Linksammlung

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Seit heute gibt's nun auch eine Linksammlung. Sie besteht ausschließlich aus katholischen Seiten. Vielleicht bekommt die Musikabteilung auf meiner Homepage auch noch eine eigene Sammlung, mal schauen. Die katholischen Seiten finde ich im Augenblick auf jeden Fall interessanter.

Ich möchte besonders auf die tollen katholischen Blogs hinweisen und meinen Kolleg(inn)en danken, die mich in ihren Blogroll aufgenommen haben! Versäumen Sie nicht, ein wenig darin zu stöbern und vielleicht den ein oder anderen spannenden Blog zu abonnieren!


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Gegen die Abtreibung

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Heute ist auch der Gedenktag der heiligen Abtreibungsgegnerin Gianna Beretta Molla. Mögen auf ihre Fürsprache hin die teuflisch hohe Zahl der Abtreibungen zurückgehen…
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Der Sänger Mariens

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Heute gedenkt die Kirche des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort (1673-1716).

Der heilige Ludwig Maria (Louis-Marie) war einer der innigsten Marienverehrer aller Zeiten und hat zahlreiche wertvolle Schriften und unzählige Lieder hinterlassen. Eine sehr gute Auswahl dieser Schriften ist im „
Goldenen Buch“ enthalten. Die Marienweihe mit 33-tägiger Vorbereitung geht auf ihn zurück. Ausgiebige Informationen zur Marienweihe findet man auf der Homepage der katholischen Gemeinschaft „Amici di Dio“.

Seine Schriften haben mich stark beeinflusst. Die Weihe mache ich seit nunmehr 5 Jahren, und ich kann nur bestätigen, dass sie tiefgreifende Auswirkungen hat!

Worte Papst Johannes Pauls II. über das „Goldene Buch“:

„Ich selbst schöpfte in meiner Jugend großen Gewinn aus der Lektüre dieses Buches, denn darin fand ich die Antwort auf meine Ratlosigkeit: Meine Furcht bestand darin, dass die Verehrung Mariens und ihre große Verbreitung, den Vorrang der Verehrung Christi, gefährdete. Unter der weisen Führung des Hl. Ludwig verstand ich, dass wenn man das Geheimnis Marias in Christus lebt, diese Gefahr nicht besteht. Auf meinem Bischofswappen ist der Wahlspruch ‚Totus Tuus‘ zu lesen, der sich bekanntlich an der Lehre des Hl. Ludwig inspiriert.“

Diese beiden Worte bringen die vollkommene Zugehörigkeit zu Jesus durch Maria zum Ausdruck: „Totus Tuus ego sum, et omnia mea tua sunt!“ schreibt der Hl. Ludwig und er übersetzt: „Mein Jesus, ich bin ganz Dein, und alles, was mein ist, ist Dein durch Maria, Deine heilige Mutter!“

Aus dem „Flammengebet“ des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort:

„Um wahre Kinder Mariens, Deiner heiligen Mutter, bitte ich Dich, die von ihr in Liebe empfangen und in ihrem Schoß getragen, geboren und an ihrer Brust ruhend, von ihrer Milch genährt und durch ihre Sorge groß gezogen, von ihrer Hand gestützt und mit ihren Gnaden bereichert sind!“

„Heiliger Ludwig Maria, bitte für uns!“


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Der Medien-Priester

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In den vergangenen 2 Jahren hat P. Dr. Karl Wallner aus Heiligenkreuz sicher mehr Interviews gegeben als manch ein Popstar. Wollte man all seine Interviews hören, lesen und schauen, bräuchte man wohl einige Tage Zeit. Ich möchte allerdings auf einen sehr guten Beitrag (Beitrag mittlerweile nicht mehr online) hinweisen, den der NDR vor 2 Wochen gebracht hat. Souverän und sympathisch wie man es von ihm kennt, steht P. Karl in dieser Sendung der Moderatorin wieder einmal Rede und Antwort.
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Bemerkenswert finde ich, dass P. Karl nie den Blick auf das Wesentliche verliert und es meisterhaft versteht, klar und trotzdem leicht verdaulich über die Kirche zu reden. Selbstverständlich sind Interviews zum fantastischen Chant-Album keine theologischen Abhandlungen. Predigten und Vorträge von P. Karl kann man sich u.a. bei Gloria.tv und Kathtube zu Gemüte führen (es lohnt sich!).

