Seelen? Das hiesige Erzbistum hat einen Erzbischof und drei (!) Weihbischöfe im Angebot, dazu zehn Domkapitulare, die alle ihre Bäuerchen auf irgendeinem amtlich-wichtigen Kirchenklo machen. Und auch sonst turnen noch manch andere Priester in irgendwelchen Referaten, Akademien oder als special agents für geistlichen Pipifax rum. Kann es nicht sein, daß sich hier einige Koordinaten hanebüchen verschoben haben?

Wie viele Priester tragen heute eine - zumindest in meinen Augen - fragwürdige Vorstellung ihrer Berufung herum, wenn ihnen der "LFT", der "liturgiefreie Tag", so wichtig ist? Läßt sich denn die Feier der heiligen Messe und das Gebet der Kirche auf die gleiche Stufe stellen wie zum Beispiel der Knochenjob eines Angestellten bei der Städtischen Müllabfuhr, dem man den freien Tag ohne Müllwagen und Biotonne keineswegs mißgönnt?“

Sponsa Agni, ebenfalls eine neue, lesenswerte und humorvolle Bloggerin in unserer Blogoezese, hat den tieferen Sinn des Neuen Geistlichen Lieds entschüsselt:

„Wo Menschen sich verpesten, die Wege verlassen
und neu beginnen, ganz neu:
Da beschmieren sie Himmel und Herde,
und diese Erde unter uns,
da beschmieren sie Himmel und Herde
und diese Erde unter uns.“

Und Stanislaus fügt in den Kommentaren den Text eines anderen Schlagers hinzu:

„Herr, wir kommen Schutt abladen vor Dein heil'ges Angesicht.“

Brian schreibt über die Mundkommunion, Tiberius freut sich über Maria Himmelfahrt am Institut St. Philipp Neri, Elsa führt innerkatholische Gespräche, Phil wird den Pfarrsaal retten, Martin führt ein spannendes Interview mit dem Abt der Abtei Mariawald, Johannes bindet einen schönen Mariä-Himmelfahrt-Kräuterstrauß, Stefan gibt Einführungen in das Beten der hl. Teresa von Avila, Amica verbreitet Gebetszettel zum Priesterjahr (schon eine Ladung bestellt?!)… Täglich bereichert die Blogoezese das Internet um zahlreiche beeindruckende Zeugnisse für den katholischen Glauben. Welch eine Freude!

Da bestätigt sich einmal mehr die Feststellung von Guido Horst in der Tagespost, dass nämlich „diejenigen, die nicht an Benedikt XVI. und seinem Kurs in Glaubensfragen leiden, (…) zu Pionieren des Katholischen im Internet geworden“ sind. Viele Katholiken leiden an den Entstellungen, die eine orientierungslose Generation der Kirche und ihrer Liturgie in den vergangenen 40 Jahren zugefügt hat. Die katholischen Blogger verleihen jenen eine Stimme, die sich nach einer wahren Heimat innerhalb der Una Sancta sehnen.

Ich glaube, dass der wunderbare Zuwachs der katholischen Blogosphäre auf Dauer auch reiche Frucht in der Kirche hervorbringen wird. Beim Lesen der katholischen Blogs (s.a. meine
Linkseite) wächst meine Hoffnung, dass unsere geliebte Kirche nach den Jahren der kahlen Betonkirchentheologie und der bunten Clownliturgie dabei ist, in die katholische Normalität zurückzufinden.


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Maria Himmelfahrt mit Heinrich Biber

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Am 12. August, also vor drei Tagen, war der 365. Geburtstag von Heinrich Ignaz Franz Biber. In Ars bin ich nicht mehr dazu gekommen, über Biber zu bloggen, obwohl ich es mir eigentlich fest vorgenommen hatte. Doch auch heute bietet sich eine wunderbare Gelegenheit, die Musik dieses großen Komponisten kurz vorzustellen.

Eines seiner Hauptwerke sind die so genannten „
Rosenkranz-Sonaten“ (oder auch „Mysterien-Sonaten“) für Violine. Jedes der 15 Rosenkranzgeheimnisse wird durch eine mehrsätzige Sonate musikalisch betrachtet. So möchte ich am heutigen Hochfest „Maria Himmelfahrt“ (lesenswerte Einführungen gibt es u.a. bei Elsa, Stefan, Andreas und natürlich auf kath.net) einen Auszug aus der 14. Sonate hier einbetten. Diese Musik kann uns helfen, tiefer in die strahlende Freude des heutigen Tages einzudringen und unser Herz durch Maria zu Gott emporzuheben.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und von tiefer Freude erfülltes Fest!




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Ein paar Bilder aus Ars

Nachdem Elsa vor einigen Tagen schon Bilder von unserer Ars-Wallfahrt veröffentlicht hat, nehme ich mir nun endlich die Zeit, auch noch ein paar Fotos von hier zu posten:

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Tridentinische Messe am Schrein des heiligen Pfarrers von Ars:

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Das Pfarrhaus, in dem der Heilige 40 Jahre lang gelebt hat:

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In Dardilly (Geburtsort des hl. Jean-Marie Vianney):

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Das Geburtshaus des Heiligen:

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Das Bett, in dem Jean-Marie Vianney geboren wurde:

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Hier hat der kleine Jean-Marie seine erste heilige Beichte abgelegt:

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Und noch ein paar Bonus-Fotos. Den hier haben wir im Supermarkt „gefunden“. ;-)

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Kaplan
Johannes Maria Schwarz hält hier in Ars auch großartige Vorträge für uns, so z.B. an der Begegnungsstatue, wo sich heute Vormittag während des Vortrags eine lustige Begebenheit zugetragen hat:

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Antonio gesellt sich spontan zu Don Johannes und lernt, wie man einen Segen spendet (man beachte das
Benediktuskreuz in seiner Hand - er gibt es nicht mehr her):

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Das Benediktuskreuz in all seiner Kraft:

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Nach schallendem Gelächter von seiten der Zuhörer kann Johannes nun seinen Vortrag über die 3 Stufen im geistlichen Leben fortführen, während Antonio etwas weiter entfernt Steine in sein Eimerchen schaufelt. Doch ein ganz normaler Junge also. ;-)

Drei Fotos von unserem letzten Nachmittag in Ars:

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Unser kleiner Raphael – „Introibo ad altare Dei“, zum Altare Gottes will ich krabbeln:

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Gedanken über die tridentinische Messe I

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Vor einer guten Woche nahmen wir zum ersten Mal an der alljährlichen Familienfreizeit der Petrusbruderschaft in Blankenheim teil. Hier treffen sich Familien, um während einer Woche „bei guter, froher Atmosphäre an Leib und Seele aufzutanken“, wie es im Programmtext der Petrusbruderschaft heißt. Natürlich ist solch eine Woche nicht ganz stressfrei, vor allem nicht für jene Familien, die mit Kleinkindern unterwegs sind. So wie Martina und ich halt. Dennoch tut dies der Schönheit solch einer „Familienfreizeit“ keinen Abbruch. Genau so wenig die Tatsache, dass die „stillen Messen“ im außerordentlichen Ritus aufgrund der zahlreichen Kinder keine wirklich stillen Messen sind. Es geht eine wunderbare Kraft von der heiligen Liturgie aus, die uns wirklich hat auftanken lassen.

Nachdem ich seit Monaten, ja fast einem Jahr keine alte Messe mehr feiern konnte, war der tägliche Besuch der Messe im tridentinischen Ritus wie ein liturgischer Wellness-Urlaub. Keine Änderungen im Ablauf, kein Streichen von Wesentlichem, kein Hinzufügen von Banalem, keine unnötigen, bösen Überraschungen in der heiligen Messe. Zeit zu beten, Zeit für Stille, nicht die ständige Pflicht, irgendetwas zu tun oder zu sagen. Sich einfach nur hinein versenken können in das Geheimnis des Messopfers Christi. Welche Wohltat, welch eine Gnade, welch ein Segen für eine Familie!