Danke für Deinen großartigen Dienst, lieber P. Karl! Gäbe es Dich nicht, müsste der liebe Gott einen Mönch von Deinem Format erfinden!


Bild: Meine Frau Martina und ich am wohl schönsten Tag unseres Lebens. :-) Hochzeit in im Stift Heiligenkreuz, Trauungspriester P. Karl


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Über die Notwendigkeit der Musik

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Vergangenes Wochenende hatte ich das Glück, an einem Seminar des Neurologen und Querflötisten Dr. Prof. med. Eckart Altenmüller teilzunehmen. Dass Musik positive Auswirkungen auf den Menschen haben kann, weiß man intuitiv. Prof. Altenmüller belegt diese Ahnung durch seine ausgiebigen Forschungen mit beeindruckenden Resultaten. Den Inhalt seiner Vorträge kann ich hier nicht wiedergeben, aber seine 8 Argumente für die Notwendigkeit von Musik an unseren Schulen möchte ich kurz erläutern. Sie fassen komprimiert zusammen, wieso Wissenschaftler wie Prof. Altenmüller ihre Forschungen diesem Gebiet widmen.

1. 98% der Menschen sind mit einem Sinn, mit Liebe für die Musik geboren

Die restlichen 2 Prozent leiden wohl unter einer „kongenitalen Amusie” (früher mit dem besser verständlichen Namen „Seelentaubheit“ bezeichnet).

2. Musik ist ein Teil der Kulturen

Prof. Altenmüller legt Wert auf die Mehrzahl, da Musik in allen Kulturen eine wichtige Rolle spielt.

3. Musik lehrt uns das Zuhören

Musikhören muss ein aktiver Prozess sein, wenn man die Musik verstehen will. Sie hilft uns, auch im Leben besser zuzuhören.

4. Musik fordert uns heraus

Will sagen: Musik ist nicht da, um uns glücklich zu machen (natürlich kann sie das auch!), sondern sie kann und soll uns auch verstören, Dinge in Frage stellen, unser Denken herausfordern. So manch eine Biographie wurde schon durch ein kleines Musikstück drastisch umgeschrieben!

5. Musik ist interdisziplinär

Sie vereint verschiedene Disziplinen wie z.B. Dichtung, Mathematik, Architektur und fördert unsere Fähigkeit in Querverbindungen zu denken.

6. Musik macht unser (Innen-)Leben reicher

Wenn Sie zu den 98% gehören, die mit einer Affinität für Musik geboren sind, werden Sie dieses Argument ohne Weiteres bestätigen können!

7. Musik ist eine „Insel“ der Kreativität

Musizieren, aber auch Musikhören, bietet wunderbare Möglichkeiten, die Kreativität auszuleben und auszubauen.

8. Musik ist eine Möglichkeit, der Welt Sinn zu geben
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Der letzte Punkt in Prof. Altenmüllers Argumentation gefällt mir persönlich am besten: Musik kann tatsächlich helfen, die Welt zu erklären und besser zu verstehen. Sie kann Realitäten „aussprechen“, für die die Sprache keine Worte mehr hat. Hier ist natürlich die spirituelle Dimension der Musik gemeint, die ein Bindeglied ist zwischen dem Sicht- und dem Unsichtbaren.

Prof. Altenmüllers neues Buch kann man hier vorbestellen. Danke, lieber Prof. Altenmüller, für die tollen Vorträge!