Gleichzeitig kommen in Anbetracht des Schicksals der klassischen Liturgie immer wieder Wut und Unverständnis darüber hoch, wie eine einzige Generation an Bischöfen, Priestern und (Un-)Gläubigen es schaffen konnte, mit einem derartigen Hass soviel Gutes und Schönes zu zerstören. Manchmal denke ich, dass man es nur mit Dummheit erklären kann. Dann wieder vermute ich, dass dahinter ein teuflischer Plan stecken muss. Am Schluss gestehe ich mir ein, dass ich nicht beurteilen kann, was hinter dieser drastischen Wendung steckt, und wohl nie ganz verstehen werde, wie es dazu kommen konnte. Bleibt die Hoffnung und das innige Gebet, dass die Liturgie, die unzählige Heilige während Jahrhunderten aus ganzer Seele geliebt und gefeiert haben (wie der heilige Pfarrer von Ars, an dessen Wirkungsstätte ich diesen Text gerade schreibe), wieder nach und nach mehr Anerkennung, Respekt und vielleicht sogar Liebe erfahren wird. Wir haben einen Papst, der alles Mögliche dafür tut. Mögen wir Christen ihm vertrauen und auf ihn hören.

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Vox Cœlestis

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In den letzten Tagen haben einige Bloggerkollegen auf neue katholische Blogs aufmerksam gemacht. Besonders gut gefällt mir Vox Cœlestis. Der Autor scheint viel von Kirchenmusik und Liturgie zu verstehen, so dass wir sicher noch manch Wissenswertes von ihm erfahren werden. Ich habe seine bisherigen Beiträge auf jeden Fall mit Freude gelesen. So schreibt er z.B. etwas spitz über den hl. Pfarrer von Ars, zu dem ich morgen reisen werde:

„Der Heilige Vater hat in seinem Hang, die Segnungen des heiligen Zeitgeistes perfide zu hintertreiben, zum Priesterjahr diesen Heiligen dem Klerus als Vorbild angetragen, was zumindest im deutschen Katholizismus die konsequent-üblichen Verstörungen hervorrief. Warum geraten die eigentlich nie zur ultimativen Schockstarre ...?

Hintergründe der Verstörungstheorie: Der hl. Johannes Maria war wohl nicht mal auf der intellektuell-akademischen Höhe seiner eigenen Zeit, von der Gegenwart ganz zu schweigen. Von moderner Pastoral dürfte der Heilige keinen blassen Schimmer gehabt haben, moderne spirituelle Erlebniswelten von A wie Alexandertechnik bis Z wie Zen waren auch nicht sein Ding. Den Leib des Herrn hätte er nie bei einem Heilig-Brot-Happening in einer Grillzange durch die Gegend getragen, stattdessen veranstaltete er möglichst pompöse Fronleichnamsprozessionen durch sein Dorf.

Apropos Dorf: Er mußte sich auch nicht um Seelsorgeeinheiten mit 5000 Katholiken, 5 Kirchen, 50 Gottesdienstbesuchern und 0,5 Bußwilligen kümmern, sondern hatte nur eine 230-Seelen-Pfarrei an der Backe (plus halb Frankreich) und damit natürlich den vollen Chill in der klerikalen Hängematte (allerdings ohne Pastoralreferent und sonstige engagierte christfidele Laiici). Kasteit hatte es sich wahrscheinlich aus lauter Langeweile, oder um mangelnde Kreativität in Sachen liturgischer Selbstverwirklichung zu kompensieren, oder weil er einfach ein Seelenheil-Psycho war, aber das ist ja so oder so oder so ganz klar neurotisch, wie beispielsweise von berufenstem geistlichen Ab ... ähhh Beistand zu Schweinfurt (Ortsgespräch-Archiv: Juli 2009) festgestellt.“

[Anmerkung: den Link zu jenem teuflischen Clown aus Schweinfurt findet ihr im Originalbeitrag der „Himmlischen Stimme“]

Mir gefällt’s und ich schließe mich von Herzen seinem Gebet an:

Heiliger Pfarrer von Ars, bitte für uns!