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Die Melodie des Gewissens

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Ich lese zurzeit eine hochinteressante Schrift von P. Martin Ramm FSSP mit dem Titel „Was ist Keuschheit? - Hilfen zur Gewissensbildung im 6. Gebot“ (kann hier bestellt werden). Bevor P. Ramm auf das 6. Gebot („Du sollst nicht ehebrechen“ bzw. „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“) eingeht, führt er einige tiefsinnige Gedanken über das Gewissen an, die mich dazu veranlasst haben, ein wenig bei diesem Thema zu verweilen und weiter darüber nachzudenken.

P. Ramm verweist auf das lateinische Wort für ‚Gewissen‘: ‚conscienta‘, das wörtlich ‚Mitwissen‘ bedeutet. Das Gewissen ist also eine Instanz, durch die der Mensch am Wissen um das göttliche Gesetz teilhaben kann, ein Hilfsmittel, das uns befähigt, die sittliche Qualität unseres Handelns einzuordnen. Ob unser Gewissen etwas als gut oder schlecht einstuft, liegt nicht an Regeln, die uns von außen auferlegt werden, sondern an der göttlichen Ordnung, die tief in unserem Inneren verwurzelt ist.

Der Katechismus der Katholischen Kirche definiert das Gewissen unter Punkt 1778 folgendermaßen:

„Das Gewissen ist ein Urteil der Vernunft, in welchem der Mensch erkennt, ob eine konkrete Handlung, die er beabsichtigt, gerade ausführt oder schon getan hat, sittlich gut oder schlecht ist.“


Die Frage, warum dann nicht alle Menschen ein einheitliches Verständnis von Gut und Böse haben, drängt sich auf. In Bezug auf das 5. Gebot („Du sollst nicht töten“) sind sich die meisten wohl einig. Allerdings nur scheinbar, denn bei Themen wie Abtreibung, Euthanasie oder Todesstrafe klaffen die Meinungen weit auseinander. Andere Gebote wie z.B. Nummer 2 („Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren“) und Nummer 3 („Du sollst den Sonntag heiligen“) können offenbar nur für eine gewisse „Zielgruppe“ wahr und richtig sein. Das berühmte sechste Gebot - „Du sollst nicht ehebrechen“ - lässt wiederum Raum für viele verschiedene Interpretationen.

P. Ramm erklärt sich diese willkürliche Gewissensausrichtung („autonomes Gewissen“) dadurch, dass wohl „jeder Mensch ein Gewissen hat“, es jedoch „nicht bei allen gleich gut“ funktioniere. „Wo man nämlich gewohnheitsmäßig gegen das Gewissen handelt, wird seine Stimme immer leiser wahrgenommen“. Geht man in einer bestimmten Sache zum ersten Mal über sein Gewissen hinweg, wird die fragwürdige Handlung von einem starken Herzklopfen oder einem mulmigen Gefühl begleitet. Diese innere Regung ist sozusagen das Aufleuchten eines feindlichen Objekts auf dem Radar des Gewissens. Bei jedem wiederholten Ausführen der betreffenden Tat wird der innere Widerstand schwächer, bis man zu guter Letzt vergessen hat, dass man eigentlich etwas Verkehrtes tut.

Der Teufel macht sich diesen Mechanismus im Kleinen wie im Großen zunutze. Je mehr die Gesellschaft in ihren sittlichen und moralischen Wertvorstellungen abstumpft, umso „normaler“ erscheint die Sünde. Hier braucht der Einzelne viel Kraft, um sich über die gängigen „Wertvorstellungen“, die dem Menschen eine Schein-Freiheit vorgaukeln, zu erheben.

Als ich 2003 anfing, mich gegen alle inneren und äußeren Widerstände ernsthaft mit der Lehre der katholischen Kirche zu beschäftigen, hat mich die Einsicht, wie wahr, schlüssig und vernünftig diese ist, schier umgehauen. Ich musste einsehen, dass all meine Vorurteile im Grunde genommen haltlos waren. Dieses Eingeständnis war kein leichter Schritt, zumal er mit ernsthaften Konsequenzen für mein Leben verbunden war. Dennoch war es die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe.

Wenn es um das ewige Leben geht, sollte man durchaus versuchen, einen Kurswechsel im zeitlichen und so ungemein kurzen Leben vorzunehmen. Dann wird die Stimme des Gewissens, die fast verstummt ist, ihre Melodie durch ein langsames aber stetiges Crescendo wieder ins Bewusstsein aufsteigen lassen. Man wird in vielen Punkten merken, dass man „es eigentlich immer gewusst“ hat und versuchen, schlechte Gewohnheiten, die nicht im Einklang mit dem göttlichen Willen sind, abzulegen.

Jesus hat der Kirche ein wunderbares Heilmittel geschenkt, das hilft, diese Ausrichtung zu bestärken: die heilige Beichte. Es bedarf allerdings des großen Vertrauens, dass Gott gut ist, und dass sein Wille unser Bestes möchte und keinen Deut weniger. Und im nächsten Schritt: dass die Kirche gut ist, und dass sie trotz aller Schwächen und Fehler
das Werkzeug Gottes ist, um die Menschen zur ewigen Seligkeit zu führen.

An dieser Stelle scheint die Vernunft der Irrationalität zu weichen. Hier befindet sich der Abgrund, dem die meisten schnell zu Tode erschrocken den Rücken kehren. Wagst du jedoch wider alle Vernunft den ersten Schritt in diese unbekannte Leere, wirst du die größte Überraschung deines Lebens vorfinden: deine Seele wird von Gott gehalten und emporgehoben in Reiche, die den blinden Augen des Leibes verborgen waren. Die Liebe Gottes wird das Lodern deines Herzens aufflammen lassen zu einem großen Licht, das ahnend begreift, welch unbeschreibliche Herrlichkeit vor uns liegt. Unsere Sünden lassen das Licht schnell wieder erblassen, aber die heiligen Sakramente werden uns auf unserer Pilgerreise zum Ewigen immer wieder neu auf das Wahre ausrichten, damit unsere Seele tapferen Schrittes durch die Wirrnisse des Lebens vorwärts Richtung Gott schreiten kann.


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„Die Winterreise“ aus der Sicht des Sängers

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Eine Einführung in Franz Schuberts „Winterreise“ von Marion Michels.

“Am Brunnen vor dem Tore” oder “Das Wandern ist des Müllers Lust” - jedem fällt hier der Begriff “Deutsches Volkslied” ein und eventuell der Name: Franz Schubert. Wer allerdings für die Texte verantwortlich zeichnet, ist den meisten Leuten nicht bekannt. Wer war der Dichter dieser Lieder, die Schubert einen “schauerlichen Zyklus” nannte, als er die Winterreise vertonte?weiterlesen...
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Kinder und klassische Musik

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Vor einigen Tagen zeigte mir eine junge Mutter eine CD von Detlev Jöcker, die sie dem Kind einer Freundin schenken wollte. Nach kurzem Hinheinhören musste ich auch schon wieder ausschalten. Muss man Kinder derart unterfordern?

Nichts gegen Jöcker oder sonstige Kinderliedermacher, die sicher viel Liebe in ihre Musik stecken und damit auch viele Kinder (und Eltern) begeistern. Es ist ja schön, ab und zu diese Lieder mit Kindern zu hören, wenn es nicht ausschließlich dabei bliebe. Die Musikgeschichte kennt ja so viel bessere Musik! Zum Beispiel die klassische Musik eines Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn…

Klar, wenn die Eltern nie einen Zugang zur klassischen Musik gefunden haben, werden sie sie ihren Kindern auch nicht weiter geben. Vielleicht können unsere Kinder jedoch ein Grund sein, dass wir unsere CD-Sammlung um ein paar Klassik-CD’s erweitern. Unsere Liebsten werden es uns danken.