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Helpdesk bei den Mönchen

Auf der großartigen Familienfreizeit der Petrusbruderschaft in Blankenheim hat ein Priester mir dieses lustige Video gezeigt, das mich irgendwie daran erinnert, wie ich ab und zu versuche, meinen technisch weniger versierten Verwandten und Freunden die Betriebsweise der grundlegendsten Computerprogramme näher zu bringen. Über die Tage mit den Petrusbrüdern und vielen anderen katholischen Familien werde ich in den kommenden Tagen von Ars aus bloggen. Herzliche Grüße!





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Zum Geburtstag von Hans Rott

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Heute vor 151 Jahren wurde eine tragische Figur der Musikgeschichte geboren: Hans Rott. Sein Werk ist sehr spärlich und bruchstückhaft, doch eine Komposition hat es (einigermaßen) in den Konzertbetrieb geschafft: Rotts wunderbare Symphonie Nr. 1 in E-Dur, die er als junger Mann um die 20 komponierte. Zu Lebzeiten war ihm kein Erfolg beschieden, seine visionäre Musik wurde nicht verstanden. Gustav Mahler, der ihn Gott sei Dank um viele Jahre überlebte, schätzte sein Werk allerdings sehr und nannte ihn gar den „Begründer der neuen Symphonie, wie ich sie verstehe.“ Ja, man hört neben Wagner auch Mahler aus Rotts faszinierender Musik heraus, die dennoch einen ganz eigenständigen Stil besitzt. Dass Rott nicht mehr Musik hinterlassen hat, liegt neben der Kürze seines Lebens auch an einer schweren psychischen Krankheit, unter der er litt. Hans Rott wurde keine 26 Jahre alt, seine letzten drei Lebensjahre verbrachte er in der Irrenanstalt.

Sein Lebensende war, um es gelinde auszudrücken, traurig:

„1876 bis 1878 hatte Rott eine Organistenstelle an der Piaristenkirche in Wien, widmete sich dann - neben Privatstunden - ganz der Komposition, vor allem seiner Sinfonie in E-Dur. Dieses Hauptwerk wurde jedoch von Johannes Brahms negativ beurteilt und eine Aufführung von dem interessierten Dirigenten Hans Richter aus Zeitgründen zurückgestellt. Als auch ein Antrag auf Gewährung eines staatlichen Stipendiums abgelehnt wurde, verließ Rott 1880 Wien, um eine Stelle als Chorleiter in Mulhouse anzutreten. Bei der Abreise dorthin manifestierte sich seine schwere psychische Krankheit – seinerzeit als „halluzinatorischer Irrsinn und Verfolgungswahn” bezeichnet. Der Abschied von Wien bedeutete offenbar eine derart schwere Belastung, dass es im Zug zur persönlichen Katastrophe kam. Rott bedrohte einen Mitreisenden mit dem Revolver, als der sich eine Zigarre anzünden wollte, weil Brahms den Zug mit Dynamit habe füllen lassen. Rott wurde nach Wien zurückgebracht und dort zunächst in die Psychiatrische Klinik, 1881 in die Niederösterreichische Landes-Irrenanstalt eingewiesen. Den Rest seines kurzen Lebens verbrachte er dort, empfing Besuche seiner Freunde, komponierte noch fallweise, vernichtete aber auch viele seiner Werke. Er verstarb 1884 an Tuberkulose.“ (
Wikipedia)





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