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Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nicht nur das Musizieren, sondern auch das Musikhören die Entwicklung eines Kindes maßgeblich fördern kann. Ich merke immer wieder, dass meinen beiden Söhnen klassische Musik einfach gut tut. Besonders Antonio, der im Juni 2 Jahre alt wird, liebt es, auf langen Autofahrten z.B. Beethovens Symphonien zu hören. Und es muss nichts Seichtes sein, im Gegenteil, je temperamentvoller, umso besser. Während der enormen Steigerungen im ersten Satz der berühmten Fünften jauchzt er laut lachend mit und wackelt aufgeregt mit seinen kleinen Beinchen - im Takt!

Ich glaube nicht, dass dies ein Zeichen besonderen Talents ist (wobei mich das als Vater natürlich freuen würde), sondern vielmehr, dass Kinder einfach noch derart offen für die direkte und kraftvolle Sprache der klassischen Musik sind, dass sie diese tief mitempfinden können.

Zur Geburt von Antonio habe ich ihm auch Baby-CD’s gekauft, auf denen klassische Musik von einem Spieluhren-Orchester gespielt wird. Das ist süß, wirklich. Es war auch schön, diese Kindermusik ab und zu mit unseren Babys zu hören. Aber wir wollen nicht dabei stehen bleiben, sondern mit ihnen zusammen die Originale hören. Sie haben es verdient!

Siehe auch: Antonio dirigiert


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Ein Interview aus Medjugorje

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Abschrift eines Interviews, das ich Ende 2005 in Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) gegeben habe.

Am 31.12.2005 sprach David Ianni über die Gründe seiner wiederholten Pilgerfahrten nach Medjugorje, über seine Kunst und seinen Glauben.

David Ianni, Sie sind Pianist und Komponist aus Luxemburg, zur Zeit leben Sie in Österreich, und Ihr Herz ist irgendwie sehr stark mit Medjugorje verbunden. Warum? Was bedeutet Medjugorje für Sie, für Ihre Kunst, für Ihr geistliches Leben?

Ich bin letztes Jahr zu Silvester zum ersten Mal in Medjugorje gewesen. Das war mit einer Gruppe aus Österreich, „Amici di Dio“, die jedes Jahr Pilgerfahrten nach Medjugorje organisiert. Meine Bekehrung hängt eng mit der Weihe an Maria zusammen. Kurz nachdem ich die Weihe gemacht hatte, das war im Sommer 2004, spürte ich einen starken inneren Ruf, nach Medjugorje kommen zu sollen. Eine Bekannte hat mir einmal gesagt: „Wenn du im entferntesten das Bedürfnis hast, nach Medjugorje zu fahren, dann könnte es sein, dass die Muttergottes selbst dich ruft.“ Dieser Satz hat mich nie losgelassen. Besonders nach der Weihe ist er stärker geworden.

Warum haben Sie diese Weihe gemacht?

Ich bin traditionell etwas oberflächlich katholisch aufgewachsen. In meiner Jugend war mir die Musik sehr wichtig, ich habe angefangen Konzerte zu spielen und bin sehr viel herumgereist, und schon in dieser Zeit haben sich die Fragen gestellt nach dem Sinn des Lebens. Die Kirche war für mich aber verschlossen. Ich hatte die Sehnsucht nach etwas Exotischem, nach Esoterik, nach asiatischen Religionen. Ich musste einige Umwege gehen, bis ich dann im Jahre 2000 eine katholische Kirche kennen gelernt habe, wo ich Organist war. Eine Frau hat mir einen Rosenkranz geschenkt, der aus Medjugorje war. So habe ich angefangen den Rosenkranz zu beten. Und so ist Medjugorje in Verbindung mit meiner Bekehrung. Der Rosenkranz, die Muttergottes durch den Rosenkranz, hat mich zurück zur katholischen Kirche geholt. Durch dieses Gebet ist meine Liebe zu Maria gewachsen und in mir wurde der Wunsch immer stärker, diese Weihe an Maria zu machen. Dieselbe Bekannte, die zu mir über Medjugorje gesprochen hat, hat mir auch das Goldene Buch von Ludwig Maria Grignion de Montfort empfohlen. Das hat mich sehr tief angesprochen und ich wusste, dies sei mein Weg. Vier Monate nach der Weihe bin ich nach Medjugorje gekommen. Ich hatte das Gefühl, einfach richtig hier zu sein. Es ist nicht so spektakulär, wie ich es erwartet hatte. Es gibt nämlich viele Zeugnisse von Menschen, die hier radikal bekehrt wurden, aber ich hatte ja vorher schon zurück zum katholischen Glauben gefunden. Es war einfach schön, weil die Pfarrei in Medjugorje ein schönes und starkes Zeugnis der lebendigen Kirche ist.

In welchem Sinne meinen Sie das?

Viele Gläubige, auch viele junge Menschen, kommen hierher. In den Messen, auf dem Erscheinungsberg und auf dem Kreuzberg trifft man junge Menschen, die beten, und das hat mich fasziniert. Man spürt auch die Präsenz der Muttergottes. Auf dem Erscheinungsberg habe ich einen sehr tiefen Frieden empfunden. Das Beten fällt einem sehr leicht dort. Unabhängig von den Erscheinungen ist die Kirche lebendig hier. Die Kirche ist voll, man spürt die Freude in den Messen. So viele Menschen leben hier ihren Glauben, gehen zur Kirche und empfangen die Sakramente. Besonders stark ist Gnade der Beichte in Medjugorje.

Woran hängt das, Ihrer Meinung nach?

Ohne dem Urteil der Kirche vorgreifen zu wollen, meiner Meinung daran, dass die Erscheinungen echt sind. Ich habe die Seher nur von ferne gesehen, Vicka etwas näher, und ich finde, dass sie eine authentische Ausstrahlung hat.

Was spricht die jungen Menschen in Medjugorje am meisten an? Was zieht sie an?

Die Sehnsucht nach Frieden, der Durst nach Wahrheit. Die Welt lügt uns so oft an. Durch die Medien bekommen wir überwiegend Negatives gezeigt. Junge Menschen werden auf dem Gebiet der Sexualität sehr manipuliert und in ihren Seelen angegriffen. Wenn sie noch keinen gefestigten Glauben haben, kann das zu schwerwiegenden Folgen führen. Die Botschaft von Medjugorje weckt in ihnen die Sehnsucht nach wahrem Frieden, und wohl auch nach Gott und nach Familie, nach intakten Familien. Die meisten Menschen kommen heutzutage aus zerrütteten Familien. Es ist sehr selten, dass man noch eine Familie findet, wo wirklich die Nächstenliebe gelebt wird, wo gebetet wird, wo die Eltern sich bei der ersten Schwierigkeit nicht gleich scheiden lassen. Aber am meisten zieht sie meiner Meinung nach die Sehnsucht nach Gott nach Medjugorje, danach, dem Leben einen Sinn zu geben. Hier begegnet man Maria und Christus intensiver als zuhause. Ein wichtiger Faktor ist, dass junge Menschen andere junge Menschen treffen, bei denen sie sehen, dass sie den Frieden gefunden haben, dass sie etwas tiefer im geistlichen Leben gekommen sind. Das ist ein starkes Zeugnis. Ein weiterer Punkt, der hier eine sehr wichtige Rolle spielt, ist die Anbetung in der Kapelle und die Anbetung in der Pfarrkirche. Das ist ein Schatz in unserer katholischen Kirche: Jesus in der Eucharistie, Jesus in den Sakramenten. In Seiner Präsenz verweilen dürfen. Besonders schön ist hier die Gestaltung: einfache Sätze, die tief ins Herz gehen, gepaart mit der Musik. Als Musiker fühle ich mich sehr angesprochen. Ich möchte besonders die Violinistin Melinda Dumitrescu hervorheben. Sie ist eine begnadete Musikerin und ihr Ton berührt unzählige Pilgerherzen. Sie ist eine Musikerin so wie wir, als Musiker, es uns wünschen: Das Geschenk ihrer Begabung, die sie von Gott in die Wiege gelegt bekommen hat, beantwortet sie mit einer tiefen Liebe zu Gott. Sie macht Musik für Gott. Viele begnadete Musiker machen sich vielleicht zu wenig Gedanken, woher ihr Talent kommt. Die Musik hat uns Gott geschenkt, damit wir ein Mittel haben, Ihn zu preisen, mit Ihm in Berührung zu kommen, die Menschen zur Wahrheit zu führen, in ihr Inneres zu führen, Licht und Frieden verbreiten. Das ist eine besondere Gabe der Musik, weil die Musik über den Sprachen steht. Musik versteht jeder, unabhängig von der Kultur und von der Sprache.

Wie verbinden Sie Ihren Glauben und Ihre Musik?

Ich nehme die Musik als Geschenk an. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ich Musik spielen und komponieren kann, dass ich gewisse Gaben habe. Was ich von Gott bekommen habe, möchte ich Ihm zurück geben. Die Weihe an die Muttergottes wiederhole ich jeden Tag, und ich beziehe sie nicht nur auf mein Leben, auf den Umgang mit meinen Mitmenschen, sondern auch ganz explizit auf meine Musik, damit meine Musik der Muttergottes, und somit Jesus gehört. Ich bete um Inspiration und versuche so gut wie möglich die Botschaft des Evangeliums in Töne zu übersetzen und so Gott zu den Menschen näher zu bringen. Ich bete sehr viel vor, während und nach den Konzerten. Es ist wichtig, besonders nach dem Konzert auch weiter für das Publikum zu beten. Kirche und Kreuz sind Worte, die manche Menschen abschrecken, weil sie negative Assoziationen in ihnen hervorrufen, aber Töne öffnen die Herzen, und mit einem geöffneten Herzen kann man zum wahren Glauben finden. Das ist eigentlich mein Ziel mit der Musik: die Herzen meiner Hörer für den Glauben zu öffnen.

Interview: Lidija Paris, ursprüngliche Veröffentlichung
hier.


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Bravo, Herr Kaplan!

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Kaplan Johannes Maria Schwarz vom Triesenberg (Liechtenstein) arbeitet mal wieder an einem revolutionären Projekt: eine 12-teilige DVD-Reihe zum katholischen Glauben soll 2010 erscheinen.

Einen Vorgeschmack kann man sich derzeit
in einem kurzen Teaser holen, der den ersten Teil der Serie ankündigt: „Die Messe“. Man siehe und staune: die DVD soll im Sommer diesen Jahres um 1,90€ (!) erhältlich sein. Der Preis spricht Bände. Nicht etwa was die Qualität, sondern was die Intention des Ganzen betrifft. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall bereits 100 Exemplare vorbestellt.

Wenn man bedenkt, wie unwissend der größte Teil der Bevölkerung in Bezug auf den katholischen Glauben ist, sollte ein derartiges Missionierungsprojekt mit Kräften unterstützt und verbreitet werden. Qualität und Preis machen es einem hier leicht.

Bisher hat Don Johannes auf
YouTube, KathTube und Gloria.tv mit seinen erfrischend anderen Werbevideos für Furore gesorgt. Viele zehntausendmal wurden seine Videos bereits angeklickt. Das liegt nicht nur an den äußerst originellen Plots, sondern auch an der professionellen Umsetzung derselben.

Im vergangenen Jahr hat er ebenfalls das enorm erfolgreiche „
Sonntags-Stickeralbum“ in die Kirchen des deutschsprachigen Raums gebracht. Man darf gespannt auf die weiteren kreativen Ideen sein, die diesem Gottesmann scheinbar mit Leichtigkeit zufallen!


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